Time out In central,-and latinamerica tag:travellerspoint.com,2006-07-03:/blog/?domain=trippin2 2007-01-29T16:21:17Z The Two img/travel-blog-feed.png Leon tag:travellerspoint.com,2007-01-28:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=28&entryid=36619 2007-01-29T16:21:17Z 2007-01-29T04:39:59Z Nachdem wir diese Huerde genommen hatten und dabei mehr Geld verloren hatten als bei allen vorherigen Grenzuebertritten zusammen, stiegen wir in einen weitern Mikrobus welcher uns innerhalb von 3 Stunden nach Leon bringen sollte. Die Tatsache dass Nicaragua das zweitaermste Land in der westlichen Hemisphere nach Haiti ist, machte sich hinter der Grenze schlagartig bemerkbar. Wir fuhren stundenlang auf einer unasphaltierten Strasse die mit Schlagloechern uebersaeht war und uns alle kraeftig zum headbangen animierte. Und waerend in Mexico, Guatemala und ... Nachdem wir diese Huerde genommen hatten und dabei mehr Geld verloren hatten als bei allen vorherigen Grenzuebertritten zusammen, stiegen wir in einen weitern Mikrobus welcher uns innerhalb von 3 Stunden nach Leon bringen sollte.

Die Tatsache dass Nicaragua das zweitaermste Land in der westlichen Hemisphere nach Haiti ist, machte sich hinter der Grenze schlagartig bemerkbar. Wir fuhren stundenlang auf einer unasphaltierten Strasse die mit Schlagloechern uebersaeht war und uns alle kraeftig zum headbangen animierte. Und waerend in Mexico, Guatemala und Honduras noch die Ueberzahl der Haeuser aus Beton, Stein oder Holzlatten gebaut war fuhren wir hier 2 Stunden lang nur an Wellblechhuetten oder Konstruktionen aus Aesten und Plastkiplanen vorbei.
Und wo waren die Autos? Es war ausser unserem Bus weit und breit kein Auto auf der Strasse, auch Mofas und Mottorraeder waren selten zu sehen und die Strasse war gesaeumt von Menschen welche offensichtlich einen stundenlangen Fussmarsch auf sich nehmen mussten um die noetigsten Dinge zu besorgen.

Es war das erste mal auf diesem Trip, dass einem so richtig bewusst wurde dass man sich mitten in der sogenannten "3. Welt" befindet.
In Guatmala und Honduras haben die Menschen sicherlich auch mit der schlechten Infrastruktur und der schlechten Wasser,- Elektrizitaets und Medizinischen Versorgung zu kaempfen aber das hier war, zumindest hatte ich den Eindruck, nochmal ein ganz anderes Level.
Meine Stimmung wechselte dann auch, nachdem ich den kompletten Vormittag noch lachend verbracht hatte, mehr ins nachdenkliche.
Ich hatte mich am Vortag ein bischen mit der Geschichte Nicaraguas beschaeftigt und jetzt wo ich sah was ich davor nur in Statistiken und Beschreibungen lesen konnte wurde ich wuetend. Wuetend auf die U.S.A und ihre Politik Zentralamerika betreffend, denn wer sich ein wenig mit der Geschichte dieser Laender auseinandersetzt merkt schnell dass sie alle von der U.S.A beeinflusst und gesteuert wurden und werden und das kein Land sich unabhaengig von der U.S.A entwickeln konnte (Was ja nicht nur in Lateinamerika der Fall ist). Das Land welches darunter am meisten zu leiden hatte ist wohl Nicaragua, hier versuchte man 1979 mit der vollen Unterstuerzung der Bevoelkerung eine sozialistische Regierung zu etablieren was zu einem langen, von der U.S.A initiierten, Buergerkrieg fuehrte welcher das Land noch heute stark praegt und spaltet.
Nun, lang kann ich jetzt nicht auf Politik und Geschichte eingehen aber soviel sei gesagt: Man wird sehr leicht antiamerikanisch wenn man durch diese Laender faehrt, die Art und Weise wie die U.S.A hier immer wieder ihre dreckigen Finger ins Spiel bringen ist verabschaeuengswuerdig.

Wir fuhren durch eine relativ flache Gegend und das Gruen der Felder war hier ein ganz anderes als das welches wir in den letzten Monaten im Hochland und an der Kueste gesehen hatten, viel heller und frischer. Links und rechts der Strasse waren Felder auf denen Kuehe und Pferde weideten, waeren nicht die Huetten und die Menschen gewesen haette man sich glatt in Deutschland waehnen koennen. Am Horizont sah man die Umrisse von Bergen und hin und wieder fuhren wir an Vulkanen vorbei die in dieser flachen Umgebung viel imposanter wirkten als in Guatemala wo sie von anderen Bergen umgeben waren.
Die Landschaft war wirklich bezaubernd und lenkte mich bald von meinem Amerikahass ab ;)
Es war auffallend dass in jedem Baum, in jedem Strauch und auf jeder Huette die an der Strasse standen rote und rotschwarze Flaggen wehten. Ein Land voller Kommunisten und Anarchisten?!? Kann ja nicht sein...Ich war neugierig was es damit auf sich hatte und freute mich auf Leon, eine weitere Kolonialstadt.

Mit der Zeit wurde es dunkler, wir waren allesamt todmuede und sehnten uns nach diesem anstrengenden Trip nur noch nach einer warmen Mahlzeit, einer Dusche und einem Bett. Doch es sollte noch eine Weile dauern. Der Fahrer hielt in einer kleinen Stadt ploetzlich an, behauptete dass er eine Panne habe und dass wir mit dem Linienbus, der gerade vorbeikam, weiterfahren muessten. Da keiner etwas von einer Panne mitkriegte und wir auch keine Antworten bekamen waren wir uns ziemlich sicher dass der Fahrer einfach kein Bock mehr hatte weiter zu fahren und ihm der Linienbus gerade recht kam. Wir mussten uns sehr beeilen unser Gepaeck umzuladen (Was bei einem ueberfuellten Mikrobus nicht gerade einfach ist) und schafften es noch gerade so in den Bus zu springen.

Nach einer 1 1/2 stuendigen Fahrt waren wir dann endlich in Leon wo der Bus uns am Stadtrand aussetzte. Mitlerweile war es 21 Uhr und dunkel und keiner von uns wusste wohin es geht. Busse und Taxis waren keine zu sehen und so hielten wir einen Pick-Up an auf dessen Trageflaeche trotz 5 Jugendlichen Nachwuchsgangstern noch genug Platz fuer uns war. So fuhren wir jubelnd in die Stadt hinein deren Strassen um diese Uhrzeit noch recht belebt waren und liessen uns im Zentrum absetzen.

Der latscho-Ami aus Tegucigalpa hatte uns das Big-Foot-Hostal empfohlen und so fragten wir uns durch bis wir dort ankamen und das perfekte Guesthouse vorfanden.
Der Eingangsraum war eine gechillte Bar, die Gemeinschaftskueche so gros und hoch wie eine Basketballhalle und der Innenbereich ein Traum fuer jeden erschoepften Traveller. Ein Innengarten mit vielen Pflanzen, Springbrunnen und Schildkroeten und aussenrum ein weitlaeufiger Aufenthaltsbereich mit Liegestuehlen, Haengematten, vielen Tischen,TV-DVD-Area und das wichtigste: Ein Billardtisch :) Die Schlafraeume waren zwar sehr einfach aber gross und unseren Anspruechen absolut genuegend.

Das Big Foot war voll mit Travellern aus aller Welt und die Stimmung war grossartig und sehr entspannt. Man sass schnell mit Israelis, Italienern, Iren, Amis, Kanadiern, Aussies, Franzosen, Daenen, Englaendern, Suedafrikanern, Schweizern und Deutschen um einen der Tische, tauschte sich ueber seine Reiseerfahrungen aus und plante seine weitere Route.

Es war darueberhinaus der perfekte Ort fuer Sportsfreunde wie uns. In den darauffolgenden Tagen wurde so gut wie ausschliesslich Pool oder Poker gespielt und natuerlich Fussball geschaut (Championsleague und alle europaeischen Topligen).
Lange Fussballphilosophie-Sessions mit Guy (Manchester United) und Sebastien (Paris SG und Lyon erfolgsfan). Daniel zockte ordentlich Poker und hatte das Siegerglueck auf seiner Seite und wir veranstalteten ein Pool-WM.
England/Italien konnte im Finale mit viel Glueck Deutschland/Frankreich bezwingen...Dejavue? ;)
Der Sportsgeist faerbte auch auf die Namensgebung ab, ab sofort hiess man nichtmehr Guy, Sebastien oder Daniel sondern einfach nur England, France oder Germany und den ganzen Tag schallten Laendernamen durchs Hostal.

Die Leute im Hostal waren durch die Bank weg schwer in Ordnung. Da war der Australische Besitzer der Vulkan,- Sandboarding-Touren veranstaltete und seine lockere Crew, Pablo der Brasilianische Kunstschmied der im Hostal seine Ware anbot und auf Bestellung anfertigte, viele nette Traveller und unsere Gang die immer mehr zusammenwuchs.

Ich las im schnelldurchlauf meinen "Homo Faber" durch, ein Wahnnsinsbuch welches mich lustigerweise an Orte brachte an denen ich erst vor ein paar Wochen gewesen war, Daniel machte bei der Vulkanboarding-Tour mit (War mir leider zu teuer) die unglaublich geil gewesen sein musss und ansonsten schlenderten wir durch die Strassen, widmeten uns dem Sport oder hoben ein paar Biersche.

Die Stadt Leon war interessant. Viele kleine Laeden mit allem moeglichen Kram zwischen Bayerntrikots und Kaffemaschinen, die Strassen voll mit CD, DVD und Kappenstaenden und hin und wieder fuhren mit dickem Soundsystem und Megaphon ausgestatte Pick Ups durch die Strassen, voll beladen mit Fahnenschwenkenden und johlenden Jugendlichen welche mir die Antwort auf die Frage was es mit den rot,-schwarzen Fahnen auf sich hat ins Gesicht bruellten: Nicaragua war mitten im Wahlkampf und die sozialistische FSLN hatte offensichtlich die groesste Unterstuetzung was man unschwer an der Ueberzahl der FSLN-Pick-Ups erkennen konnte.
Architektonisch war auch diese Stadt sehr Kolonialistisch gepraegt nur mit dem Unterschied dass hier die Gebaeude weitaus heruntergekommener waren und hier und da Einschussloecher vom Buergerkrieg zu sehen waren. Aber das machte sie nicht weniger ansehlich, im Gegenteil. Eine heruntergekommene, teilweise halb zerfallene Kirche aus dem 16 Jahrhundert hat einen ganz anderen Charme als eine frisch renovierte und gepinselte aus der selben Zeit.
Die Atmosphaere in der Stadt war aussergewoehnlich und mit keiner der vorherigen Staedte zu vergleichen. Die Menschen waren europaeischer aussehend und gekleidet und der Wahlkampf brachte ein geradezu revolutionaeres Feeling hinein.

Nach 3 Tagen in Leon beschlossen wir weiter zusammen in Richtung Granada weiterzuziehen. Der Daene war abgesprungen und wir nahmen mit Sue eine sehr liebe Kanadierin in die Gang auf.

Mit dem zusammen traveln das ist so ne Sache. Man trifft oft auf Traveller die sofort mit einem zusammen reisen wollen weil man 3 Woerter miteinander gewechselt hat, das kann dann recht laestig werden denn wie erklaert man denen dass man daran kein Ineresse hat ohne unhoeflich zu werden? Es gibt die verschiedensten Sorten von Travellern, darauf will ich hier an dieser Stelle mal etwas humoristisch eingehen:

Nun, an erster Stelle waeren da die "Drogentouristen". Freigeister die von den unzaehligen exotischen, bewusstseinserweiternden Kraeutern, Pilzen und Pflanzen angezogen werden die man in Europa, Nordamerika oder Australien entweder garnicht oder nur in kleineren Dosen oder mit kleinerer Konzentration bekomen kann. Das koennen sehr witzige Personen sein die fuer jeden Spass zu haben sind und einem das schoene Gefuehl geben koennen dass das Leben ein Vergnuegungspark ist... Man muesse es nur wissen. Oftmals sind es aber auch einfach nur bemitleidenswerte Menschen die in der Heimat wohl als Junkies bezeichnet werden koennen und sich hier wohler fuehlen weil sie sich nicht rechtfertigen muessen und nicht so aus der Menge stechen weil es einfach viel mehr von ihnen gibt.

