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Mahahual

Die letzten Tage in Tulum gingen so weiter wie beschrieben, wir besuchten noch die nahgelegenen Ruinen von Tulum die leider sehr ueberfuellt waren. Aber schon sehr beeindruckend wenn man daran denkt dass das alles vor knapp 2000 Jahren gebaut wurde. Sie sind sehr gut erhalten und man kann sich gut vorstellen wie sich damals das Leben abgespielt haben koennte.

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Am Abend trafen wir noch zufaellig die beiden "Bornheim-Schweden" wieder und goennten uns in einem argentinischen Restaurant das wahrscheinlich beste Rinder-Filet der Welt. Am naechsten Morgen machten wir uns dann weiter in Richtung Mahahual (knapp 200 Kilometer suedlich), in der Erwartung etwas aehnliches vorzufinden. Wir mussten in einer Stadt "in the middle of nowhere" umsteigen und dort vier Stunden auf die Weiterfahrt warten.

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Eine kleiner staubiger Ort voller spielender Kinder, rumlenzenden Hombres, flirtenden Chicas und jede Menge Strassenkoeter. Dort schien die Zeit wirklich stehengeblieben zu sein. Die Stimmung die ueber der Stadt lag war irgenwie aussergewoehnlich, schwer zu beschreiben.

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Auf der Weiterfahrt nach Mahahual kamen wir durch ein paar Checkpoints an denen Horden von gelangweilten Soldaten rumstanden, an Grashalmen kauten und boese dreinschauten....das Gewehr natuerlich gezueckt als ob Krieg waer. Doch ein freundliches "Buenas Dias" und die Gesichter erhellten sich.

Wir kamen etwa um 19 Uhr an (um 19:30 wirds hier schlagartig dunkel) und hatten keine Lust lange nach einem Hotel zu suchen also hielten wir uns an den "Lonely Planet" und liessen uns zum "Hotel Coco Ha" fahren. Von wegen Hotel. Wir wurden von einer uebergut gelaunten und endlos lachenden Dame empfangen, die Rezeptionsdame, Wachdienst und Stimmungsmacher in einem war. Sie zeigte uns das Zimmer (Holzverschlag in denen in Filmen Geiseln festgehalten werden) und langsam wussten wir warum die Impfungen und das Moskitospray keine schlechte Idee waren. Die Huette war direkt an einer staubigen Strasse auf der sich den ganzen Tag ueber dreckige und raeudige Hunde die Freude gaben, der Gestank war unertraeglich und wir merkten dass unsere Huette direkt neben der Toilette stand.... innerhalb von 10 Minuten hatte man an die 30 Moskitostiche. Allmaehlich merkten wir warum der Platz so billig war, 50 Meter weiter war eine Open-Air Disco die eine halbe Stunde nachdem wir ankamen anfing den schlimmsten Euro-Trash-Trance zu spielen den wir je gehoert hatten.... unsre Huette bebte.....das hiess aber nicht dass in der Disco irgendwie die grosse Party ging, grade mal 10 Leute hatten sich dothin verirrt, die Lautsaerke haette aber auch fuer 10 Tausend gereicht. Wir merkten dass es sehr einfach war ohne Schluessel in die Huette einzusteigen, die Maenner waren irgendwie alle sehr verschnupft und hektisch und langsam war uns etwas mulmig zumute.

Hier ein kleiner Eindruck, sieht auf dem Foto weitaus idyllischer aus als es war, die Bude dahinter war uebrigens das Hotel.

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Ich fragte die "Alles-in-einem-Frau" ob es irgendwo so etwas wie Schliessfaecher gaebe und sie lachte nur laut und sagte dass sie eine Abmachung mit den Geistern hat......hmmm, na dann is ja cool :) Sie war echt aussergewoehnlich, ihre Sprache war das Lachen und sie schien nicht ganz von dieser Welt, wir konnten uns nicht so recht entscheiden ob es ein Engel oder ein Teufel war der in ihr steckte.....

Die Stadt Mahahual war jedoch recht schoen, direkt am Meer gelegen und mit Schneeweissem Sand der die ganze Stadt ueberdeckte. So stelle ich mir Jamaicanische Staedte vor, Bobbys Einfluss auf das ganze war auch nicht zu uebersehen/zu ueberhoeren. Touristen schien es nicht so viele zu geben, ein paar Aussteiger und eine Tauchgruppe......doch als wir am naechsten Morgen aufwachten und ein bischen rumliefen sahen wir auf einmal nur noch Amerikaner die in Golfbuggys und Polohemden die Promenade entlang fuhren. Als unsere Sicht aufs Meer von einem Riesengrossen Kreuzfahrtschiff verdeckt wurde wussten wir aus welchem Nest sie gekrochen kamen. Die bleiben tagsueber hier, kaufen sich komische Souvenirs, saufen sich mit Corona voll, lassen sich uebern Tisch ziehen und gehen abends wieder zurueck in ihr Luxusghetto. War schon witzig anzuschauen.

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Leider merkte ich am Abend davor dass mein Pass fehlt dehalb muessen wir nochmal zurueck nach Tulum wo er an der Rezeption auf mich wartet.....irgendwie hatte ich schon so ein komisches Gefuehl als die Chica von der Rezeption so schelmisch sagte "hope to see ya soon"......naja, dann muessen wir halt fuer einen Tag zuerueck ins Paradies aber wir waeren hier eh nicht laenger geblieben. Wir werden Belize wohl erstmal auslassen und ueber Chiapas nach Guatemala reinfahren. Das Geld geht hier in Mexico doch schneller weg als gedacht, die Busreisen, das Essen, Taxis durch den Dschungel (dort will man nicht laufen) , Eintritt fuer die Ruinen, Bier.....naja, laeppert sich schon.

OK, das wars erstmal....spaeter stell ich mal ein paar Fotos rein, is ne laengere Prozedur bei den Rechnern hier. Machts gut und @ Harald: Deine Travell-Tipps und Berichte sind Gold wert :)

Posted by The Two 10:04 Archived in Mexico

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