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Aug 06

Que tal?

Hola que tal? Was laeuft ab im Lande der Teutonen?
Ich habe momentan wirklich null Motivation zum schreiben. Wollte nur kurz klarstellen, dass es uns blendend geht, dass das Leben echt eine super Sache ist und, dass es auf der Erde wirklich so etwas wie bedingungslose Liebe gibt...


Ach ja, wenn ihr euch unter dem "Subscribe" Button mit eurer E-Mail Addresse eintragt, bekommt ihr automatisch eine Mitteilung wenn es einen neuen Blog Entry gibt....Super Sache oder?


Hasta luego :)


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Posted by The Two 12:47 Archived in Mexico Comments (2)

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Palenque/ El Panchan

Wir wurden gegen 15 uhr vom Kinderlaerm geweckt der von der Strasse kam. 20 kleine Strolche hatten sich zu einem Baseballspiel auf einer 8 Meter breiten Seitenstrasse versammelt. Als sie uns bemerkten kamen sie neugierig ans Fenster gelaufen, einer strahlender als der andere. Ich rief ihnen "Que Pasa por la calle?" zu und wir hatten 20 neue Freunde. Den Rest des Tages verbrachten wir rumschlendernd zwischen Markt, Strassenfest, Einkaufsstrasse und Guesthouse. Wir kamen an Achterbahnen, vermutlich 30er Baujahr, vorbei, sahen auf dem Kuhmarkt Tiere die eine Kreuzung aus Rind, Kamel und Hase gewesen sein muessen (Kuehe mit Hoecker und Hasenohren), hoerten Marktschreier im Lil Jon Style und zwischen Jesus-Ikonen, Che Guevara-Portemonaies und Arian Nations Propaganda-Videos gab es alles erdenkliche.....wir kauften nichts davon.
Es war die erste groessere mexikanische Stadt in der wir waren (Cancun war ja nicht mexikanisch ;)). Hier war viel mehr Gewusel und Laerm auf den Strassen, nix mit rumlenzen, scheinbar keine Siesta, hammerhart schlechte Luft (obwohl sie uns anfangs so gut vorkam), deutlich mehr Armut, extrem viel Polizei (Zu acht auf Pick-Up Trucks, mit einer Ausruestung von der jeder Counter-Strike Spieler traeumt), die Menschen kamen uns, uns gegenueber, feindseliger vor (vor allem Jugendliche) und ueberhaupt lag ueber der Stadt eine aufgeheizte Stimmung, kurz gesagt: Wir hatten nicht vor lange zu bleiben.
Wir hatten von diesem Dschungel-Camp "El Panchan" gehoert welches vor der Stadt bei den Ruinen liegt und entschieden uns dazu noch eine Nacht in der Stadt zu schlafen und dann rauszufahren.

Kurze Anekdote ueber die Nacht: Ca. 01:00 Uhr, Laswagen faehrt vor, Tueren oeffnen sich, irgendein Gemurmel von "Lieferung" und "Cocaina", Garage wird geoeffnet, Pakete werden geladen, kurzes Palava, kippen werden geraucht, Laswagen faehrt weg, kurz danach extremes Gerammel im Nachbarhaus....


Am Naechsten Morgen merkten wir, dass wir nur noch wenig Bargeld hatten (gerade genug fuer ein Fruehstueck) und Daniel lief zur Bank um abzuheben. Ich setz mich vors Haus und rauche ne genuessliche Steh auf Kippe in der Morgensonne. Eine huebsche Latina kommt die Strasse runtergelaufen....whoooow, mal schauen wie hier geflirtet wird: "Buenas Dias Bonita" .....sie laeuft weiter...stoppt...dreht sich um...laechelt mir zu...laeuft weiter....stoppt nochmal...laechelt mir nochmal kurz zu und verschwindet im dem Haus in dem Gestern diese mysterioese Lieferung ankam. Bam, Bam, Bam....mein Herz....hol jetzt bitte nicht deinen Checker raus. Sie kommt wieder raus, alleine...mit Sonnen,-Regenschirm und laeuft...stolziert...ein zweites Mal an mir vorbei...sie strahlt mich an...ich strahl zurueck...wir strahlen zusammen ...sie sagt etwas... das einzige was ich versteh is "spaeter"....oh ja, du goettliche Schoenheit....bring mir Spanisch bei :)
Daniel kommt zurueck, aufgeregt, die Bank will nix rausruecken, scheisse. Ich lauf zur Bank und versuche es mit meiner Karte...Nada, Niente. Wir machten uns keinen grossen Kopf weil wir an einem anderen Automaten noch das Maestro-Card-Zeichen gesehen hatten aber auch dort...Nix geht. Man sagt uns, dass es nur 2 Banken und einen Automat in der Stadt gaebe...leichte Paranoia....und tatsaechlich, auch der letzte Automat rueckt nix raus...was jetzt?
Die Odysee die wir hatten um an Bares zu kommen erstreckte sich ueber Tage und wir mussten eine Nacht im teuersten Hotel der Stadt schlafen weil es das einzige war in dem man mit Kreditkarte zahlen konnte (Abheben konnten wir damit nicht...kein Pin).....Einzige Alternative waere die Strasse gewesen.


