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Grenzuebertritt Nicaragua

Waehrend wir in einem Mikrobus sassen, aehnliche Platzbedingungen wie nach der Einreise nach Honduras hatten und so vor uns hinlachten kamen wir der Grenze immer naeher und wurden ploetzlich von 50-80 Jugendlichen abgelenkt die aufgeregt,-schreiend neben und hinter unserem Bus hersprinteten sobald sie ihn kommen sahen.

Whoooow, Donald Rumsfeld im Linienbus in den Strassen von Bagdhad???

Nein, nein, nach einem kurzen Schrecken war klar dess es nicht um unsre Haut ging sondern um den von 50 sprintenden, wild gestikulierenden Sportsfreunden angebotenen Deal unser Gepaeck ueber den 2-3 km langen Grenzstreifen zu bringen.

Der Bus wurde langsamer, die Tueren gingen auf und sobald man ausgestiegen war stand man in einer Menschentraube die einem das Gepaeck aus den Haenden zu reissen versuchte, dies auch schaffte, und auf ein nahstehendes Dreirad (Rikschamaessig) hievte. Man hatte keine Chance dagegen...Ausser vielleicht der Franzose der aber so gut wie alles schafte und deshalb spaeter auch zum heimlichen Anfuehrer der Gang wurde.

Erstmal sorgte man dafuer dass man sein Gepaeck wieder in der Hand hielt, wechselte sein Geld bei den umherlaufenden Checkern, liess sich dabei selbstverstaendlich ueber den Tisch ziehen, und kuemmerte sich schliesslich um einen der Sportsfreunde. Nachdem man den Sportsfreund gefunden hatte der die coolstn Spruech draufhatte, meiner sprach mich auf die Einracht an :) gings los. Und auch hier wieder extreme Freude am Sprint. Diesmal 1 km. mit dem Fahrrad bis zum Grenzhaeuschen.

Am Grenzhauschen warteten weitere 20 Sportsfreunde die mitgesprintet waren auf einen um sich als "Checker" anzubieten, fuer was auch immer..Checken halt. Man lief zum Grenzhaeuschen bzw. liess sich von 3-4 Checkern welche sich von diesem Zeitpunkt an als "Personal Checker" betrachteten zum richtigen Schalter fuehren und die naechste Etappe ging los...Dismal formeller Art doch nicht weniger anstrengend.

Eins war klar, dies wird die erste Grenze die den Horrorstorys entsprach die wir von Grenzen in Central,-America gehoert hatten.

Vor sich hatte man einen arbeitsunwilligen Grenzbeamten der ueberhaupt keinen Bock auf nichts hatte und hinter sich eine Menge von 10-20 Jugendlichen die einfach auch "mitchecken" wollten, sei es uebersetzen (In Handsprache), irgendwas erklaeren oder auf den Rucksack aufpassen.
Man suchte sich einen von ihnen aus, selbstverstandlich mein Eintracht-Fan, machte den anderen klar, dass von jetzt an ER mein "Personal Checker" ist und das Spiel gewonnen hat und versuchte schliesslich den Grenzbeamten zum arbeiten zu animieren. Arbeiten hiess in dem Fall: 3 Euro kassieren, ein Ausreiseformular austeilen und wieder zuruecknehmen, es durchlesen, ein paar Fragen dazu stellen und einen Stempel geben.
Auf honduranischer Seite lief das noch recht gut (5-10 Minuten) aber die Nicaraguaner waren gut ausgebildete Zeitverzoegerer.
Bis man das Einreiseformular bekam dauerte es schon eine Tasse Kaffee, bis er es durchgelesen hatte etwa 2 weitere Tassen und ein Donut und dann wurden Fragen gestellt:

- "Warum reist du? Mit wem reist du?

- "Nun, ich reise mit 5 Compañeros"

- "Von wo kommen die?"

- "Europa...Deutschland, Frankreich, England, Daenemark..."

- "Aha, soso....nun....lass mal sehn....hmmm....du sagst also dass ihr zusammen unterwegs seid?"

- "Si claro, correcto"

- "Und wo sind deine Compañeros?"

Was will der? Daniel und Daenemark standen neben mir, England kam auch kurz danach und Frankreich war noch am anderen Schalter.

- "Nun, 2 stehen hier und die anderen kommen sicher gleich nach"

- "Nun, ihr muesst aber zusammen vortreten, eure Paesse gleichzeitig vorzeigen und zusammen bezahlen"

- "Koennen wir nicht getrennt zahlen?"

- "Nein, is nicht drin"

Voellig sinnfrei das ganze!!! Er suchte offensichtlich nur nach einem Grund eine Pause einzulegen denn er drehte sich um und widmete sich wider seinen Donuts und dem Fernseher der neben ihm lief. So war man erstmal wieder den Sportsfreunden ausgeliefert die nun eine neue Chance gekommen sahen einen nach Geld, Zigaretten, was auch immer anzugraben. Es machte den Eindruck als ob die Grenzbeamten eine Abmachung mit den Sportsfreunden ahtten, ihnen soviel Zeit wie moeglich zu Verfuegung zu stellen um bei passierenden und ueberforderten Touristen auf irgendeine Weise ihr Geld zu machen.

Nachdem man dann endlich fertig war mit dem Grenzprozedere ging es wider aufs Dreirad zur naechsten Etappe richtung Busbahnhof auf Nicaraguanischer Seite. Etwa 2 Km ueber eine Bruecke ueber den Grenzfluss und auf einen Platz in einer kleinen Ortschaft wlcher Marktplatz, Fussbalfeld, Schweinestall und Busbahnhof in einem war.

IMG000091.JPG

Daniel und ich (bzw. unsere Sportsfreunde) kamen in etwa gleichzeitig an, ziemlich dicht gefolgt von England. Daenemark und Frankreich waren weit hinten abgeschlagen.
Da wir nur 100er Cordobascheine hatten blieb uns nichts anderes uebrig als unseren Sprintern das Geschaeft ihres Lebens zu bescheren denn rausgeben konnten sie selbstverstaendlich nicht.
Nach 1 1/2 Stunden anstrengendem Huerdenlauf war die Gang dann wieder versammelt und wir konnten uns in den naechsten Bus richtung Leon setzen.

Ich habe dem Grenzuebertritt nach Nicaragua einen eigenen Bericht gewidmet weil er ein recht kultiges Ereigniss war welches unsere Gang auf dauer zusammenschweissen sollte und den "Sportsfreundlichen Geist" innerhalb der Gang stak praegte.

Posted by The Two 09:50 Archived in Honduras

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Comments

hola...and for 2007 just the BEST ; ) ; )
dickes SOORY das ich mich so spät melde
habe ..hatte viel zu tun mit mir und was so um mich rum passierte
Läuft super mit meiner Karriere und demnächst auch mit eigenen Produktionen **Griins**
freu mich schon auf ein WIEDERSEHEN
genieß deine schöne Zeit und chill lauii oda wie ?! : )
Alles Judeee Sun

by rockxxane

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