Dann gibt es da die "Haengengebliebenen", damit meine ich nicht haengengeblieben im Sinne von beschraenkt (Was aber in dieser Gruppe durchaus auch vorkommt..hehe) sondern im wortwoertlichen Sinne. Freigeister die ihren Rueckflug verstreichen haben lassen oder gar keinen haben und teilweise seit Jahren durch die Gegend reisen, Handlangertaetigkeiten ausueben, sich unter die einheimischen Kunsthandwerkler gesellen und versuchen so gut wie moeglich wie ein Local zu wirken und zu leben. Da sieht man dann z.B. oft zwischen Mayafrauen in Tracht die an der Strasse sitzen und ihre Ware anbieten eine "verkleidete Gringa" sitzen und Freundschaftsbaendchen flechten.
Das koennen sehr angenehme, weltoffene und interessante Personen sein, oftmals sind sie aber auch einfach nur bemitleidenswert. Diese sehen sich dann als die Travel-Elite an und schauen oft mit Abscheu auf Touri-Traveler herab, wahrscheinlich weil sie durch sie immer wieder an ihre eigene verhasste und verdraengte Herkunft errinnert werden. Man hoert sie oft schlecht ueber ihre Heimatlaender reden, dort sei es kalt, haesslich und die Menschen seien unfreundlich...Ueberhaupt sei dort alles total scheisse, der Unterton ist sie seien eigentlich gar keine "Westler" mehr...Sie merken dabei nicht dass das etwas verbohrte europaeische Denken immernoch tief in ihnen verankert ist und vergessen leider dass ihre Versicherung, ihr Kreditinstitut und ihre Eltern dort sitzen und allzeit bereit sind sie aus jeglichem Schlammassel zu befreien.

Die Grenze zwischen diesen beiden Gruppen ist oftmals fliessend.

Dann gibt es die "Krassen-Traveller".
Freigeister die einfach mal krass sein wollen und von der Krassheit angezogen werden die ihnen der Trip verspricht. Sie machen alles was krass ist und wenn sie was erzaehlen dann hoert man immer die Frage "Krass oder?" mit hindurch. Das koennen sehr angenehme Zeitgenossen sein die einfach nur nach Adrenalin und Abwechslung aus sind und einfach eine Zeit lang ihrem Alltag entfliehen, etwas erleben, das Leben riechen wollen. Oftmals sind es aber auch furchtbar anstrengende Personen die sich wie der krasse Kolumbus fuehlen und so tun als ob sie die Einzigsten und Ersten waeren die diesen Trip machen. Leider merken sie oft nicht dass sie sich im Endeffekt auf derselben Erde befinden und dasselbe machen wie Millionen Menschen zuvor. Auch sie wandeln auf begangenen Pfaden. Aber man laesst ihnen natuerlich gerne ihren Spass.

Dann gibt es da die "Crimetraveler". Radikale Freigeister die in ihrem Heimatland aus den verschiedensten Gruenden gesucht werden, ihre Freiheit verlieren wuerden und deshalb nicht zurueckkehren wollen. Das sind meistens Amerikaner und koennen sehr sehr coole Menschen mit den interessantesten Geschichten sein. Sie kommen aus den verschiedensten Gruenden hier her, entweder weil sie einfach nur frei sein wollen, ein neues Leben anfangen wollen oder aber weil sie ihrer kriminellen Energie hier weiter ungestoert freien Lauf lassen koennen.
Das sind Menschen zwischen 8 und 88 und ihr Strafregister reicht von "Mitglied in einer terroristischen Vereinigung" (Anarchisten, Umweltschuetzer und Kommunisten gelten in Amerika wohl mittlerweile teils schon als solche) ueber Drogenhandel bis Vergewaltigung/Mord.

Nun, dann gibt es die tatsaechlichen reinen Touri-Traveler. Nur MEISTENS Freigeister die von den vielen Naturwundern, Kolonialbauten und Ruinen angezogen werden die es hier zu bestaunen und zu geniessen gibt. Das koennen von Polizisten ueber Bankiers bis Dachdecker alle Berufsklassen sein die sich einfach nur eine Auszeit genommen haben. Leider haben diese meistens eine Heidenangst vor den Einheimischen und bewegen sich nur in den fuer sie vorgefertigten Bahnen, bekommen von den Einheimischen aber wenig mit und meiden jeglichen Kontakt so gut wie es geht...Das geht oftmals ins unterschwellig rassistische. Man findet unter ihnen viele sehr nette, aufgeschlossene Menschen aber ihre Dekadenz ekelt teilweise an.

Darueber hinaus waeren da die Partytraveler, nicht zu verwechseln mit den Drogentravelern.
Freigeister die von dem Tequila/Rum, dem Salsa und den schoenen Latinas/Latinos angezogen werden. Oft wuerde man diese Menschen eher auf Majorca erwarten und in dieser Gruppe gibt es verhaelltnissmaessig viele Frauen/Maedchen. Sie koennen immer...sowohl feiern als auch ficken und sehen es als Affront an wenn man nicht mitmachen will. Sie haben oft eine Ausruestung wie ein all-inclusive Urlauber und ein sehr grosses Budget. Das sind oft sehr witzige und unbeschwerte Personen die fuer jeden Spass zu haben sind, koennen aber auch unheimlich anstrengede und aufdringliche Vollpfosten sein. Was sie alle gemeinsam haben, sie sind nicht allzu gebildet, koennen kein Gespraech ueber 5 Minuten fuehren und lieben den Spruch: U only have one life to live. Ich habe in dieser Gruppe sowohl sehr gute Compañeros/Compañeras als auch Feinde bis aufs Blut gefunden.

Dann gaeb es da noch die "Lass mich alleine-Traveler".
Freigeister die von langen Wanderungen, einsamen Stunden mit Buch in der Haengematte und kulturellen Besichtigungen angezogen werden. Eventuell hoffen sie hier ihre grosse Liebe zu finden oder etwas kommunikativer zu werden aber so richtig glauben koennen sie wohl nicht dran sonst wuerden sie sich ja unter Menschen begeben. Sie gehen frueh schlafen, lieben es alleine zu sein und reisen mit der Attituede "I am a lonesome cowboy" durchs Land. Das sind meistens sehr feine und interessante Personen die ueber ein bestimmtes Thema (oder auch ueber alles) sehr gut bescheid wissen und mit denen man lange Gespraeche fuehren kann wenn man denn mal zu ihnen durchdringen kann. Oft geben sie einem jedoch auch das Gefuehl dass es schon eine Frechheit darstellt wenn man nur in einem Bus mit ihnen sitzt. Diese Gruppe ist schwer einschaetzbar, es koennen mitunter auch absolute Partyanimals sein die bis Mitternacht schlafen und dann schweigsam aufstehen, rausgehen und sich erst am naechsten Morgen wieder total besoffen ins Bett fallen lassen...Alleine, versteht sich.

Eine sehr ulkige Gruppe sind die "Ich muss weg-Traveler"
Freigeister die leider viel zu wenig freie Zeit haben und sich fuer diese Zeit auch noch viel zu viel vorgenommen haben. Sie hasten von Ort zu Ort, versuchen alles mitzunehmen was in der Naehe ist und muessen wieder weiter bevor sie ueberhaupt angekommen sind. Oft Traveler die ein all arround the world ticket haben und in 10 Tagen ihren Weiterflug 2000 kilometer suedlich erreichen muessen.

Ausserdem noch die "Ich bau mein Ego auf-Traveler"
So gut wie ausschliesslich Maedchen nach denen sich in Europa eher weniger Maenner umdrehen wuerden, die hier aber von den Chicos wie Divas behandelt werden. Das sind sehr liebe Maedels die es sichtlich geniessen mal voll im Mittelpunkt der Maennerwelt zu stehen, teilweise jedoch das weibliche Gegenstueck zu den Sextouristen darstellen die nach Thailand fahren um jeden Tag 3 verschiedene Frauen zu haben.

Nun, dann gibt es noch die Polittraveler die von Che Guevara und der Revolution angezogen werden jedoch leider zu spaet gekommen sind und nur noch kapitalistische und unterdrueckerische Polizei,-Militaerstaaten vorfinden.

Die Gruppentraveler, oft Israelis die grade die Armeezeit hinter sich gebracht haben, sich mitsamt ihrer Einheit nach Lateinamerika abgesetzt haben, unter sich bleiben und auf Angriffe warten.

Ausserdem noch Mitleidstraveler, Welle-Walle-Waldfrauen, Paedophile Sextouristen und Extremsportler.

Die praegnanstesten Gruppen sind auf jeden Fall die ersten 5, insbesondere die ersten 2, natuerlich gehoert man selten nur einer Gruppe an sondern setzt sich aus 2-3 zusammen.
Die Ueberzahl besteht natuerlich eh aus Travel-Travelern, bedingungslose Freigeister die einfach frei bleiben und schizophren von Gruppe zu Gruppe springen.

Es ist mir schon klar dass es nicht ganz korrekt ist Menschen so in Schubladen zu stecken aber es ist immer wieder amuesant zu sehen wie diese Schubladen zutreffen bzw. wie sie sich selbst in diese Schubladen stecken. Welcher Gruppe ich angehoer??? Nun, wenn ich mich zuteilen muesste wohl am ehesten den "Krassen" und den "Touris"...Mit den Beigeschmaeckern Polit, Party und Lass mich alleine ;)

Aus diesem Mix hatte man sich also seine Reisegefaehrten auszusuchen, bis dahin sind wir hauptsaechlich alleine gereist aber mit Guy, Sebastien, Anelenne und Susan hatten wir eine sehr gut harmonierende Gruppe gefunden die Spass machte und wir beschlossen noch fuer eine Weile zusammen zu bleiben.

Am letzten Abend veranstaltete Pablo der Brasilianische Kunstschmied noch eine kleine Party. Er schlug uns vor dass wir das Essen und die Getraenke einkaufen und er dafuer fuer 20 Hostelgaeste seine Wohnung zu verfuegung stellen wuerde und uns bekochen wuerde. Das klang gut und wir willigten ein. Pablo war ein etwa 40 jaehriger Chavo aus Brasilien der in Nicaragua gebliben war weil er hier einen Sohn hatte und diesen nicht mit seiner "von Grund auf boesen" Mutter alleine lassen wollte...Ein Vernuenftiger Gedanke ;)
Nun, seine Wohung stellte sich als ein dreckiges Zimmer ohne Moebel und Sitzmoeglichkeiten heraus in welches niemals 20 junge, angetrunkene Menschen gepasst haetten und auch das Essen haetten wir selber wahrscheinlich besser verarbeitet aber es gab einen weitraeumigen "Innenhof" wo wir uns auf eine Stufe setzen konnten und Pablo war ein wirklich korrekter Typ der es nur gut gemeint hatte.

An diesem Abend unterhielt ich mich ausgiebig mit einem von Pablos jugendlichen Freunden ueber das Weltgeschehn und die Zukunft der Menschheit und es war wenn nicht ueberzeugend so zumindest interessant was dieser zum besten gab. Er war sehr gebildet, liebte deutsche Philosophie und Dichtung (Woraus er erstmal eine Reihe von Spruechen zitierte) und war ein Sohn von Kubanisch,- Venezuelanischen Einwanderern die ihn im sowjetischen Ungarn zur Welt brachten wo sie "Revolution" studierten...Der Witz kam an :)
Er war der vollen Ueberzeugung dass die "Westliche Welt" kurz vor dem Untergang steht, die Menschheit im Zuge dessen in den groessten Krieg seit ihrer Entstehung geraten wuerde und dadurch auf eine Population von 2 Milliarden reduziert wuerde. Und so stellte er sich das vor:
Europa wird in Zukunft von der islamischen Welt unterwandert und fuer seine koloniale Vergangenheit zur Rechenschaft gezogen (Nun, diese Einschaetzung konnte ich bis zu einem bestimmten Punkt zumindest nachvollziehen). Russland wird sich einschalten und versuchen seinen Nutzen daraus zu ziehen, dadurch das Desaster jedoch erheblich vergroessern und einen brutalen Krieg anzetteln.
Zur selben Zeit werden sich die Lateinamerikanischen Laender zu einem riesigen Feldzug gegen Nordamerika vereinen, nachdem die Hispanische Bevoelkerung in den Staaten schon einen Guerrillakrieg angezettelt hat...versteht sich. Diese beiden grossen Konflikte werden dazu fuehren dass die Weltwirtschaft kollabiert (Logisch) und die Erde in ein riesiges Schlachtfeld verwandeln.

Wow, das war starker Tobak was mir dieser leicht depressive junge Mann da auftischte...Und nun lasset uns beten ;)

Nach einer Weile wurde es mir aber dann zuviel, ich wollte gut gelaunt nach Hause gehen und hatte keine Lust auf den Weltuntergang, so wandte ich mich Susan zu die neben mir sass, aufmerksam zuhoerte und es immer mehr mit der Angst zu tun bekam.
Die Party war noch sehr witzig, die Partygesellschaft sass noch lange zusammen auf dieser Stufe, trank Bier und unterhielt sich ueber leichtere Themen wie z.B. "Mit dem Huskyschlitten zur Schule", "Wie werd ich den besoffenen Israeli los" oder "Eintracht Frankfurt - Newcastle United".