Ausblick aus dem 5. Stock im Hotel

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Die Wolken beschreiben die Stimmung ueber der Stadt

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Als wir endlich Bares hatten wollten wir nur noch weg aus dieser verfluchten Stadt, auf in den Dschungel...mit Gebruell :)
Wir fuhren ins Cabaña-Resort "El Panchan und freuten uns auf Haengematten, Chillige Cabañas, Traveller-Szene und Natur, Natur, Natur.

Als wir dort ankamen verschlug es uns die Sprache. Irgendwie kams einem doch bekannt vor...ach ja: "Der Palmengarten" ...mal 100 :)
Wir hatten ein uebergechilltes Zimmer mitten im Dschungel. Man sass auf der Veranda und sah Pflanzen, Schmetterlinge, Insekten und Voegel in allen erdenklichen Farben, vor unserm Haus ging eine Ameisenstrasse.....Autobahn....entlang, echt krass die Viecher. Die Gerueche waren so extrem, dass man high davon wurde. Ein paar Moskitos, aber laengst nicht so viele wie erwartet.....Wahnsinn, hier bleiben wir mal ne Woche.

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10 Euro fuer ein Doppelzimmer (Mit Dusche/WC/Licht), umgeben von Dschungel, Wasserfaellen, Restaurants/Musikbars, Musikern und schoenen Frauen aus aller Welt sind wirklich fair.
Ich konnte mich garnicht mehr einkriegen als ich die ganzen Instrumente sah die herumstanden....endlich Jammen.
Leider wurde ich dann krank und konnte das ganze nicht so sehr geniessen.

Die "Coolen Musiker" stellten sich auch leider als verkappte Hippie-Autisten raus die meinten hier ihrem "Inneren Bongo-Karl" freien Lauf lassen zu muessen....Nur Getrommel, keine Instrumente. Da sitzen dann 5 bis 10 Europaeer und trommeln wie wild auf ihre Bongos ein. Nach 5 Minuten denkt man sich: Ja, is ja ganz nett, nach 10 Minuten: Wann hoert das auf? :(, nach ner halben Stunde voellig entnervt (Zumal von der Bar nebenan noch "Dragosta din tei" im Dauerloop herueber droehnte)und nach einer Stunde hat man die Motivation zum Morden. JAAA, IHR SEID SCHNELL...JAAA, IHR SEID LAUT...NEIN, IHR HABT KEINE COOLEN RIDDIMS...JAAA, IHR SEID IN TRANCE...NEIN, WIR NICHT.
An den krampfartigen Verzweiflungsschreien die aus den anderen Huetten kamen merkten wir dass wir nicht die einzigen waren denen es so ging, an schlafen (Und gesund werden) war nicht zu denken. Die Bruellaffen mit ihrem Schrei, der gleichzeitig nach bellenden Hunden, grunzenden Schweinen und King Kong klingt, waeren uns als Einschlafmusik noch deutlich lieber gewesen (Gesehen haben wir leider noch keine, zu hoeren waren sie...aber wie).

In den darauf folgenden Tagen lag ich die meiste Zeit flach oder sass teetrinkend im Restaurant waehrend Daniel nach interessanten Leuten, Kursen und Exkursionen ausschau hielt.
Wir besuchten noch die nahgelegenen Ruinen von Palenque und alleine dafuer hat sich diese kranke, etwas aetzende Woche in Palenque allemal gelohnt. Sie erstreckten sich ueber ein kilometergrosses Gebiet mit unzaehligen Pyramiden, Tempeln und anderen Gebaeuden, Hoefen, Plaetzen, Unterirdischen Gaengen, Wasserfaellen und Wegen. Da konnten die Ruinen von Tulum wirklich nicht mithalten, zumal die in Palenque fast vollstaendig begehbar waren. Die Art und Weise wie sie in die Landschaft gesetzt wurden war sehr beeindruckend. Jeder Berg, jede Ebene, jedes Waldstueck un jeder Wasserfall schien im Design beruecksichtigt und abgestimmt zu sein. Nichts schien einfach unbedacht hineingesetzt. Wir standen lange vor den Statuen und Schriftzeichen die fuer uns absolut nichtssagend waren und trotzdem so wirkten als ob sie eine sehr tiefe und weise Bedeutung haetten.

