A Travellerspoint blog

Copan und Utila

sunny

Nun hatten wir nur knapp 4 Wochen in Guatemala verbracht, dem Land welches wir zusammen mit Peru eigentlich am ausfuehrlichsten bereisen wollten. Dass wir Highlights wie die Ruinen von Tikal, Rio Dulce, Livingston, Chichi ,- und Quetzaltenango (u.a.) auslassen wuerden kam einer Todsuende gleich aber mein Kontostand liess es einfach nicht zu weiter wahllos im Land herumzureisen und ich hatte das grosse Beduerfniss endlich mal irgendwo anzukommen, zu bleiben und etwas zu schaffen zu haben. Guatemala war vor allem was die Menschen angeht wohl einen Tick schoener als Mexico und ist auf jeden Fall einen zweiten, ausfuehrlicheren Besuch wert...

Von Chiquimula aus nahmen wir einen sehr kleinen, unbequemen und vor allem ueberfuellten Bus an die Grenze in welchem wir uns von einem Local im Alkoholdelirium ueberschwaengliche Freundschaftsbekundungen anhoerten und weniger ueberschwaenglich erwiderten. Wir waren froh als wir endlich an der Grenze waren und sehr ueberrascht wie ordentlich der Grenzuebergang ablief. Es gab nur ein kleines Grenzhaeuschen mit 4 Winzraeumen. Einen um in Honduras einzureisen, einen um dort auszureisen, einen um in Guatemala einzureisen und einen um dort auszureisen...Von Guetamala aus gesehen in genau dieser Reihenfolge... haha, genial :)
Es kam einem auch nicht wirklich vor wie die Grenze zwischen zwei Laendern, eher wie eine Wohngemeinschaft. Die Grenzbeamten sassen in ihren Zimmern, schauten Fernsehen oder assen Fruehstueck und wenn ein Reisender vortrat wandten sie sich ihm so zu wie z.B. meine Mitbewohner wenn ich sie frag ob sie wissen wo das Telefon ist. Im letzten Raum Pass stempeln lassen, zurueck zum ersten Raum um den Einreisestempel abzuholen und zack, wir waren in Honduras, das ganze dauerte grad mal 10 Minuten.

Auf der Honduranischen Seite dann in einen kleinen sogenannten Mikrobus, der fuer 13 Insassen konzipiert war und 25 mitnahm, und weiter gings. Die Fahrt war echt sagenhaft...Man schwieg geduldig und tauschte sich untereinander Blicke aus die sagten: Sorry, dass ich mein Knie in deinem Ruecken hab aber ich kann nicht anders, dafuer hab ich den Arsch deines Vaters im Gesicht :) Jedesmal wenn der Bus anhielt um weitere Insassen aufzusammeln dachte man sich: Ja wie jetzt?

Copan war eine wunderschoene kleine Stadt mit einem frisch restauriertem Kirchplatz und engen Gaesschen die von Restaurants und Souvenierlaeden gesaeumt waren. Es war offensichtlich dass Coban sehr touristisch ist, ueberall Nordamerikaner und Europaeer, doch hatte man hier erfreulicherweise Wert darauf gelegt das Stadtbild nicht durch pseudomoderne Hotels zu zerstoeren und die Haeuser und Strassen im alten Stil belassen. Dadurch fuehlte man sich nicht so wie in einer Tourismuskolonie, was in vorherigen Staedten oft der Fall war.
Am naechsten Morgen machten wir einen Ausritt zu den Ruinen von Copan. Unser sehr freundlicher und informativer Guide fuehrte uns durch die Berge, durch den Dschungel und vorbei an Baechen in denen Aaasgeier tote Hunde frassen bis wir bei den Ruinen von Copan ankamen. Der Unterschied hier zu Palenque und Tulum war, dass es sehr viele Stelen, Statuen und Totempfaehle gab, ansonsten glichen sich die Ruinen sehr mit denen von Palenque. Wir waren froh dass wir nicht direkt an die Karibikkueste gefahren waren denn die Stadt und die Ruinen von Copan waren allemal einen Besuch wert. Ausserdem hatten wir in unserm Guesthouse Cable-TV und konnten uns den Schwergewichts-Boxkampf zwischen Valujev und ??? anschauen...Der wohl mit Abstand schlechteste Schwergewichtskampf in der Geschichte des Boxens.