Und dann passierte es, die Geburtsstunde einer engen Beziehung zwischen mir und einer Band um die ich bis zu diesem Zeitpunkt einen grossen Bogen gemacht haben muss.

Pablo legte eine CD ein und die RAMONES bruellten in die Nacht hinaus:

I¨m --- looking for --- something to -- believe in
And I --- dont know where to start --- and i dont know where to begin

(Ratatataaaaatatata usw. Geiles Riff :))

Ganz simpel, ganz einfach, eigentlich schon pubertaer...Aber etwas was mir in Zeiten von zahllosen Verschwoerungstheorien und Weltuntergangsszenarien und auf einer Reise die meinen Kopf zehnfach durchwirbelte sehr aus dem Herz sprach.

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Grenzuebertritt Nicaragua tag:travellerspoint.com,2006-12-25:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=27&entryid=36149 2007-01-28T20:24:40Z 2006-12-26T00:33:07Z Waehrend wir in einem Mikrobus sassen, aehnliche Platzbedingungen wie nach der Einreise nach Honduras hatten und so vor uns hinlachten kamen wir der Grenze immer naeher und wurden ploetzlich von 50-80 Jugendlichen abgelenkt die aufgeregt,-schreiend neben und hinter unserem Bus hersprinteten sobald sie ihn kommen sahen. Whoooow, Donald Rumsfeld im Linienbus in den Strassen von Bagdhad??? Nein, nein, nach einem kurzen Schrecken war klar dess es nicht um unsre Haut ging sondern um den von 50 sprintenden, wild gestikulierenden Sportsfreunden angebotene ... Waehrend wir in einem Mikrobus sassen, aehnliche Platzbedingungen wie nach der Einreise nach Honduras hatten und so vor uns hinlachten kamen wir der Grenze immer naeher und wurden ploetzlich von 50-80 Jugendlichen abgelenkt die aufgeregt,-schreiend neben und hinter unserem Bus hersprinteten sobald sie ihn kommen sahen.

Whoooow, Donald Rumsfeld im Linienbus in den Strassen von Bagdhad???

Nein, nein, nach einem kurzen Schrecken war klar dess es nicht um unsre Haut ging sondern um den von 50 sprintenden, wild gestikulierenden Sportsfreunden angebotenen Deal unser Gepaeck ueber den 2-3 km langen Grenzstreifen zu bringen.

Der Bus wurde langsamer, die Tueren gingen auf und sobald man ausgestiegen war stand man in einer Menschentraube die einem das Gepaeck aus den Haenden zu reissen versuchte, dies auch schaffte, und auf ein nahstehendes Dreirad (Rikschamaessig) hievte. Man hatte keine Chance dagegen...Ausser vielleicht der Franzose der aber so gut wie alles schafte und deshalb spaeter auch zum heimlichen Anfuehrer der Gang wurde.

Erstmal sorgte man dafuer dass man sein Gepaeck wieder in der Hand hielt, wechselte sein Geld bei den umherlaufenden Checkern, liess sich dabei selbstverstaendlich ueber den Tisch ziehen, und kuemmerte sich schliesslich um einen der Sportsfreunde. Nachdem man den Sportsfreund gefunden hatte der die coolstn Spruech draufhatte, meiner sprach mich auf die Einracht an :) gings los. Und auch hier wieder extreme Freude am Sprint. Diesmal 1 km. mit dem Fahrrad bis zum Grenzhaeuschen.

Am Grenzhauschen warteten weitere 20 Sportsfreunde die mitgesprintet waren auf einen um sich als "Checker" anzubieten, fuer was auch immer..Checken halt. Man lief zum Grenzhaeuschen bzw. liess sich von 3-4 Checkern welche sich von diesem Zeitpunkt an als "Personal Checker" betrachteten zum richtigen Schalter fuehren und die naechste Etappe ging los...Dismal formeller Art doch nicht weniger anstrengend.

Eins war klar, dies wird die erste Grenze die den Horrorstorys entsprach die wir von Grenzen in Central,-America gehoert hatten.

Vor sich hatte man einen arbeitsunwilligen Grenzbeamten der ueberhaupt keinen Bock auf nichts hatte und hinter sich eine Menge von 10-20 Jugendlichen die einfach auch "mitchecken" wollten, sei es uebersetzen (In Handsprache), irgendwas erklaeren oder auf den Rucksack aufpassen.
Man suchte sich einen von ihnen aus, selbstverstandlich mein Eintracht-Fan, machte den anderen klar, dass von jetzt an ER mein "Personal Checker" ist und das Spiel gewonnen hat und versuchte schliesslich den Grenzbeamten zum arbeiten zu animieren. Arbeiten hiess in dem Fall: 3 Euro kassieren, ein Ausreiseformular austeilen und wieder zuruecknehmen, es durchlesen, ein paar Fragen dazu stellen und einen Stempel geben.
Auf honduranischer Seite lief das noch recht gut (5-10 Minuten) aber die Nicaraguaner waren gut ausgebildete Zeitverzoegerer.
Bis man das Einreiseformular bekam dauerte es schon eine Tasse Kaffee, bis er es durchgelesen hatte etwa 2 weitere Tassen und ein Donut und dann wurden Fragen gestellt:

- "Warum reist du? Mit wem reist du?

- "Nun, ich reise mit 5 Compañeros"

- "Von wo kommen die?"

- "Europa...Deutschland, Frankreich, England, Daenemark..."

- "Aha, soso....nun....lass mal sehn....hmmm....du sagst also dass ihr zusammen unterwegs seid?"

- "Si claro, correcto"

- "Und wo sind deine Compañeros?"

Was will der? Daniel und Daenemark standen neben mir, England kam auch kurz danach und Frankreich war noch am anderen Schalter.

- "Nun, 2 stehen hier und die anderen kommen sicher gleich nach"

- "Nun, ihr muesst aber zusammen vortreten, eure Paesse gleichzeitig vorzeigen und zusammen bezahlen"

- "Koennen wir nicht getrennt zahlen?"

- "Nein, is nicht drin"

Voellig sinnfrei das ganze!!! Er suchte offensichtlich nur nach einem Grund eine Pause einzulegen denn er drehte sich um und widmete sich wider seinen Donuts und dem Fernseher der neben ihm lief. So war man erstmal wieder den Sportsfreunden ausgeliefert die nun eine neue Chance gekommen sahen einen nach Geld, Zigaretten, was auch immer anzugraben. Es machte den Eindruck als ob die Grenzbeamten eine Abmachung mit den Sportsfreunden ahtten, ihnen soviel Zeit wie moeglich zu Verfuegung zu stellen um bei passierenden und ueberforderten Touristen auf irgendeine Weise ihr Geld zu machen.

Nachdem man dann endlich fertig war mit dem Grenzprozedere ging es wider aufs Dreirad zur naechsten Etappe richtung Busbahnhof auf Nicaraguanischer Seite. Etwa 2 Km ueber eine Bruecke ueber den Grenzfluss und auf einen Platz in einer kleinen Ortschaft wlcher Marktplatz, Fussbalfeld, Schweinestall und Busbahnhof in einem war.

IMG000091.JPG

Daniel und ich (bzw. unsere Sportsfreunde) kamen in etwa gleichzeitig an, ziemlich dicht gefolgt von England. Daenemark und Frankreich waren weit hinten abgeschlagen.
Da wir nur 100er Cordobascheine hatten blieb uns nichts anderes uebrig als unseren Sprintern das Geschaeft ihres Lebens zu bescheren denn rausgeben konnten sie selbstverstaendlich nicht.
Nach 1 1/2 Stunden anstrengendem Huerdenlauf war die Gang dann wieder versammelt und wir konnten uns in den naechsten Bus richtung Leon setzen.

Ich habe dem Grenzuebertritt nach Nicaragua einen eigenen Bericht gewidmet weil er ein recht kultiges Ereigniss war welches unsere Gang auf dauer zusammenschweissen sollte und den "Sportsfreundlichen Geist" innerhalb der Gang stak praegte.

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Tegucigalpa tag:travellerspoint.com,2006-12-24:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=26&entryid=35590 2006-12-26T01:29:13Z 2006-12-25T02:09:39Z Am naechsten Morgen nahmen wir das erste Boot zurueck nach La Ceiba und von dort aus einen Bus nach Tegucigalpa. Die Busfahrt dauerte 7 Stunden, kam mir jedoch weitaus kuerzer vor da ich etwa 4 Stunden am Stueck von einem suessen Maedchen von den Bay Islands zugetextet wurde, welche mich schonmal darauf vorbereitete in einer der gefaehrlichsten und haesslichsten Staedte der Welt aufzuschlagen. Ueberhaupt scheint Honduras ein riesengrosses L.A. South-Central zu sein. Die Reisewarnung auf der Seite des Auswartigen Amtes ... Am naechsten Morgen nahmen wir das erste Boot zurueck nach La Ceiba und von dort aus einen Bus nach Tegucigalpa. Die Busfahrt dauerte 7 Stunden, kam mir jedoch weitaus kuerzer vor da ich etwa 4 Stunden am Stueck von einem suessen Maedchen von den Bay Islands zugetextet wurde, welche mich schonmal darauf vorbereitete in einer der gefaehrlichsten und haesslichsten Staedte der Welt aufzuschlagen. Ueberhaupt scheint Honduras ein riesengrosses L.A. South-Central zu sein. Die Reisewarnung auf der Seite des Auswartigen Amtes liesst sich denn auch wie folgt:

"Aufgrund der steigenden Kriminalität, wachsender Gewaltbereitschaft und einer geringen Hemmschwelle beim Waffengebrauch hat die Gefährdung in den letzten Jahren stark zugenommen. Besonders besorgniserregend sind dabei kriminelle gewalttätige Jugendbanden, die nach Weltbankberichten in Honduras mittlerweile über 40.000 Anhänger verfügen. Bewaffnete Raubüberfälle gehören inzwischen im ganzen Land zum täglichen Erscheinungsbild. Honduras hat zudem eine der höchsten Mordraten in ganz Lateinamerika. Große Vorsicht ist daher geboten. Übergriffe auf Reisende werden insbesondere von der Nordkueste, den Staetden, aber auch den Naturparks und Wandergebieten gemeldet. Besondere Vorsicht wird an der Karibikküste empfohlen (insbesondere in und um Tela)."

Nun, es sah ganz danach aus als ob wir uns die richtige Reisegegend ausgesucht hatten ;) Man muss dazu aber auch anmerken dass die beim Auswaertigen Amt ganz ausgemachte Sissis zu sein scheinen denn auch die Sicherheitsempfehlungen fuer die vorhergehenden Laender die wir besuchten fielen nicht weniger abschreckend aus, doch hatten wir uns bis zu diesem Zeitpunkt noch nie wirklich bedroht gefuehlt.

In der Essenspause der Busfahrt lernten wir noch einen Englaender kennen der seit La Ceiba im selben Bus sass und aufgrund seiner 2 Meter Groesse und dem sehr kleinen Beinraum im Bus durchgehend am fluchen war. Ausserdem trafen wir noch einen Daene der uns erheiternde Storys darueber erzaehlte auf welche verschiedensten Weisen er schon bestohlen wurde. Wir gaben natuerlich unsre Bullenstory zum besten und wir alle waren froh dass wir nicht die einzigen daemlichen und naiven Travel-Opfer waren.

Tegucigalpa war ein zwischen halbhohe Berge gebautes Moloch welches in der Tat haesslicher war als alles zuvor gesehene. Man stelle sich L.A. South-Central vor, vergroessere es um das zehnfache, lege es in ein beliebiges Mittelgebirge, subtrahiere alles was gruen ist und man hat eine kleine Vorstellung davon wie es dort aussah...Drumherum kann man noch ein paar Slums von Rio legen :(

Wir taten uns mit dem witzigen, rotgebrannten Englaender und dem ulkigen daenischen Kurt Cobain zusammen und fuhren in die Innenstadt in ein beliebiges Hostel aus dem Lonely Planet.

Das Hostel in welchem wir aufschlugen wurde von einem Amerikaner gefuehrt welcher einige hochinteressante Storys ueber sein Leben, insbesondere in Central-America, auf Lager hatte, es gab eine grosse Auswahl an Buechern und die Waende waren gespickt mit witzig-weisen Spruechen wie:

"GOD IS DEAD" - NIETZSCHE

"NIETZSCHE IS DEAD" - GOD

Ueber Tegucigalpa-City gibt es wenig zu sagen ausser dass die Haeuser doppelt und dreifach vergittert waren und sich verhaeltnissmaessig viele Asiaten dort niedergelassen hatten. So suchten wir uns ein chinesisches Restaurant welches zwar nicht dreifach vergittert war, dafuer aber zwei duester dreinschauende Sicherheitsleute mit vorgehaltener Pumpgun angestellt hatte...Nettes Ambiente :)
Wir assen ausgezeichnetes chinesisches Essen, tranken ein paar Biersche und redeten viel ueber Musik. Der Daene zeigte mir Lieder von seiner Band die so fuerchterlich schraeg waren dass es schwerfiel ein gutes Wort darueber zu verlieren, der witzige Englaender war ueberwiegend am lachen und steckte uns jedesmal damit an...Ein sehr sehr cooler Zeitgenosse.