Hier ein paar Eindruecke

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Nach den Ruinen hatten wir wohl alles gesehen was es hier zu sehen gab und kauften uns am Freitag Tickets fuer die Weiterfahrt nach San Cristobal (Keine Sorge, 5 Euro pro Person ;)), die groesste Stadt im Bundesstaat Chiapas. Mein Fieber und die Crazyness waren einigermassen verflogen und wir freuten uns auf das kuehlere, trockenere Klima in den Bergen. San Cristobal liegt 2100 Meter ueber dem Meeresspiegel und alles was wir davon hoerten war sehr positiv. Stadt der Musik, Stadt der Dichter, Stadt der Kultur, Stadt der Kuenste....nichts wie hin :)
Die Fahrt ging vorbei an kleinen Maya-Doerfern, durch wunderschoene Taeler und Waelder und ueber hohe, steile Paesse bis letzendlich diese Stadt vor uns lag.

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Man sah der Stadt gleich an, dass hier einiges ging. Die Leute waren hier staedtischer gekleidet, man sah viele Bars, Restaurants, Theaterhauser, Filmhaeuser (Kinos sind wohl etwas anderes) und kultige Laeden mit Yoga,- Reiki,- und "was weiss ich was fuer Kurs" - Angeboten. Wir liessen uns zu dem Guesthouse fahren welches im allmaechtigen Lonely-Planet am sympatischsten rueberkam, gingen ueber die Schwelle und tauchten ein in eine Szene die im naechsten Bericht ausfuehrlich beschrieben wird.


San Cristobal de Las Casas......City of dreams, das ist meine Stadt, hiervon hab ich schon mit 12 getraeumt, ich bin angekommen!


Thanx fuer die ganzen Comments....weiter so

@Carmen und Harald.....*schaem* ;)

Posted by The Two 20:06 Archived in Mexico Comments (3)

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Fahrt nach Palenque/Chiapas

Nun sitze ich (Benedikt) hier in einer Dschungel-Anlage in der Naehe von Palenque/Chiapas und habe irgendwas zwischen ganz normalem Fieber und toedlichem Denguefieber. Meine Augen halten wenig Licht aus und schmerzen, meine Lymphknoten sind angeschwollen, ich habe Kopfschmerzen, Durchfall und leichte Gelenkschmerzen. Der selbsternannte Doktor an der Bar hat mir gesagt, dass ich noch zwei Tage warten soll bevor ich zum Arzt gehe und nur seine Special-Pillen nehmen soll (Die mexikanische Version von Aspirin, nichts starkes), das kaeme oefter vor.... ich vertraue dem Hombre einfach mal aber ich komme dem Wahnsinn teilweise gefaehrlich nahe....irgendwie ein eigenartiges Gefuehl "total druff" zu sein ohne jegliche Drogen genommen zu haben. Ich sitze hier auf der Veranda und starre in den Dschungel....irgendwas bewegt sich doch da hinter der Palme..... Ist es ein Schlumpf?....oder vielleicht ein Einhorn?.....oder ist es sogar Golum?.....hmmmmm, hoechstwahrscheinlich nur mein Kopf ;)

Doch bevor ich naeher auf dieses zweite Paradies unserer Reise eingehe in welchem wir uns jetzt befinden, will ich erstmal erzaehlen wie wir hier hingekommen sind denn das ist definitiv ein Kapitel wert.