Viel mehr als die Ruinen gab es in Copan nicht zu sehen und der Ruf des Meeres wurde von Tag zu Tag eindringlicher. In einem alten School-Bus aus den Staaten ging es in Richtung San Pedro Sula.
Die Busfahrt ging durch viele kleine Doerfer hindurch und die Landschaft wurde immer flacher bis wir in San Pedro Sula ankamen wo wir umsteigen mussten. Wir hielten uns zwar nicht lange dort auf doch wir waren uns sicher dass dies bis dahin die haesslichste Stadt auf unserem Trip war. Die Luft war dort wie wenn man seinen Kopf an einen Auspuff haelt, bevor wir ausstiegen freuten wir uns noch auf eine Zigarette, als wir draussen waren sah das anders aus.
Von San Pedro aus ging es in einem sehr leeren Bus weiter nach La Ceiba, einer Kuestenstadt von wo aus wir am naechsten Morgen das Boot nach Utila, die kleinste Insel der Bay Islands, nehmen wollten.
Obwohl es schon dunkel war und man nicht viel sehen konnte war die Fahrt wunderschoen. Ich steckte meinen Kopf aus dem Fenster und bekam die besten Gerueche in die Nase die man sich vorstellen kann, es ging vorbei an allerlei Fruchtplantagen und Gewaechsen die ich vorher noch nicht gesehen (gerochen) habe, dieser Duft gemischt mit der Luft die vom Meer kam gab mir das Gefuehl als ob Gott mir hoechstpersoenlich den Nacken kraulte...Sagenhaft, endlich wieder Karibik.
Es war uns garnicht so richtig aufgefallen dass wie die letzten 7-8 Wochen (oder so) in den Bergen verbracht hatten und es tat spuerbar gut wieder "weiter unten" zu sein, irgendwie veraendert das einiges im Kopf. Wenn man lange Zeit in den Bergen verbringt dann kommt man wie es scheint auch gedanklich in ein Hochland und schlaegt sich mit Gedanken herum die nicht allzu bodenstaendig sind.

Wir kamen mit 2stuendiger Verspaetung in La Ceiba an und mittlerweile war es 23 Uhr. Und wo waren wir hier eigentlich? L.A. Compton? Southside-Chicago?
Die Stadt sah aus wie ein Ami-Ghetto, die Haeuser, die Autos, die Fast Food Restaurants und die vielen 50 Cents die hier rumliefen errinnerten mich schwer an diese eine Nacht in Chicago vor Jahren in der ich mich in ein Viertel verirrte indem ich als Bleichgesicht so rein garnichts zu suchen hatte. Wir nahmen uns ein Taxi zu einem Hotel aus dem Lonely Planet und wurden von einer ueberfreundlichen Beyonce empfangen die uns nahelegte um diese Uhrzeit lieber auf unser Abendessen zu verzichten und im Hotel zu bleiben. Scheisse, wir hatten seit 8 Stunden nichts gegessen und im "Hotelrestaurant" gab es nur Rum, Whyskie, Gin...Und Erdnuesse. Auf leeren Magen? Nee lass mal.
Am naechsten Morgen dann einen kleinen Plausch mit der Bedienung im Restaurant wo es diesmal Caribean Breakfast gab und dann schnell zum Hafen aufs erste Boot nach Utila.
Die Bootsfahrt dauerte etwa eine Stunde und als wir von weitem die Insel erblickten starrten wir die naechsten 30 Minuten schweigsam auf sie und liessen die Palmen und die Straende langsam groesser werden bis wir Fuss auf Land setzen konnten.
Wir wurden gleich von einigen Checkern angecheckt die uns nahelegten dass ihre Tauchschule oder ihr Hostel (Meistens beides in einem) die besten auf der Insel seien. Einer bildhuebschen Checkerin aus Holland vertrauten wir am meisten und so landeten wir in der "Underwater Vision" Tauchschule wo wir fuer 2 Euro die Nacht in ein direkt uebers Meer gebautes Zimmer eincheckten.