Am naechsten Morgen lernten wir im Hostel ein sympatisches franzoesisches Paerchen in den 30ern kennen und beschlossen den Grenzuebertritt nach Nicaragua zu 6. zu machen und erstmal nach Leon, einer Studentenstadt in Nicaragua, zu fahren. Bevor wir losfuhren tauschte ich noch mein Buch "Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten" (Vielen Dank Papa, dieses Buch war die perfekte Travellektuere und hat mir die ein oder andere Inspiration fuer diesen Blog gegeben) gegen "Homo Faber" von Max Frisch und "Der Idiot" von Dostojewski ein...Fuer einen kleinen Aufpreis von 5 Euro, guter Deal.
Wir nahmen einen Bus in einen kleinen Ort wo wir in einen weiteren Bus an die Grenze umstiegen und schon auf dieser Busfart merkte ich dass ich mir mit der englischen Fassung von "The Idiot" dann doch ein bischen viel vorgenommen hatte und bereute den "guten Deal" auch schon wieder ;)

Es sah ganz danach aus als wuerden wir mit dieser Reisegruppe eine sehr amuesante Zeit haben denn der Franzose brachte einen Brueller nach dem anderen welche den Englaender zu noch ausgiebigeren Lacherguessen veranlassten als am Vorabend, in welche wir schliesslich immer wieder alle miteinstimmten...5 lachende Europaeer auf dem Weg nach Nicaragua :)
Dies war auch der Anfang einer sehr lustigen Zeit mit den europaeischen "Compañeros" welcher letztendlich auch zur Gruendung unsrer eigenen "Gang" fuehrte. Doch dazu spaeter.

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Copan und Utila tag:travellerspoint.com,2006-12-20:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=25&entryid=32375 2006-12-29T23:00:56Z 2006-12-21T01:51:07Z Nun hatten wir nur knapp 4 Wochen in Guatemala verbracht, dem Land welches wir zusammen mit Peru eigentlich am ausfuehrlichsten bereisen wollten. Dass wir Highlights wie die Ruinen von Tikal, Rio Dulce, Livingston, Chichi ,- und Quetzaltenango (u.a.) auslassen wuerden kam einer Todsuende gleich aber mein Kontostand liess es einfach nicht zu weiter wahllos im Land herumzureisen und ich hatte das grosse Beduerfniss endlich mal irgendwo anzukommen, zu bleiben und etwas zu schaffen zu haben. Guatemala war vor allem was ... Nun hatten wir nur knapp 4 Wochen in Guatemala verbracht, dem Land welches wir zusammen mit Peru eigentlich am ausfuehrlichsten bereisen wollten. Dass wir Highlights wie die Ruinen von Tikal, Rio Dulce, Livingston, Chichi ,- und Quetzaltenango (u.a.) auslassen wuerden kam einer Todsuende gleich aber mein Kontostand liess es einfach nicht zu weiter wahllos im Land herumzureisen und ich hatte das grosse Beduerfniss endlich mal irgendwo anzukommen, zu bleiben und etwas zu schaffen zu haben. Guatemala war vor allem was die Menschen angeht wohl einen Tick schoener als Mexico und ist auf jeden Fall einen zweiten, ausfuehrlicheren Besuch wert...

Von Chiquimula aus nahmen wir einen sehr kleinen, unbequemen und vor allem ueberfuellten Bus an die Grenze in welchem wir uns von einem Local im Alkoholdelirium ueberschwaengliche Freundschaftsbekundungen anhoerten und weniger ueberschwaenglich erwiderten. Wir waren froh als wir endlich an der Grenze waren und sehr ueberrascht wie ordentlich der Grenzuebergang ablief. Es gab nur ein kleines Grenzhaeuschen mit 4 Winzraeumen. Einen um in Honduras einzureisen, einen um dort auszureisen, einen um in Guatemala einzureisen und einen um dort auszureisen...Von Guetamala aus gesehen in genau dieser Reihenfolge... haha, genial :)
Es kam einem auch nicht wirklich vor wie die Grenze zwischen zwei Laendern, eher wie eine Wohngemeinschaft. Die Grenzbeamten sassen in ihren Zimmern, schauten Fernsehen oder assen Fruehstueck und wenn ein Reisender vortrat wandten sie sich ihm so zu wie z.B. meine Mitbewohner wenn ich sie frag ob sie wissen wo das Telefon ist. Im letzten Raum Pass stempeln lassen, zurueck zum ersten Raum um den Einreisestempel abzuholen und zack, wir waren in Honduras, das ganze dauerte grad mal 10 Minuten.

Auf der Honduranischen Seite dann in einen kleinen sogenannten Mikrobus, der fuer 13 Insassen konzipiert war und 25 mitnahm, und weiter gings. Die Fahrt war echt sagenhaft...Man schwieg geduldig und tauschte sich untereinander Blicke aus die sagten: Sorry, dass ich mein Knie in deinem Ruecken hab aber ich kann nicht anders, dafuer hab ich den Arsch deines Vaters im Gesicht :) Jedesmal wenn der Bus anhielt um weitere Insassen aufzusammeln dachte man sich: Ja wie jetzt?

Copan war eine wunderschoene kleine Stadt mit einem frisch restauriertem Kirchplatz und engen Gaesschen die von Restaurants und Souvenierlaeden gesaeumt waren. Es war offensichtlich dass Coban sehr touristisch ist, ueberall Nordamerikaner und Europaeer, doch hatte man hier erfreulicherweise Wert darauf gelegt das Stadtbild nicht durch pseudomoderne Hotels zu zerstoeren und die Haeuser und Strassen im alten Stil belassen. Dadurch fuehlte man sich nicht so wie in einer Tourismuskolonie, was in vorherigen Staedten oft der Fall war.
Am naechsten Morgen machten wir einen Ausritt zu den Ruinen von Copan. Unser sehr freundlicher und informativer Guide fuehrte uns durch die Berge, durch den Dschungel und vorbei an Baechen in denen Aaasgeier tote Hunde frassen bis wir bei den Ruinen von Copan ankamen. Der Unterschied hier zu Palenque und Tulum war, dass es sehr viele Stelen, Statuen und Totempfaehle gab, ansonsten glichen sich die Ruinen sehr mit denen von Palenque. Wir waren froh dass wir nicht direkt an die Karibikkueste gefahren waren denn die Stadt und die Ruinen von Copan waren allemal einen Besuch wert. Ausserdem hatten wir in unserm Guesthouse Cable-TV und konnten uns den Schwergewichts-Boxkampf zwischen Valujev und ??? anschauen...Der wohl mit Abstand schlechteste Schwergewichtskampf in der Geschichte des Boxens.

Viel mehr als die Ruinen gab es in Copan nicht zu sehen und der Ruf des Meeres wurde von Tag zu Tag eindringlicher. In einem alten School-Bus aus den Staaten ging es in Richtung San Pedro Sula.
Die Busfahrt ging durch viele kleine Doerfer hindurch und die Landschaft wurde immer flacher bis wir in San Pedro Sula ankamen wo wir umsteigen mussten. Wir hielten uns zwar nicht lange dort auf doch wir waren uns sicher dass dies bis dahin die haesslichste Stadt auf unserem Trip war. Die Luft war dort wie wenn man seinen Kopf an einen Auspuff haelt, bevor wir ausstiegen freuten wir uns noch auf eine Zigarette, als wir draussen waren sah das anders aus.
Von San Pedro aus ging es in einem sehr leeren Bus weiter nach La Ceiba, einer Kuestenstadt von wo aus wir am naechsten Morgen das Boot nach Utila, die kleinste Insel der Bay Islands, nehmen wollten.
Obwohl es schon dunkel war und man nicht viel sehen konnte war die Fahrt wunderschoen. Ich steckte meinen Kopf aus dem Fenster und bekam die besten Gerueche in die Nase die man sich vorstellen kann, es ging vorbei an allerlei Fruchtplantagen und Gewaechsen die ich vorher noch nicht gesehen (gerochen) habe, dieser Duft gemischt mit der Luft die vom Meer kam gab mir das Gefuehl als ob Gott mir hoechstpersoenlich den Nacken kraulte...Sagenhaft, endlich wieder Karibik.
Es war uns garnicht so richtig aufgefallen dass wie die letzten 7-8 Wochen (oder so) in den Bergen verbracht hatten und es tat spuerbar gut wieder "weiter unten" zu sein, irgendwie veraendert das einiges im Kopf. Wenn man lange Zeit in den Bergen verbringt dann kommt man wie es scheint auch gedanklich in ein Hochland und schlaegt sich mit Gedanken herum die nicht allzu bodenstaendig sind.

Wir kamen mit 2stuendiger Verspaetung in La Ceiba an und mittlerweile war es 23 Uhr. Und wo waren wir hier eigentlich? L.A. Compton? Southside-Chicago?
Die Stadt sah aus wie ein Ami-Ghetto, die Haeuser, die Autos, die Fast Food Restaurants und die vielen 50 Cents die hier rumliefen errinnerten mich schwer an diese eine Nacht in Chicago vor Jahren in der ich mich in ein Viertel verirrte indem ich als Bleichgesicht so rein garnichts zu suchen hatte. Wir nahmen uns ein Taxi zu einem Hotel aus dem Lonely Planet und wurden von einer ueberfreundlichen Beyonce empfangen die uns nahelegte um diese Uhrzeit lieber auf unser Abendessen zu verzichten und im Hotel zu bleiben. Scheisse, wir hatten seit 8 Stunden nichts gegessen und im "Hotelrestaurant" gab es nur Rum, Whyskie, Gin...Und Erdnuesse. Auf leeren Magen? Nee lass mal.
Am naechsten Morgen dann einen kleinen Plausch mit der Bedienung im Restaurant wo es diesmal Caribean Breakfast gab und dann schnell zum Hafen aufs erste Boot nach Utila.
Die Bootsfahrt dauerte etwa eine Stunde und als wir von weitem die Insel erblickten starrten wir die naechsten 30 Minuten schweigsam auf sie und liessen die Palmen und die Straende langsam groesser werden bis wir Fuss auf Land setzen konnten.
Wir wurden gleich von einigen Checkern angecheckt die uns nahelegten dass ihre Tauchschule oder ihr Hostel (Meistens beides in einem) die besten auf der Insel seien. Einer bildhuebschen Checkerin aus Holland vertrauten wir am meisten und so landeten wir in der "Underwater Vision" Tauchschule wo wir fuer 2 Euro die Nacht in ein direkt uebers Meer gebautes Zimmer eincheckten.

Unser Hostel
Utila Haus.jpg

Blick von unsrer Terasse aus
Utila yacht.jpg

Utila war traumhaft und nach dem Hochland und der mexikanischen Karibikkueste eine komplett andere Welt.
Die ca. 6000 Einheimischen dort sind ueberwiegend afrikanischer Abstammung, dazu kommen viele Weisshaeute die von Irischen und Schottischen Piraten abstammen und einige Latinos. Es war eine wirklich witzige Mischung, man traf auf Rothaarige Stereotype-Schotten die schwer an den Schotte aus "The Simpsons" errinnerten (Oder ist er Ire?), Nelson Mandelas mit hellen Haaren und dazu wie in La Ceiba viele 50 Cents. Die meistgesprochene Sprache war Englisch, jedoch mit einem extremen Akzent irgendwo zwischen Glasgow, Kingston und der Bronx :)
Die Haeuser errinnerten schwer an die U.S Suedstaaten...South Carolina, 18. Jahrhundert oder so, Autos gab es so gut wie gar keine, wurden aber durch fettleibige U.S-Mummys auf Golfbuggys ersetzt und ausser Tauchschulen, Restaurants und ein,-zwei Laedchen gab es auch keine Wirtschaft... bei der Hitze arbeitet wohl eh kein Schwein.
Die Hitze machte einen wirklich fertig und gab mir wieder mein altes geliebtes Gefuehl dass sich mein Hirn langsam aufweicht, man wachte morgens um 7:00 Uhr schweissgebadet in seinem Bett auf, suchte sich ein schattiges Plaetzchen, sprang hier und da mal ins Meer und versuchte sich ansonsten so wenig wie moeglich zu bewegen. Erwaehnenswert ist auch unsere Toillete welche kein Fenster hatte und somit heisser als jede Sauna war, man tropfte schon bevor man unter die Dusche ging und war kurz nachdem man aus der Dusche trat schon wieder verschwitzt. So war die Dusche abends keine wirkliche Erfrischung und brachte auch nichts um sich vor den reichlich vorhandenen Moskitos zu schuetzen denn die moegen bekanntlich Schweiss. Dazu kam, dass es keinen herkoemlichen Lichtschalter gab sondern nur zwei Draehte die man aneinander druecken musste um Licht zu haben, in der Dunkelheit schloss das natuerlich das Risiko mit ein dass man einen radikalen Stromschlag abbekam was mir dann auch einmal widerfuhr. Jedesmal wenn ich auf Toillette ging sprang mir dieser Spruch in die Augen der an die Wand gekritzelt war und mich taeglich aufs neue schmunzeln liess:

Here i sit,
Broken hearted,
Came to shit,
But only farted

Fand ich gut :)

Die Einwohner verbrachten ihre Zeit je nach Geschlecht strickend, schwaetzend und lenzend auf ihrer Vorderterrasse oder spielten "Strassendomino", Schach oder Poker.