Zeitsprung/letzten Sonntag

Wir hatten unsere Bustickets in Tulum schon einen Tag frueher gekauft um sicher zu gehen, dass wir einen Platz bekommen. Wir wunderten uns zwar ein wenig, dass der Bus eine etwas sinnfreie Route ueber Playa Del Carmen (noerdlich von Tulum) nehmen sollte, fragten aber nicht nochmal gross nach, wird schon stimmen...dachten wir uns. Nachdem wir den Tag wie beschrieben rumlenzend in den Strassen (In der Strasse) von Tulum verbrachten, begaben wir uns gegen 19 Uhr zur Busstation um dort bis zur vorraussichtlichen Abfahrt um 21:30 Uhr zu warten. Als der "Checker" um 20:30 einen Bus nach Palenque ueber Chetumal ausrief (suedlich von Tulum), wunderten wir uns warum wir solch ein Umweg-Ticket bekommen hatten und fragten sicherheits halber nochmal nach indem wir unsere Tickets vorzeigten, "Palenque" sagten und dabei ein dummes Gesicht machten. Der "Checker" ueberschuettete uns mit einem Redeschwall von dem wir ungefaehr jedes 20. Wort verstanden und wir standen genauso bloed da wie zuvor. Doch siehe da, ein amerikanischer Aussteiger, der sich wohl zur Lebensaufgabe gemacht hatte planlosen Neuankoemmlingen die Taxituer aufzuhalten, kam herbei gesprungen und bot sich fuer 1 Dollar als Uebersetzer an. Also nochmal derselbe Redeschwall, diesmal mit Uebersetzung. Die Tickets die wir hatten waren ein schlechter Witz. Erstens waren sie erst ab Playa del Carmen gueltig und wir haetten bis dahin nochmal zahlen muessen, zweitens waren sie fuer eine 16 Stunden-Route obwohl man innerhalb von 9 Stunden nach Palenque kommt und drittens haetten wir niemals den Anschluss-Bus in Playa del Carmen bekommen. Mittlerweile war es 21 Uhr und wir standen ohne Hotel und mit ca. 70 Euro weniger in der Dunkelheit. Schoene Scheisse, das. Wir liefen zum Busfahrer des richtigen Busses und baten den Ami den wir immer noch im Schlepptau hatten darum ihm unsere Lage zu erklaeren. Wir hatten Glueck (Ich nenne das jetzt einfach mal so), der Busfahrer war uns wohl gesonnen und bot uns an uns mit zu nehmen.....Fuer ein Trinkgeld was dem Preis der Bustickets etnsprach den wir tags zuvor gezahlt hatten. Fuck it, hauptsache wir kommen endlich vom Fleck. Wir luden unser Hab und Gut in die Ladeklappe, stiegen in einen schlafenden Bus ein und fuhren los. Daniel war so schlau gewesen sich einen Pullover mit zu nehmen (wohl eher mit der Absicht ihn als Kopfkissen zu benutzen) denn die Temperatur im Bus entsprach der Aussentemperatur in Frankfurt an einem regnerischen Wintertag. Daniel zog sich den Pulli an und schlief sofort ein und ich verbrachte die naechsten 4 Stunden bis zum naechsten Zwischenstopp leise vor mich hinfluchend.....bibbernd vor Kaelte.

Waehrend der Fahrt fiel mir auf, dass die Strassen immer schmaeler, hubbeliger und steiler wurden und dass der Bus hin und wieder ein paar hundert Meter zuruecksetzen musste um entgegenkommende Laswagen vorbeifahren zu lassen und als es hell wurde waren wir in einer anderen Welt. Tiefgruen gesaettigte Wiesen, weidende Kuehe, dichte duestere Waelder und im Hintergrund Berge, keine Tourie-Resorts mehr, dafuer doppelt soviel Militaerpraesenz. Wir waren im Bundesstaat Chiapas. Die Landschaft war wirklich unbeschreiblich schoen.

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Um 7:30 in der frueh kamen wir in Palenque an und setzten uns erstmal in eine der vielen Chicken-Grills, tranken eine Coke zum Fruehstueck und betrachteten das morgentliche Treiben auf der Strasse. Maya-Frauen in Tracht die alle moeglichen gewebten Taschen, Tuecher, Schmuck und andere Waren anboten, Kinderhorden von denen ulkigerweise manche angezogen waren wie arabische Rentner in der City-Passage von Dietzenbach, Marktschreier, alle 2 Meter ein kleiner Eis,- Suessigkeiten,- Hotdog,- Pollo (Chicken)- oder Guertel-Stand, oft von Kindern Gefuehrt die nicht aelter waren als 10, wie erwartet weitaus weniger Bleichgesichter und im Hintergrund die Berge. Die Luftfeuchtigkeit war leider genau so hoch wie am Meer und es war auch nicht viel kuehler. Wir suchten uns ein kleines, sehr billiges Guesthouse in einer Seitenstrasse und schliefen erstmal bis 15 Uhr.

Posted by The Two 09:07 Archived in Mexico Comments (6)

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