Unser Hostel
Utila Haus.jpg

Blick von unsrer Terasse aus
Utila yacht.jpg

Utila war traumhaft und nach dem Hochland und der mexikanischen Karibikkueste eine komplett andere Welt.
Die ca. 6000 Einheimischen dort sind ueberwiegend afrikanischer Abstammung, dazu kommen viele Weisshaeute die von Irischen und Schottischen Piraten abstammen und einige Latinos. Es war eine wirklich witzige Mischung, man traf auf Rothaarige Stereotype-Schotten die schwer an den Schotte aus "The Simpsons" errinnerten (Oder ist er Ire?), Nelson Mandelas mit hellen Haaren und dazu wie in La Ceiba viele 50 Cents. Die meistgesprochene Sprache war Englisch, jedoch mit einem extremen Akzent irgendwo zwischen Glasgow, Kingston und der Bronx :)
Die Haeuser errinnerten schwer an die U.S Suedstaaten...South Carolina, 18. Jahrhundert oder so, Autos gab es so gut wie gar keine, wurden aber durch fettleibige U.S-Mummys auf Golfbuggys ersetzt und ausser Tauchschulen, Restaurants und ein,-zwei Laedchen gab es auch keine Wirtschaft... bei der Hitze arbeitet wohl eh kein Schwein.
Die Hitze machte einen wirklich fertig und gab mir wieder mein altes geliebtes Gefuehl dass sich mein Hirn langsam aufweicht, man wachte morgens um 7:00 Uhr schweissgebadet in seinem Bett auf, suchte sich ein schattiges Plaetzchen, sprang hier und da mal ins Meer und versuchte sich ansonsten so wenig wie moeglich zu bewegen. Erwaehnenswert ist auch unsere Toillete welche kein Fenster hatte und somit heisser als jede Sauna war, man tropfte schon bevor man unter die Dusche ging und war kurz nachdem man aus der Dusche trat schon wieder verschwitzt. So war die Dusche abends keine wirkliche Erfrischung und brachte auch nichts um sich vor den reichlich vorhandenen Moskitos zu schuetzen denn die moegen bekanntlich Schweiss. Dazu kam, dass es keinen herkoemlichen Lichtschalter gab sondern nur zwei Draehte die man aneinander druecken musste um Licht zu haben, in der Dunkelheit schloss das natuerlich das Risiko mit ein dass man einen radikalen Stromschlag abbekam was mir dann auch einmal widerfuhr. Jedesmal wenn ich auf Toillette ging sprang mir dieser Spruch in die Augen der an die Wand gekritzelt war und mich taeglich aufs neue schmunzeln liess:

Here i sit,
Broken hearted,
Came to shit,
But only farted

Fand ich gut :)

Die Einwohner verbrachten ihre Zeit je nach Geschlecht strickend, schwaetzend und lenzend auf ihrer Vorderterrasse oder spielten "Strassendomino", Schach oder Poker.

Und dann, ein weiterer Arztbesuch, diesmal: Mein Ohr. Ich hoerte nichts und hatte den Verdacht dass sich eine Spinne oder aehnliches in mein Ohr eingeschlichen hat und dort vermehrt hat, so fuehlte es sich in etwa an. So ging ich in die oertliche Clinic zu Dr. John der mit Langen Haaren, Hippiebart, Hawai-Hemd und Bermudashorts ins Behandlungszimmer kam, ein lockeres Schwaetzchen startete und nichts weiter machte als mir die Ohren auszuspuelen. So einfach wars...Von wegen Spinne, ich hatte einfach nur ne dicke Ladung Schmalz im Ohr und dahinter hatte sich Wasser festgesetzt, daher das Gefuehl dass da irgendwas umherkrabbelt;)
Ein paar Tage spaeter war Daniel dran, leider war es bei ihm etwas schlimmeres, er hatte eine Entzuendung im Ohr und durfte erstmal nicht mehr ins Wasser (Was auf Utila einer Verfluchung gleichkommt)doch der alte John verschrieb ihm mit den Worten: "Damit solltest du trotzdem deinen Spass haben" ein paar schwer Opiumhaltige Schmerztabletten. Ausserdem legte er ihm nahe viel zu kiffen und Sex on the Beach zu haben, das waere alles was man auf Utila machen koenne...Der alte Gauner, und sowas nennt sich Arzt :) Der Typ war echt ein Highlight, er verkaufte sogar von ihm selbst entwickelte Ohrtropfen mit seinem eigenen Konterfei und der Aufschrift "Dr. Johns legendary eardrops" auf den Flaeschchen...Angeblich waren sie aber wirklich sehr hilfreich.