Und dann, ein weiterer Arztbesuch, diesmal: Mein Ohr. Ich hoerte nichts und hatte den Verdacht dass sich eine Spinne oder aehnliches in mein Ohr eingeschlichen hat und dort vermehrt hat, so fuehlte es sich in etwa an. So ging ich in die oertliche Clinic zu Dr. John der mit Langen Haaren, Hippiebart, Hawai-Hemd und Bermudashorts ins Behandlungszimmer kam, ein lockeres Schwaetzchen startete und nichts weiter machte als mir die Ohren auszuspuelen. So einfach wars...Von wegen Spinne, ich hatte einfach nur ne dicke Ladung Schmalz im Ohr und dahinter hatte sich Wasser festgesetzt, daher das Gefuehl dass da irgendwas umherkrabbelt;)
Ein paar Tage spaeter war Daniel dran, leider war es bei ihm etwas schlimmeres, er hatte eine Entzuendung im Ohr und durfte erstmal nicht mehr ins Wasser (Was auf Utila einer Verfluchung gleichkommt)doch der alte John verschrieb ihm mit den Worten: "Damit solltest du trotzdem deinen Spass haben" ein paar schwer Opiumhaltige Schmerztabletten. Ausserdem legte er ihm nahe viel zu kiffen und Sex on the Beach zu haben, das waere alles was man auf Utila machen koenne...Der alte Gauner, und sowas nennt sich Arzt :) Der Typ war echt ein Highlight, er verkaufte sogar von ihm selbst entwickelte Ohrtropfen mit seinem eigenen Konterfei und der Aufschrift "Dr. Johns legendary eardrops" auf den Flaeschchen...Angeblich waren sie aber wirklich sehr hilfreich.

Nun, zu tun gab es nicht viel, Daniel ging auf Tauchgaenge und ich...hmmm ich weiss es garnicht mehr...machte eiegntlich garnix, hier und da ein bischen Spanisch lernen, Songideen aufschreiben, Bierchen hier, Bierchen da und natuerlich schnorcheln. Es war das erste mal in meinem Leben dass ich die Unterwassewelt auskundschaftete und was mich da erwartetete war unbeschreiblich schoen, eine willkommene Abwechslung zur zum Teil sehr konfusen Oberwasserwelt der Menschen. Man sah Fische in den verschiedensten Groessen und Farben, das alles machte einen solch friedlichen Eindruck auf mich dass ich gut und gerne ein paar Monate im Wasser haette bleiben koennen.

Die Woche die wir auf der Insel verbrachten (Ich glaub es war eine Woche) war lenzen pur, das einzige was es auf Utila zu tun und zu reden gab war: Tauchen. Da war ich aussen vor, denn obwohl die Bay Islands der billigste Ort auf der Welt sind um zu tauchen, war ich einfach zu Pleite... Doch schon fuers Schnorcheln hat sichs dicke gelohnt dorthin zu fahren.
Ein paar mal gingen wir in einer der Bars feiern (Beerbong saufende Australier und local Messerstecher) ansonsten chillten wir mit den Tauchlehrern (Kanadier, Amis und Australier) und zwei Oesterreichischen Maedels die jedoch auf die Dauer sehr anstrengend, weil aengstlich und notorisch empoert, waren.

Apropo aengstlich: An der ein oder anderen Stelle haette uns ein bischen mehr Aengstlichkeit sicherlich nicht geschadet, dazu an dieser Stelle eine kleine Anekdote...Enjoy it :

Es ist 22 Uhr und ca. 33 Grad Aussentemperatur, wir sehnen uns nach einem kuehlen Bier und laufen die Hauptstrasse entlang (Im Prinzip gibts nur eine Strasse) die um diese Uhrzeit sehr belebt ist.

Ein Eindruck von der Strasse, leider ein sehr schlechtes Foto

Tatort.JPG

Da finden Dominoturniere statt die durchaus die ein oder andere Schlaegerei verursachen koennen, Maedchen bieten ihre Koerper und Krankheiten fuer billig Geld an, Checker checken um die Wette wem sie ihre Drogen verkaufen koennen und zwei zerstochene und schwitzende Gringos sind auf der Suche nach Bier und Gesellschaft. Ein Mitzwanziger spricht uns an, ganz freundlich, ganz vertrauenswuerdig:

- "Hey, Lust aufn Bier und bischen Fussball schaun auf der Terasse?"
- "Klar, klingt gut!"

So laufen wir mit ihm zu seinem Haus, unterhalten uns dort ueber unser Herkunftsland, Sport, naja Standartthemen halt, er erzaehlt viel von seiner davongelaufenen Frau, seinem davongelaufenen Sohn, seinen gestrandeten 10 Kilo Kokain, seinem Angebot an uns viel Geld damit in Deutschland zu machen und so langsam Fragen wir uns ob auch sein Gehirn davongelaufen sei.
Nun, der Typ hat sie nicht alle, will uns aber nichts, denken wir uns, das Bier schmeckt und kuehlt ab und Fernsehn is auch ganz nett. Ab und zu geht er in sein Hinterzimmer und raucht etwas was nicht nach Gras riecht...Not our Bussinnes... das Bier schmeckt (Wir hattens auch bezahlt). Zwischendrin gibt er Befehle an seinen kleinen Crackbruder und schickt ihn irgendwohin, beschimpft ihn aufs derbste dass er sich beeilen solle nur um uns kurz danach weiss zu machen wie eng ihre Freundschaft sei. Da ist noch dieses Maedchen welches die ganze Zeit halb zitternd auf irgendetwas wartet und sich liebend gerne ####, bitch, #### usw. nennen laesst.
Er ruft mich zu sich, ich solle in sein Hinterzimmer kommen...Was denn? Gibts mehr Bier? Neenee...Crackpfeife!!! Er haelt seinen dreckigen Mund vor meinen Kopf und blaest mir den dreckigen Rauch aus seiner dreckigen Pipe direkt in meine saubere Fresse...Wooooow, nee das gefaellt mir nicht: "Lass mal langsam gehn". "Ja, warten wir noch ein bischen, machen wirs hoeflich"... alles klar.
Jetzt klopft es an der Tuer....und traraaa, da steht ein Polizist der genauso auf Crack zu sein scheint wie unser vertrauenswuerdiger Freund Jason.

Ich ganz ruhig und freundlich: "Buenas Noches, que hay?"

Er zu Jason: Schnelles spanisch, unverstehbar, aber leicht aggressiv.

Jason zu uns: "Er sagt dass er gehoert hat, dass hier Touristen Drogen konsumieren"

Ich zu mir selbst: "Darauf hab ich gewartet du phucking Knilch".

Und zu Jason: "Na und, was hat das mit uns zu tun?"

Jason zu mir: "Hey, wir sind hier zusammen drin, du hast auch Crack geraucht, wir gehn wenn dann zusammen in den Knast".

Ich zu mir selber: "Woooooooow, Knast in Honduras?"

Der Bulle faengt an uns zu durchsuchen und zieht mir irgendeinen Fetzen aus der Tasche der mir wohl zuvor von Jason zugesteckt worden war, die Tatsache dass er auf meine Fragen nicht antwortet und nur mit Jason redet, welcher wiederrum, sozusagen als Dolmetscher, mit uns redet und sagt was wir zu tun haetten, macht mir klar dass es hier nicht um Drogen oder Knast geht sondern lediglich um zwei einfaeltige Junkies und zwei planlose Europaeer mit Geld.

Er findet noch die von Jason gut platzierte Crackpipe und ein kleines Tuetchen mit Resten die ihm Beweise genug sind uns fest zu nehmen. Zur falschen Zeit mim falschen Mann im falschen Haus denk ich mir.
Nun ja, Jason erklaert uns wir koennen natuerlich auch 200 Dollar zahlen und alles waere gut...200 Dollar??? Nee nee, hoechstens 200 Pfund in dein Gesicht zu Pfeife.
Der Bulle droht uns (ueber Jason) damit, dass er zur "Immigration" gehen wuerde und wir niemehr Honduras verlassen koennten...Ich denke mir: "Whooooow, Immigration!?! Du scheiss Versager, ich ruf bei der Botschaft an und du bist deinen Job los", sprech es aber nicht aus. Haette ich blos die Botschaft erwaehnt, das zieht immer, aber sein Knueppel und die Gun halten mich davon ab, ich will nichts riskieren.

- "Nun, wir haben nur 25 Dollar dabei, die koennen wir zahlen"...

Super Angebot oder? Der Bulle willigt ein, mit der Bedingung dass wir den Rest am naechsten Tag zahlen...

- "Na sicher, klar klar, morgen gibts den Rest".

Er schreibt sich noch unsre Namen auf und droht ein zweites Mal die "Immigration" zu kontaktieren falls wir morgen nicht den Rest zahlen...

"Ja, wissen wir, morgen gibts den Rest".

Puuhhh, wir sind draussen und der kommt morgen sicher nicht wieder, klassischer Touriabripp, mehr nicht.

Doch am naechsten Tag steht tatsaechlich der Bulle, zusammen mit Jason und seinem Crackbruder, vor der Tuer und meint er koennte uns noch mehr abschroepfen.

- "Wir muessen erst zur Bank, ham nix Bar, kommt spaeter nochmal".

Der "Crackbruder" schreit aggressiv auf Daniel ein, dass er nicht fuer ihn in den Knast gehe und gefaelligst Geld sehen will, ansonsten.....Guter Schauspieler.

Nun, das reichte, anstatt zur Bank gehn wir straight zum Buergermeister, erklaeren ihm die Lage, dass wir nichts verbrochen haben und fragen ihn was am besten zu tun sei?

- "Should we leave the island? Are they gonna be a danger for us?"

- "Noooo, donna lieave, dem Criackhiaeads shiall not diestruoy da tiourism, we gwaaant u hiere, donna ciare bout diem aaaand pliease avoid tialkin to dem, aaaaaaaiiiight?"

- "Aaaaaaiiiight, thanx mayor" :)

Er macht einen kurzen aber sehr bstimmten Anruf bei der Polizeistation und gegessen is die Sache.

Jedesmal danach wenn der Bulle uns danach ueber den Weg lief schaute er ganz verschaemt nach unten, der Crackjason gab noch ein paar dumme Sprueche zum besten, war aber offensichtlich noch frei. 25 Dollar fuer eine gehoerige Portion Adrenalin...So ne Scheisse ;)
Von anderen Gaesten im Hostel wurden uns aehnliche Storys erzaehlt und so gut wie jeder hatte seine Probleme mit "Criackhead" (Sein Spitzname auf der Insel) gehabt so fuehlten wir uns nicht ganz so verarscht.

Das witzige war, am naechsten Tag schlug ich die lokale Zeitung auf und wen sehe ich? "Criackhead" mit seiner Bande bei den Feiern zum Independence-Day. Daniel liess es sich nicht nehmen und fotografierte das Bild ab so dass ihr nun sehen koennt wie "Criackhead" und seine Bande aussieht. Voila :)

Das Freundchen hinten links und der Knilch davor waren die beiden Crackbrueder
Dreckspack.jpg

Da Daniel nicht ins Wasser durfte und es auf der Insel wirklich nichts zu tun gab was nicht mit "Ins Wasser gehn" zu tun hatte, entschieden wir uns langsam unsre Sachen zu packen. Nach dieser so gut wie beschaeftigungslosen Woche auf Utila (Mein Wunsch etwas zu schaffen zu haben wurde hier wohl auch nicht so ganz befriedigt) in der wir uns mit Sonne volltankten und fast so braun wurden wie die Einheimischen, hatten wir vor, so schnell und weit wie moeglich nach Sueden zu kommen. Wir suchten uns Granada in Nicaragua als naechstes Ziel aus, eine alte Kolonialstadt am Lago de Nicaragua. Leider gab es keine Moeglichkeit diese Strecke innerhalb von einem Tag zu bewaeltigen und so entschieden wir uns in Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras, zu uebrnachten und am naechsten Morgen weiter nach Nicaragua zu fahren...Wie sich spaeter herausstellen sollte eine sehr gute Entscheidung.