Nun, zu tun gab es nicht viel, Daniel ging auf Tauchgaenge und ich...hmmm ich weiss es garnicht mehr...machte eiegntlich garnix, hier und da ein bischen Spanisch lernen, Songideen aufschreiben, Bierchen hier, Bierchen da und natuerlich schnorcheln. Es war das erste mal in meinem Leben dass ich die Unterwassewelt auskundschaftete und was mich da erwartetete war unbeschreiblich schoen, eine willkommene Abwechslung zur zum Teil sehr konfusen Oberwasserwelt der Menschen. Man sah Fische in den verschiedensten Groessen und Farben, das alles machte einen solch friedlichen Eindruck auf mich dass ich gut und gerne ein paar Monate im Wasser haette bleiben koennen.

Die Woche die wir auf der Insel verbrachten (Ich glaub es war eine Woche) war lenzen pur, das einzige was es auf Utila zu tun und zu reden gab war: Tauchen. Da war ich aussen vor, denn obwohl die Bay Islands der billigste Ort auf der Welt sind um zu tauchen, war ich einfach zu Pleite... Doch schon fuers Schnorcheln hat sichs dicke gelohnt dorthin zu fahren.
Ein paar mal gingen wir in einer der Bars feiern (Beerbong saufende Australier und local Messerstecher) ansonsten chillten wir mit den Tauchlehrern (Kanadier, Amis und Australier) und zwei Oesterreichischen Maedels die jedoch auf die Dauer sehr anstrengend, weil aengstlich und notorisch empoert, waren.

Apropo aengstlich: An der ein oder anderen Stelle haette uns ein bischen mehr Aengstlichkeit sicherlich nicht geschadet, dazu an dieser Stelle eine kleine Anekdote...Enjoy it :

Es ist 22 Uhr und ca. 33 Grad Aussentemperatur, wir sehnen uns nach einem kuehlen Bier und laufen die Hauptstrasse entlang (Im Prinzip gibts nur eine Strasse) die um diese Uhrzeit sehr belebt ist.

Ein Eindruck von der Strasse, leider ein sehr schlechtes Foto

Tatort.JPG

Da finden Dominoturniere statt die durchaus die ein oder andere Schlaegerei verursachen koennen, Maedchen bieten ihre Koerper und Krankheiten fuer billig Geld an, Checker checken um die Wette wem sie ihre Drogen verkaufen koennen und zwei zerstochene und schwitzende Gringos sind auf der Suche nach Bier und Gesellschaft. Ein Mitzwanziger spricht uns an, ganz freundlich, ganz vertrauenswuerdig:

- "Hey, Lust aufn Bier und bischen Fussball schaun auf der Terasse?"
- "Klar, klingt gut!"

So laufen wir mit ihm zu seinem Haus, unterhalten uns dort ueber unser Herkunftsland, Sport, naja Standartthemen halt, er erzaehlt viel von seiner davongelaufenen Frau, seinem davongelaufenen Sohn, seinen gestrandeten 10 Kilo Kokain, seinem Angebot an uns viel Geld damit in Deutschland zu machen und so langsam Fragen wir uns ob auch sein Gehirn davongelaufen sei.
Nun, der Typ hat sie nicht alle, will uns aber nichts, denken wir uns, das Bier schmeckt und kuehlt ab und Fernsehn is auch ganz nett. Ab und zu geht er in sein Hinterzimmer und raucht etwas was nicht nach Gras riecht...Not our Bussinnes... das Bier schmeckt (Wir hattens auch bezahlt). Zwischendrin gibt er Befehle an seinen kleinen Crackbruder und schickt ihn irgendwohin, beschimpft ihn aufs derbste dass er sich beeilen solle nur um uns kurz danach weiss zu machen wie eng ihre Freundschaft sei. Da ist noch dieses Maedchen welches die ganze Zeit halb zitternd auf irgendetwas wartet und sich liebend gerne ####, bitch, #### usw. nennen laesst.
Er ruft mich zu sich, ich solle in sein Hinterzimmer kommen...Was denn? Gibts mehr Bier? Neenee...Crackpfeife!!! Er haelt seinen dreckigen Mund vor meinen Kopf und blaest mir den dreckigen Rauch aus seiner dreckigen Pipe direkt in meine saubere Fresse...Wooooow, nee das gefaellt mir nicht: "Lass mal langsam gehn". "Ja, warten wir noch ein bischen, machen wirs hoeflich"... alles klar.
Jetzt klopft es an der Tuer....und traraaa, da steht ein Polizist der genauso auf Crack zu sein scheint wie unser vertrauenswuerdiger Freund Jason.

Ich ganz ruhig und freundlich: "Buenas Noches, que hay?"

Er zu Jason: Schnelles spanisch, unverstehbar, aber leicht aggressiv.

Jason zu uns: "Er sagt dass er gehoert hat, dass hier Touristen Drogen konsumieren"

Ich zu mir selbst: "Darauf hab ich gewartet du phucking Knilch".

Und zu Jason: "Na und, was hat das mit uns zu tun?"

Jason zu mir: "Hey, wir sind hier zusammen drin, du hast auch Crack geraucht, wir gehn wenn dann zusammen in den Knast".

Ich zu mir selber: "Woooooooow, Knast in Honduras?"

Der Bulle faengt an uns zu durchsuchen und zieht mir irgendeinen Fetzen aus der Tasche der mir wohl zuvor von Jason zugesteckt worden war, die Tatsache dass er auf meine Fragen nicht antwortet und nur mit Jason redet, welcher wiederrum, sozusagen als Dolmetscher, mit uns redet und sagt was wir zu tun haetten, macht mir klar dass es hier nicht um Drogen oder Knast geht sondern lediglich um zwei einfaeltige Junkies und zwei planlose Europaeer mit Geld.

Er findet noch die von Jason gut platzierte Crackpipe und ein kleines Tuetchen mit Resten die ihm Beweise genug sind uns fest zu nehmen. Zur falschen Zeit mim falschen Mann im falschen Haus denk ich mir.
Nun ja, Jason erklaert uns wir koennen natuerlich auch 200 Dollar zahlen und alles waere gut...200 Dollar??? Nee nee, hoechstens 200 Pfund in dein Gesicht zu Pfeife.
Der Bulle droht uns (ueber Jason) damit, dass er zur "Immigration" gehen wuerde und wir niemehr Honduras verlassen koennten...Ich denke mir: "Whooooow, Immigration!?! Du scheiss Versager, ich ruf bei der Botschaft an und du bist deinen Job los", sprech es aber nicht aus. Haette ich blos die Botschaft erwaehnt, das zieht immer, aber sein Knueppel und die Gun halten mich davon ab, ich will nichts riskieren.

- "Nun, wir haben nur 25 Dollar dabei, die koennen wir zahlen"...

Super Angebot oder? Der Bulle willigt ein, mit der Bedingung dass wir den Rest am naechsten Tag zahlen...

- "Na sicher, klar klar, morgen gibts den Rest".

Er schreibt sich noch unsre Namen auf und droht ein zweites Mal die "Immigration" zu kontaktieren falls wir morgen nicht den Rest zahlen...

"Ja, wissen wir, morgen gibts den Rest".

Puuhhh, wir sind draussen und der kommt morgen sicher nicht wieder, klassischer Touriabripp, mehr nicht.

Doch am naechsten Tag steht tatsaechlich der Bulle, zusammen mit Jason und seinem Crackbruder, vor der Tuer und meint er koennte uns noch mehr abschroepfen.

- "Wir muessen erst zur Bank, ham nix Bar, kommt spaeter nochmal".

Der "Crackbruder" schreit aggressiv auf Daniel ein, dass er nicht fuer ihn in den Knast gehe und gefaelligst Geld sehen will, ansonsten.....Guter Schauspieler.

Nun, das reichte, anstatt zur Bank gehn wir straight zum Buergermeister, erklaeren ihm die Lage, dass wir nichts verbrochen haben und fragen ihn was am besten zu tun sei?

- "Should we leave the island? Are they gonna be a danger for us?"

- "Noooo, donna lieave, dem Criackhiaeads shiall not diestruoy da tiourism, we gwaaant u hiere, donna ciare bout diem aaaand pliease avoid tialkin to dem, aaaaaaaiiiight?"