P.S: Man verzeihe mir bitte meinen teilweise etwas sarkastischen Schreibstil, doch das ist hier manchmal die einzige Moeglichkeit mit bestimmten Begebenheiten fertig zu werden.
Der Blog wird bis Weihnachten auf den neusten Stand gebracht, sozusagen als Weihnachtsgeschenk, das heisst ich klemm mich fuer Tage hinter den PC und schweife in Travelerinnerungen. Wuerde mich echt sehr freuen wenns mal wieder ein paar Comments von euch gaebe. Da kommt ja garnix mehr :(

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Antigua tag:travellerspoint.com,2006-11-20:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=23&entryid=31676 2006-12-22T03:26:40Z 2006-11-20T20:46:06Z Die Fahrt nach Antigua dauerte grad mal 4 Stunden und als wir nach Antigua reinfuhren hatten wir ein kleines Dejavue, die Stadt sah aus wie San Cristobal, nur etwas kleiner. Die Kirchen, die Haciendas mit den Innengaerten, der Parque Central, das alles errinnerte uns sehr an San Cris, mit dem Unterschied dass die Stadt weitaus kleiner war, die Gassen nicht ganz so eng und die Buergersteige nicht ganz so hoch. ... Die Fahrt nach Antigua dauerte grad mal 4 Stunden und als wir nach Antigua reinfuhren hatten wir ein kleines Dejavue, die Stadt sah aus wie San Cristobal, nur etwas kleiner. Die Kirchen, die Haciendas mit den Innengaerten, der Parque Central, das alles errinnerte uns sehr an San Cris, mit dem Unterschied dass die Stadt weitaus kleiner war, die Gassen nicht ganz so eng und die Buergersteige nicht ganz so hoch.

Antigua Gate.jpg

Calle Antigua.jpg

In San Pedro hatten wir einen Guetemalteke kennengelernt der in Antigua ein Guesthouse besitzt, wir riefen ihn an und 10 Minuten spaeter schlugen wir im "El viejo danes" auf, seinem kleinen aber sehr gemuetlichen Guesthouse mit Dachterrasse und Blick auf den Volcano Antigua.

Antigua Terrasse.JPG

Antigua Volcano.JPG

Wir waren nach Antigua gekommen um uns nach Arbeitsmoeglichkeiten umzuschauen, einige Organisationen hatten dort ihren Hauptsitz und wir waren uns sicher dass jeder von uns dort etwas passendes finden wuerde doch leider gestaltete sich das ganze als etwas schwieriger als erwartet.
Viele Projekte verlangten Geld (unverschaemt viel Geld) und bei anderen wurde uns von Volunteers abgeraten dort anzufangen weil ihre Leiter mehr an Profit und kleinen Maedchen interessiert seien als an sinnvoler Arbeit. Ich schrieb noch etliche Projekte an doch entweder war mein Spanisch noch nicht gut genug, sie hatten momentan keinen Bedarf an Volunteers oder sie suchten nach Personen mit "medical skills", auf jeden Fall wurde mir klar dass ich dort nicht das finden wuerde nachdem ich suchte, das sah oft mehr nach Elendstourismus aus wo man ein bischen Armut gezeigt bekommt, seine Betroffenheit zeigen kann und hier und da auch mal was anpacken kann um sich gut zu fuehlen. Ich will nicht alle Projekte in Guatemala schlechtreden, es gibt dort sicher auch gute Entwicklungsarbeit aber ich hatte nicht so einen guten Eindruck von dem was ich sah.

Die darauffolgenden anderthalb Wochen nutzten wir um Geld zu sparen, wir kochten uns unser Essen selber, gingen ein paarmal feiern, schauten fern und hingen sonst mit der Clique von Edgar dem Guesthousebesitzer rum, allesamt lustige Zeitgenossen in unserem Alter von denen erstaunlicherweise die meisten schon einmal in Europa waren. Daniel machte noch eine Tour zum Volcano Pacaya wo er fliessende Lava aus 2 Meter Entfernung bestaunen konnte.

Ansonsten gab es nicht viel zu tun, wir machten das was jeder Einwohner von Antigua so macht wenn er nicht arbeitet und tauchten ein wenig im Stadtleben unter, wir hatten genug von den Touriangeboten und verbrachten unsere Zeit hauptsaechlich rumlenzend und mit langen Nerdballsessions. Daniel legte ziemlich gut vor und hatte zwischenzeitlich 15 Siege mehr auf dem Konto...Zwischenstand Antigua 26 zu 14 Siege.

Antigua war zwar eine wunderschoene Stadt, ausserlich wohl etwas schoener als San Cris, aber irgendwie war uns das alles schon aus San Cris bekannt, mit dem Unterschied dass die Szene dort weitaus interessanter und vor allem groesser war. Hier gab es keine Zapatistas, keine vergleichbar guten Musikbars und kein Na Bolom, so wollten wir ziemlich schnell wieder weiterziehen.
Daniel entschied sich dazu einen Abstecher nach Monterico an der Pazifikkueste zu machen und dort den schwarzen Strand zu bestauenen waehrend ich noch ein paar Tage sparen wollte und dann weiter in Richtung Honduras oder El Salvador ziehen wollte um dort nach Arbeit ausschau zu halten.
Monterico war jedoch dermassen haesslich dass Daniel schon nach 3 Tagen wieder in Edgars Guesthouese ankam wo er mich noch antraf und so waren wir wieder zu zweit.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich unser anfaenglicher Plan als gescheitert herausgestellt und musste radikal abgeaendert werden.
Ich wurde von einer Freundin aus Peru an ein Projekt vermittelt bei dem ich sicher sein konnte dass es etwas fuer mich ist und entschied mich dazu, mir noch ein paar Highlights in Central Amerika anzuschaun, mich dann jedoch ziemlich zuegig in Richtung Lima zu bewegen. Daniels naechstes Ziel war es einen guten Tauchspot an der Karibikkueste zu finden von denen es viele gibt, es standen Belize, Guatemala und Honduras zur Auswahl.

Da wir etwa die gleiche Richtung hatten, entschieden wir uns dazu, erstmal noch zusammen weiterzutraveln und suchten uns die Bay Islands in Honduras als naechstes Ziel aus. Daniel weil er dort die billigsten und trotzdem mit die besten Tauchspots hatte und ich weil ich dort viel Zeit und Ruhe hatte um Songs zu schreiben und Spanisch zu lernen. Wir machten einen Zwischenstop in Chiquimula, einer Handels,-und Industriestadt in der Naehe der Grenze zu Honduras aus der es nicht viel zu erzaehlen gibt ausser, dass es dort so schwuel und heiss war wie nie zuvor, was auch auf die Chicas zutraf...Von dort aus wollten wir dann ueber die Honduranische Grenze ins nahgelegne Coban fahren um uns ein letzes Mal Mayaruinen anzuschauen.

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Lago de Atitlan tag:travellerspoint.com,2006-11-13:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=21&entryid=30556 2006-11-23T01:16:59Z 2006-11-13T22:02:02Z Der naechste Stop den wir uns ausgesucht hatten war der Lago de Atitlan in Guatemala, eigentlich hatten wir vorgehabt noerdlich nach Guatemala reinzufahren und einen Zwischenstop bei den Ruinen von Tikal zu machen aber wir hatten Zeit verloeren und die Spanischschule war erstmal das wichtigste. Wir hatten uns sagen lassen, dass in San Pedro de la Laguna die billigsten Spanbischschulen seien und die Tatsache dass wir so wieder eine Weile am Wasser sind kam uns nur gelegen. Wir liessen uns ... Der naechste Stop den wir uns ausgesucht hatten war der Lago de Atitlan in Guatemala, eigentlich hatten wir vorgehabt noerdlich nach Guatemala reinzufahren und einen Zwischenstop bei den Ruinen von Tikal zu machen aber wir hatten Zeit verloeren und die Spanischschule war erstmal das wichtigste. Wir hatten uns sagen lassen, dass in San Pedro de la Laguna die billigsten Spanbischschulen seien und die Tatsache dass wir so wieder eine Weile am Wasser sind kam uns nur gelegen.
Wir liessen uns bis zum Grenzuebergang La Mesilla bringen, mussten dort aussteigen, unsere Paesse stempeln lassen, ueber die Grenze laufen und auf der Guatemaltekischen Seite mit einem anderen Bus weiterfahren. Das ganze lief wie geschmiert und dauerte eine knappe Stunde...Wir hatten schlimmeres gehoert und erwartet.
Abends kamen wir in Panajachel an und schauten uns die naechsten darauffolgenden 2 tage ein bischen am See um.
Der See war wirklich wunderschoen, umgeben von 3 Vulkanen, von denen man 2 immer im Blickwinkel hatte, liegt er sehr ruhig in einer Berglandschaft und erschafft irgendwie eine ganz besondere Atmosphaere. Aldous Huxley schrieb ueber diesen See: "Der schoenste Fleck auf Gottes Erden"...Damit wird er wahrschienlich Recht haben.
Die Stadt Panajachel wird von den Locals auch haehmisch "Gringotenango" genannt weil es dort von Touristen nur so wimmelt und auch einige Gringos dort wohnen. Abends gingen wir mit einem australischen Farmer, der sich seine Zeit mit Boxkaempfen gegen Kaengurus vertreibt, Bier trinken und liessen uns im Anschluss von einem ansaessigen und sehr freundlichen Franzosen auf ein paar Drinks und Shrimps einladen. Er erzaehlte uns alles ueber Guatemala was wichtig zu wissen ist und klaerte uns ueber ein paar Verhaltensregeln auf was Vulkantouren und aehnliches angeht. Z.B: "Never go without a guide, either u pay for a guide or u pay for an asshole, assholes are much more expensive and u even may have to pay with ur life".

Hier ein paar Eindruecke von Pana

Panajachel.JPG

Viel zu tragen.jpg

Volcano.JPG

Panajachel war fuer uns nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach San Pedro und wir hatten am 2. Tag schon genug davon. Wir nahmen uns ein kleines Schiff ueber den See nach San Pedro und mieteten uns im Hostel San Francisco ein, welches direkt neben der Schule lag die wir uns ausgesucht hatten. Fuer 2,50 die Uebernachtung bekamen wir ein schoenes Zimmer mit Terasse, Seeblick und Haengematten...Beste Vorraussetungen um Spanisch zu lernen.

Die Dachterasse

San Pedro.JPG

Unser Zimmer im LSD-Design

Zimmer San Pedro.jpg

Die Spanischschule bestand aus einem Haus indem der Empfangsraum, das Buereau und die Toiletten waren, 4 kleinen Pavillons mit Strohdaechern wo der Unterricht stattfand und einem grossen Garten wo die Familie welche die Schule betrieb Obst und Gemuese anpflanzte.

Spanischschule.JPG

Der leiter der Schule war ein Guatemalteke in den 30ern der die definition von freundlich war und so deutlich und langsam Spanisch sprach dass es uns so vorkam als ob sie in Mexico eine andere Sprache gesprochen haetten.
Wir bekamen beide unsere Lehrerinnen zugeteilt und es konnte losgehn. Daniel wurde von der Frau des Schulleiters unterrichtet und ich bekam seine kleine Schwester als "Maestra". Der Unterricht war sehr gut und man lernte schneller als erwartet. Dass meine Lehrerin nicht wirklich englisch konnte kam mir nur gelegen, so musste ich ins kalte Wasser springen und einfach Spanisch sprechen, was oft sehr witzig war da ich die Dinge sehr unkonventionell ausdrueckte, meine "Maestra" konnte sich teilweise vor Lachen nicht auf dem Stuhl halten. Sie war dermassen liebenswuerdig und huebsch dass ich mehr Interesse an ihr hatte als an der Grammatik aber ich glaube das kam dem Lernen eher entgegen. Ab der 3. Stunde war es mehr ein Gespraech als eine Unterrichtsstunde, ich klaerte sie u.a. ueber den Unterschied zwischen Nazideutschland und Sovjetunion auf und sie erzaehlte mir von den 23 verschiedenen Mayasprachen (Von denen jedoch nur noch 12 gesprochen werden), den verschiedenen Staemmen, ihren Ritualen und ihrer Geschichte. Sie fragte mich ueber alles aus, Religion, Politik, Geschichte, Musik...Alles. Einmal kam sie sehr verschlafen und mit einer Beule zum Unterricht und als ich sie fragte was los sei erzaehlte sie mir verlegen von ihrem Ehemann der Alkoholprobleme hat und gestern mal wieder betrunken nach Hause kam. Wie konnte er so ein huebsches Maedchen schlagen der Hundesohn?

Die Zeit in San Pedro war sehr "Tranquilo", ausser lernen, essen und lenzen gab es nicht viel zu tun, es waren zwar einige Traveller in der Stadt und es gab einige Sportsbars und Clubs wo wir uns Championsleauge-Spiele anschauen konnten aber irgendwie war das alles nicht so spannend. Erwaehnenstwert ist noch der "Dia de Independenzia" an welchem den ganzen Tag Marschgruppen, Kirchenvereine, Schuelklassen und Senioreenrepresenter durch die Strassen liefen, trommelten, marschierten und tanzten, einige waren verkleidet oder fuehrten ihre Trachten vor aber sie schienen nicht allzu viel Spass bei der Sache zu haben. Jede halbe Stunde kam so ein Trupp vorbeimarschiert und je spaeter es wurde desto mueder und gelangweilter sahen sie aus.

Independenzia.JPG

Da wir eine Beschaeftigung brauchten, erfanden wir unser Travelgame "Nerdball": Man nehme einen Muelleinmer, eine Tasche oder etwas Beliebiges mit Oeffnung, stelle sich 4 Meter davor auf und werfe einen Hackisack-Ball hinein. Jeweils zehn Wuerfe und wer davon mehr trifft hat den Satz gewonnen. Wer mit 2 Saetzen fuehrt hat das Spiel gewonnen. Der Name ruehrt daher dass man sich nach einer Weile schon sehr wie ein Nerd vorkommt :) Wer nicht weiss was ein Nerd ist, der denke an einen Bierdeckelsammler oder Dartprofi ;)

Nachdem wir in San Pedro unser Spanisch aufgepimpt hatten waren wir bereit weiter zu ziehen. Das Geruecht dass in San Marcos de la Laguna (Auch am Lago Atitlan) eine "ganz besondere Energie" herrscht zog uns fuer eine Nacht dorthin, die Energie war aber nicht sehr viel "besonderser" als in San Pedro auch, ausser dass es dort ein paar Meditationszentren gab. Daniel nahm noch an einer wohl recht enttaeuschenden Meditation teil und wir entschieden uns dazu, den wunderschoenen und wirklich sehr besonderen Lago de Atitlan zu verlassen.
Es wurde dringend Zeit endlich mit dem Arbeiten anzufangen und Antigua ist in Guatemala wohl die Hauptstadt der Volunteer-Worker, so waehlten wir uns diese Stadt als naechstes Ziel aus...Back on the road.

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San Cristobal de las Casas Pt .2 tag:travellerspoint.com,2006-11-07:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=20&entryid=28259 2006-11-23T01:07:39Z 2006-11-07T20:52:06Z Puta Madre, der Blog ist ja ganz schoen verkommen, wird hoechste Zeit dass der Mal wieder ein bischen aufgefrischt wird denn es ist ziemlich viel passiert in den letzten Wochen. Um ehrlich zu sein sind wir weit von unserem Zeit,- und Routenplan abgekommen und die Dinge haben sich etwas anders gestaltet als erwartet...Aber das bedeutet nur positives. In diesem Augenblick sitze ich in Honduras auf Utila/Bay Islands in einem Zimmer mit Riesenfenster welches direkt uebers Meer gebaut ist...Aber dazu spaeter. Erstmal ... Puta Madre, der Blog ist ja ganz schoen verkommen, wird hoechste Zeit dass der Mal wieder ein bischen aufgefrischt wird denn es ist ziemlich viel passiert in den letzten Wochen. Um ehrlich zu sein sind wir weit von unserem Zeit,- und Routenplan abgekommen und die Dinge haben sich etwas anders gestaltet als erwartet...Aber das bedeutet nur positives.

In diesem Augenblick sitze ich in Honduras auf Utila/Bay Islands in einem Zimmer mit Riesenfenster welches direkt uebers Meer gebaut ist...Aber dazu spaeter. Erstmal eine kleine Zusammenfassung von dem Zeitpunkt an an dem ich aufgehoert habe. San Cristobal de las Casas, Na Bolom...Ach ja, geil :)

Das Na Bolom war ein Museum fuer Maya-Kunst, ein Guesthouse, ein Park, eine Pitakueche, eine Party-Location, ein Arbeitsplatz, ein Kuenstlertreff und ein Schnittpunkt zwischen Maya,- und westlicher Kultur. Es war ein Komplex. Gefuehrt wurde das ganze von "Chip", einem 60 Jahrigen Amerikaner der seit ueber 30 Jahren in San Cris lebte, 7 verschiedene Indigena-Sprachen sprach, Dokumentationen fuer den Discovery-Channel vorbereitete, Kontakten zu den umliegenden Mayadorfern herstellte, Kunsthandwerk anfertigte und vieles mehr. Im Haus hielten sich ausser den Gaesten immer mindestens 3 Mayakinder auf die hier Unterricht bekamen und auch kuenstlerisch taetig waren. Eingefuehrt wurden wir von Diamond, der Rastamann der auf einem der Fotos im ersten San Cris-Bericht zu sehen ist, dem selbsternannten und legitimen "Millenium-Pimp" und Rastamissionar in Mexico. Er wurde zu unserem grossen Bruder und Menthor und lehrte uns taeglich an die 5 Lektionen fuers Leben. Die 3 Wochen in denen wir dort wohnten verbrachten wir viel Zeit im Haus weil dort eigentlich alles war was man brauchte. Wir hatten beide ein grosses Einzelzimmer mit Blick in einen wunderschoenen Blumengarten und waren mit Carlos dem Pitabaecker und seiner Freundin Diana, Diamond dem Pimp, Jenny der Powerfrau aus New York, Chip dem "Weisen", den 4 Haushunden und ihren Welpen und allen moeglichen Gaesten die ein und ausgingen in bester Gesellschaft.

Na Bolom.jpg

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Daniel nahm in den ersten Tagen an einem Reiki,- und Synergetik-Seminar bei dem erwaehnten englischen "Guru" teil, von dem er jeden Tag aufgepumpt mit Energie zurueckkam und ich setzte mich oft mit meiner Gitarre in den Garten und schrieb an meinen Songs weiter. Die Mayamaedchen sassen stets kichernd dabei, schenkten uns Maiskolben und machten uns ueber drei Ecken Heiratsantraege. Wir lernten Diamonds Band kennen und konnten von nun an immer in deren Proberaum wo wir die ein oder andere Jamsession mit Diamonds unglaublich gutem Bassisten hatten und machten Touren zu den nahgelegenen Wasserfaellen "El Chiflon", der Seengruppe "Lagos de Montebello" und durch den "Canon del Sumidero". Ausserdem besuchten wir noch das Mayadorf "Chamula", diesmal ohne Pferd und ohne Zoogefuehl. Vor allem die Kirche dort ist erwaehnenswert. Die Kirche von Chamula, wo es etwas anders ablaeuft, wo Katholizismus und alte Mayarituale vereint sind. Die Kirche war durchaus gross, mit einer Kapazitaet fuer bestimmt 400 Menschen, und war nicht bestuhlt. Der Boden war mit Stroh ausgelegt und dazwischen standen tausende von Kerzen (Brandschutz? Ach was! ;)). Zwischen den Kerzen sassen grosse Familien und beteten, flehten und beschwoerten was das Zeug haelt, viele in offensichtlicher Trance. Alle hatten sie Unmengen an Sotdrinks, starken Likoeren, Puppen und Suessigkeiten dabei, ausserdem lebende Huehner in Plastiktueten...Opfergaben eben :). Und sie waren offensichtlich schwer darum bemueht, mit Hilfe von Coca-Cola, laute Ruelpser von sich zu geben, wie wir spaeter herausfanden um Daemonen aus sich zu jagen. Hier und da wurde dann auch noch ein Huhn gekoepft. An den Waenden standen wie in jeder anderen Kirche Figuren der 12 Apostel, wurden aber deutlich ernster genommen als bei uns was man an sich vor ihnen niederwerfenden Maennern sah...Unvergesslich das ganze.

Nachst gingen wir im Nachtleben von San Cris unter, sahen 10-Mann Skabands auf 8 Quadratmeter-Buehnen die unglaublich gut waren und wirklich in jede noch so kleine Bar reinpassten. Daniel liess sich von unserer Mitbewohnerin Jenny private Lapdances geben und ich liess mir von dem Barmaedchen im Madre Tierra Salsa beibringen...Mit maessigem Erfolg ;)
Insgesmat ein wunderschoene Zeit, wir fanden im Na Bolom richtig gute Freunde und ich haette dort wirklich noch Jahre bleiben koennen aber da es zu dem Zeitpunkt keine Volunteermoeglichkeiten gab und wir mittlerweile fast 5 Wochen in der Stadt waren mussten wir mal ans Weiterfahren denken. Guatemala und Spanischschule warteten, vor allem letzteres war bitter noetig. Wir verabschiedeten uns noch von der Bande aus dem ersten Hostel, liessen einige uberfluessige Kleidungsstuecke dort und verliessen schweren Herzens diese Stadt, es gibt noch so viel darueber zu erzaehlen.

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Lebenszeichen tag:travellerspoint.com,2006-09-17:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=18&entryid=24374 2006-09-17T22:40:52Z 2006-09-17T22:40:52Z Servus, wir sind jetzt seit anderthalb Wochen in Guatemala am Lago de Atitlan und absolvieren hier einen Spanisch-Kurs, hier ist es wunderschoen und wir fuehlen uns immernoch genauso sicher wie in Chiapas. Es wird noch ein bischen dauern bis ich den naechsten ausfuehrlichen Bericht reinstelle, wollt nur kurz ein kleines Lebenszeichen geben. Liebe Gruesse ... Servus, wir sind jetzt seit anderthalb Wochen in Guatemala am Lago de Atitlan und absolvieren hier einen Spanisch-Kurs, hier ist es wunderschoen und wir fuehlen uns immernoch genauso sicher wie in Chiapas. Es wird noch ein bischen dauern bis ich den naechsten ausfuehrlichen Bericht reinstelle, wollt nur kurz ein kleines Lebenszeichen geben.

Liebe Gruesse

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San Cristobal de Las Casas tag:travellerspoint.com,2006-09-01:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=17&entryid=22473 2006-11-22T18:04:03Z 2006-09-02T01:24:35Z Wir sind jetzt seit knapp 3 Wochen in San Cristobal und haben ein paar Mal unser Guesthouse gewechselt. Es ist sehr viel passiert in dieser Zeit, zu viel fuer ein Bericht deshalb teil ich ihn zwei Teile auf. Als wir in unser erstes Guesthouse eintraten wurden wir von zwei halbwachen Jugendlichen empfangen die im Empfangsraum auf der Couch lenzten und eine Weile brauchten bis sie bemerkten, dass jemand hereingekommen ist. Wir fragten sie nach "Dormitorios" (Gruppen-Schlafraeume) weil wir vorhatten mal ein ... Wir sind jetzt seit knapp 3 Wochen in San Cristobal und haben ein paar Mal unser Guesthouse gewechselt. Es ist sehr viel passiert in dieser Zeit, zu viel fuer ein Bericht deshalb teil ich ihn zwei Teile auf.

Als wir in unser erstes Guesthouse eintraten wurden wir von zwei halbwachen Jugendlichen empfangen die im Empfangsraum auf der Couch lenzten und eine Weile brauchten bis sie bemerkten, dass jemand hereingekommen ist. Wir fragten sie nach "Dormitorios" (Gruppen-Schlafraeume) weil wir vorhatten mal ein bischen Geld zu sparen und einer von den beiden schleppte sich durchs Haus und zeigte uns die Zimmer.

Das war unsere Schlafstaette fuer die naechsten 8 Tage

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Die Kollegen waren zwar nicht so ganz im Hier und Jetzt aber das Haus schien gediegen zu sein und wir entschieden uns dazu, ein paar Naechte hier zu bleiben. Wir wurden gefragt woher wir kaemen und sofort wurd eine deutsche Freundin herbeigerufen die schon seit Monaten in der Stadt ist und auch nicht viel wacher wirkte als die Jungs...es war etwa 18 Uhr. Es war nicht so ganz klar wer hier der Boss war, gibt es ueberhaupt einen? Alle machten den Eindruck als ob sie zum Haus gehoerten aber keiner machte den Eindruck, dass er ansprechbar ist. Da stimmte doch etwas nicht, dachten wir uns, das war mehr als nur Siesta, auf was fuer Drogen sind die? Wir wurden auch gleich gefragt, nicht OB wir Drogen wollen sondern WELCHE es denn sein sollen...nee nee, lass mal Amigo.

Wir wachten auf und wurden von einem 12 jaehrigen Rastamann im Hof empfangen der uns als erstes auf Englisch Fragte ob wir seine X-Men Comics sehen wollen...klar, cool, lass mal sehen. Seine Mutter stand in der Kueche und bereitete das Fruehstueck vor. Sie fuehrte uns noch ein zweites Mal durchs Haus, diesmal vollstaendig, klaerte uns ueber die Hausregeln auf und machte klar dass wir nie, nie, nie jemand anderem die Miete bezahlen sollen als ihr. Alles klar, sie war hier der Boss. Und sie war es wirklich, eine tolle Frau, bildhuebsch, mit Dreadlocks fast bis in die Huefte und einer Ausstrahlung wie Tracy Chapmann. Sie war mit ihrem Sohn aus den Staaten hergekommen, und geblieben. Wir assen zu Fruehstueck, lernten ein paar andere Gaeste kennen und wollten dann endlich die Stadt auskundschaften gehen.
Als wir vor die Haustuer traten stand sofort die Bande von gestern um uns herum, empfing uns mit "Doischlaand" rufen und war wie wild darauf aus uns die Stadt zu zeigen...diesmal hellwach. Alles klar ihr Gauner, dann mal los.