- "Aaaaaaiiiight, thanx mayor" :)

Er macht einen kurzen aber sehr bstimmten Anruf bei der Polizeistation und gegessen is die Sache.

Jedesmal danach wenn der Bulle uns danach ueber den Weg lief schaute er ganz verschaemt nach unten, der Crackjason gab noch ein paar dumme Sprueche zum besten, war aber offensichtlich noch frei. 25 Dollar fuer eine gehoerige Portion Adrenalin...So ne Scheisse ;)
Von anderen Gaesten im Hostel wurden uns aehnliche Storys erzaehlt und so gut wie jeder hatte seine Probleme mit "Criackhead" (Sein Spitzname auf der Insel) gehabt so fuehlten wir uns nicht ganz so verarscht.

Das witzige war, am naechsten Tag schlug ich die lokale Zeitung auf und wen sehe ich? "Criackhead" mit seiner Bande bei den Feiern zum Independence-Day. Daniel liess es sich nicht nehmen und fotografierte das Bild ab so dass ihr nun sehen koennt wie "Criackhead" und seine Bande aussieht. Voila :)

Das Freundchen hinten links und der Knilch davor waren die beiden Crackbrueder
Dreckspack.jpg

Da Daniel nicht ins Wasser durfte und es auf der Insel wirklich nichts zu tun gab was nicht mit "Ins Wasser gehn" zu tun hatte, entschieden wir uns langsam unsre Sachen zu packen. Nach dieser so gut wie beschaeftigungslosen Woche auf Utila (Mein Wunsch etwas zu schaffen zu haben wurde hier wohl auch nicht so ganz befriedigt) in der wir uns mit Sonne volltankten und fast so braun wurden wie die Einheimischen, hatten wir vor, so schnell und weit wie moeglich nach Sueden zu kommen. Wir suchten uns Granada in Nicaragua als naechstes Ziel aus, eine alte Kolonialstadt am Lago de Nicaragua. Leider gab es keine Moeglichkeit diese Strecke innerhalb von einem Tag zu bewaeltigen und so entschieden wir uns in Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras, zu uebrnachten und am naechsten Morgen weiter nach Nicaragua zu fahren...Wie sich spaeter herausstellen sollte eine sehr gute Entscheidung.

P.S: Man verzeihe mir bitte meinen teilweise etwas sarkastischen Schreibstil, doch das ist hier manchmal die einzige Moeglichkeit mit bestimmten Begebenheiten fertig zu werden.
Der Blog wird bis Weihnachten auf den neusten Stand gebracht, sozusagen als Weihnachtsgeschenk, das heisst ich klemm mich fuer Tage hinter den PC und schweife in Travelerinnerungen. Wuerde mich echt sehr freuen wenns mal wieder ein paar Comments von euch gaebe. Da kommt ja garnix mehr :(

Posted by The Two 14:45 Archived in Honduras

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Comments

Hola Moreno :-)
Te deseo un feliz hannukah y un
Prospero ano NEUVO !!

Me pondria muy feliz verte antes de partir
a mi largo viaje a Australia.

Tambien te deseo que tengas la oportunidad
de disfrutar el famoso
CARNAVAL DE BARRANQUILLA que es en Febrero.

Te envio un gran abrazo
cuidate

Jeanette

ps.Espero que hagas una vicita a la
sepultura de tu gran amigo
Pablo Escobar ;-)

by Cumbia

Moin Männer,

so wie sich eure Lage aus meiner Perspektive dabietet, gebe ich euch den guten Rat, " bewegt euren kleinen Europäer Popo schnellst möglichst wieder auf den Pfad der tugend zurück. Finger weg von Mitessern, Schmarotzern, Crackfreaks, Mördern und Vergewaltigern. Muss man sich im Paradis mit Parasiten umgeben oder abgeben, ihr denkt "nein", ich auch! Egal, "Shit Happens" lasst euch nicht unterkriegen, im zweifelsfall "Touche´004906074..."! Die Kawalerie sattelt dann die Pferde! ..dauert nur etwas...^^

Fraterianische Grüße und frohes Fest

Dr.Lecjaks

by Dr.L

P.S Fotos fotos fotos!

by Dr.L

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