Singend durch die Gassen. Vorbei an alten Kirchen, Buddhistischen Zentren, Tatoo-Shops, Musiklaeden, unzaehligen Restaurants (Von Falafel ueber Indisch bis Italienisch ALLES im Angebot), Metzgern, Obstlaeden und allen moeglichen anderen Ramschlaeden.

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Die Stadt besteht, ausser einer zweispurigen Durchgangsstrasse, ausschliesslich aus Einbahnstrassen, welche nie breiter als 10 Meter sind und gesaeumt sind von sehr schmalen, dafuer aber teilweise bis zu einem halben Meter hohen Gehsteigen. Direkt an die Gehsteige grenzen die Hausfassaden an, durch deren Eingaenge man in praechtige Innenhoefe und Gaerten schauen kann in denen sich hier die Haelfte des Lebens abspielt.

Wir liefen mit den Jungs durch einen Markt von dem jeder Regisseur traeumt wenn es um Verfolgungsjagten geht. Enge Wege die gesaeumt waren von allen Waren die man sich vorstellen kann. Huehner, Liegestuehle, Kaffekannen, alles. Ich hielt Ausschau nach einer billigen Gitarre. 28 Euro...zack, gekauft. Und sie klingt akzeptabel. Ja Mann, Endlich Musik machen, es kann losgehen.
Die Jungs fragten uns sofort ueber Musik aus, was fuer Instrumente wir spielen, was wir am liebsten hoeren und was in Deutschland so laeuft. Sie waren ausser sich als wir erzaehlten dass wir beide Musik machen und sofort wurde sich zur ersten Jam verabredet. Wir setzten uns zusammen mit ihnen in ein Restaurant, liessen uns die besten mexikanischen Speisen empfehlen und unterhielten uns erstmal (so gut es ging) eine Weile ueber Musik.

Apropo Musik. Das ist definitiv einen kurzen Abschweif wert.

Aus jedem einzelnen Laden laeuft hier Musik. Ueberall Musik. Von Morgens 8 Uhr bis Abends 22 Uhr ist die Strasse voller Musik. "Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum"...kommt von Nietzsche, weiser Spruch... Und hier wird er sowas von gelebt. Jeder pumpt was er kann, Good Tune oder Bad Tune, das ist hier die Frage.

Handylaeden aus denen wilder Skapunk droehnt, Restaurants aus denen Life-Musik kommt und Zigaretten-verkaufende Apotheken die mit Soundsystems auffahren als ob Fasching waer, taeglich. Sie haben sich komischerweise als diejenigen herausgestellt die mit die freshste Mucke spielen. Von Punkrock ueber Raggaton bis Salsa, ALLES. Die Internet-Cafes spielen, wenn sie ueberhaupt etwas spielen, definitiv die schaebigste Musik, sie sind tatsaechlich dazu in der Lage Bontempi-Beats im Dauerloop laufen zu lassen.

Die Musik ist hier ewiger Begleiter im Alltag, wenn du hier laermempfindlich bist hast du verloren. Ein deutscher Durchschnitts-Spiesser der um 3 Uhr Mittags staenkert wennn Kinderlaerm von der Strasse kommt, wuerde hier ins Sanatorium einwgewiesen. So siehts aus...und damit kommen wir sehr gut klar. Ueberhaupt, die ganze Geraeuschkulisse in der Stadt ist aussergewohnlich. Gaswagen die die Deckel der Flaschen (Oder was das auch immer ist) ueber die Strasse schleifen und damit lautstark auf sich aufmerksam machen und Wasserwagen, Eiswagen und Pizza-Werbe-Kaefer die durch die Strassen fahren, ihre Waren anbieten und dabei mit ihren "Soundsystems" die ulkigsten Geraeusche machen.
Jetzt versteh ich erst die ganzen Hintergrundgeraeusche auf den Manu Chao Alben, er hat hier vor seinem Clandestino-Album ein paar Jahre Strassenmusik gemacht, das hoert man an jeder Ecke. Der perfekte Soundtrack fuer diese Stadt. Sehr gut.
Eine andere Sache die zwar keine Musik ist, aber definitiv zur Geraeuschkulisse mexikanischer Staedte gehoert, sind die Boeller die hier von morgens bis...morgens...gezuendet werden. Stellt euch vor, dass das ganze Jahr ueber so viel Boeller gezuendet werden wie bei uns an den beiden Tagen vor und nach Sylvester (Nein, ich uebertreibe in keinster Weise). Der Grund ist hier jedoch ein anderer. Mit den Boellern werden hier die boesen Geister vertrieben...von denen es hier viele zu geben scheint.

Die ersten paar Tage verbrachten wir mit den Kollegen vom Posada und liessen uns ins Stadleben einfuehren. Das Spanischsprechen wurde schnell leichter weil man ihm gar nicht erst ausweichen konnte. Das Haus war voller Gaeste aus aller Welt die alle Spanisch konnten, so konnte man immer jemanden auf Englisch oder Deutsch nach spanischen Woertern fragen. Es waren Mexikaner, Englaender, Kanadier, Amis, Italiener, Spanier, Franzosen, Israelis, Deutsche, Oesterreicher, Paraguayaner, Schweden und Belgier im Haus....eine deutliche Ueberzahl davon weiblich.

Wir machten am dritten Tag mit ein paar mexikanischen Touristen eine Tour in ein nahgelegenes Mayadorf....zu Pferd!!! Haetten wir das blos mal sein lassen. Die Pferde waren wohl das faulste was mir je untergekommen ist. Galoppieren? Kannste Haken.... und wenn man es versuchte schlugen sie aus.
Ausserdem war es ein etwas komisches Gefuehl hoch zu Ross und mit Sonnenbrand in dieses Mayadorf einzureiten wie in einen Zoo, sich eine Stunde lang dort aufzuhalten, ein paar Ponchos, Guertel und andere Souvenirs zu kaufen und dann wieder zurueckzureiten. Das war es nicht was wir wollten.

In den darauffolgenden Tagen fuehrte die Bande uns an die schoensten Spots um die Stadt herum und wir verbrachten die Mittage zusammen mit anderen Gaesten an Wasserfaellen, Gebirgsbaechen und Tropfsteinhoehlen, alles umsonst. Dafuer machten wir abends die Einkaeufe von denen die Jungs dann die besten Gerichte kochten.

Die Art und Weise wie die Jungs zusammenlebten war interessant. Das Haus war Treffpunkt, Ruhestaette und Arbeitsbeschaffungsmassnahme fuer eine ganze Clique. Viele von ihnen wohnten mehr oder weniger in dem Haus, passten dafuer von Mittags bis Morgens darauf auf und fuehrten die Gaeste durch die Stadt. Frueh morgens kam dann Semira die Bossin, sorgte bis Mittags fuer Ordnung in der Kueche, den Flueren und den Badezimmern und ueberliess ab 13 Uhr das Haus wieder der Bande.
Jeder von ihnen arbeitete fuer jeden und jeder teilte mit jedem. Einer machte jeden morgen 2 Stunden lang freie Yoga,- und Meditationskurse, stellte Sticker her, ging Sprayen, beschaeftigte sich mit fernoestlicher Philosophie, trank nicht, rauchte nicht und ging frueh schlafen. Ein anderer war voll in dem Rastading drin, machte Capoeira und kiffte was das Zeug haelt (nahm sonst aber garnichts ausser Fast Food zu sich). Noch ein anderer war Goldmund-Maessig unterwegs und den ganzen Tag danach aus Frauen zu finden die etwas hatten was er noch nicht kannte...kein Macho, sehr Gentlemen-like. Und ein weiterer stellte Ketten und Steinschmuck her, sang den ganzen Tag ueber traurige Lieder und rauchte Abends Crack. Verfluchte Drogen, die einzige verkackte Kultur die ueberall auf der Welt vorzufinden ist. Es zerriss mir fast das Herz, der Hermano der mir am meisten ans Herz gewachsen war, der den ganzen Tag so vital und froehlich war, war Abends nich mehr ansprechbar weil er so zugedroehnt war.
So verschieden ihre Hobbies, Einstellungen und Interessen auch waren, ihr Zusammenhalt war unkaputtbar.
Klingt irgendwie komisch aber es war dann ein beruhigender Gedanke, zu wissen, dass ein 20 jahriger Crackjunge der keine Eltern und kein Zuhause mehr hat trotzdem in der Lage ist ein einigermassen geborgenes, glueckliches und friedliches Leben zu fuehren.
Und sie hatten Kultur, aber wie. Sie kochten und assen zusammen, machten Wanderungen in die Berge, gingen auf Konzerte, spielten alle irgendein Instrument, tanzten in Tanzgruppen oder gingen irgendeiner anderen Beschaeftigung nach. Ungebildet war keiner von ihnen und sie alle waren sehr politisch. Antikapitalisten, Anarchisten, irgend sowas (So fing man sich schnell boese Blicke und Sprueche ein wenn man mit einer Coke ins Haus kam).
Man kann mit Fug und Recht behaupten dass sie mehr Kultur hatten als ein Standart-Rhein-Main-Jugendlicher ...Ist das jetzt erfreulich oder beaengstigend? Wahrscheinlich beides...Wie mans sieht!

Die erste Woche verging schnell. Wir waren meistens draussen in der Natur, hatten ausgiebige Unterhaltungen mit anderen Gaesten und sassen abends lange zusammen in der Kueche, tranken Meskal, Tequila und andere Drinks und zelebrierten das Leben, die Lust und den vermalledeiten Poebel...muy loco ;)

Hier ein paar Eindruecke von der Hausbande, wobei das laengst nicht alle sind.

Die Sippe3.JPG

Davide.JPG

Jungs.JPG

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Und damit ihr nicht vergesst wie wir aussehen :)

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Die Kult-Wand im Hinterhof

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"Natural Art"

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Ein Agressor

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Und unser Barrio

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Und dann war es wieder soweit, die naechste Krankheit. Diesmal Hardcoreschnupfen und Husten, dazu eine gute Portion Halsweh und die Stimme war komplett weg. Scheissendreck, gibts das denn? Fieber hatte ich zum Glueck keins denn das waere dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit das Denguefieber gewesen, dessen Verlauf sehr aehnlich ist. Es zieht sich nach einer fuer ein paar Tage zurueck um dann umso heftiger wieder zu kommen.

Nun ja, jetzt hatte ich wieder viel Zeit mit mir selber zu verbringen und konnte lange darueber nachdenken was mein Koerper mir mitteilen will. Ich habe ihn fuer eine lange Zeit ziemlich schlecht behandelt. Das kommt jetzt offensichtlich auf mich zurueck. Hier zeigt er mir gnadenlos wo es langgeht...gute Sache, das.

Die vielen lieben Maedchen aus England und den USA kuemmerten sich jedoch hervorragend um mich und machten mir damit die Krankheit mehr zu einem Genuss als zu einer Last...sie waren wirklich sehr lieb zu mir :)
Ich las viel, schrieb an meinen Songs weiter, jammte mit meinem kleinen Ersatzbruder (Der sinnigerweise auch David heisst;))
oder ging mit einer suessen belgischen Studentin in die Berge um mir Spanisch beibringen zu lassen.

Daniel verbrachte die Tage mit zwei israelischen Freundinnen, von denen ihm eine so sehr den Kopf verdrehte, dass er kurzzeitig ueber eine Auswanderung nach Israel nachdachte (Leben mit Frau, Kind, Haus und Hund ;)). Er machte ausfuehrliche Stadterkundungen, wurde schnell heimisch in der sehr grossen Therapeuten-Szene (Homoeopathie, Yoga, Reiki, Synergetik, Reinkarnation usw. usf.) und meldete sich fuer ein einwoechiges Seminar bei einem Guru-aehnlichen Englaender an (Dazu wird im zweiten Teil noch was geschrieben...sehr interessant).

Ueberhaupt ist die Aussteigerszene hier sehr gross, die Stadt ist voll von Aerzten, Archaeologen, Therapeuten, Paedagogen, Kuenstlern und Pizzabaeckern aus aller Welt die sich hier niedergelassen, eine Existenz aufgebaut und eine neue Heimat gefunden haben. Ausserdem gibt es ziemlich viele fluechtige Straftaeter aus den Staaten die hier her gekommen sind um ein neues, besseres Leben anzufangen. Mexico hat mit keinem Land auf der Erde ein Auslieferungsabkommen, so kommt es, dass es zum Anlaufpunkt fuer viele Menschen aus der Halbwelt wird.

Wir wollten noch abwarten bis meine Krankheit verflogen ist und dann das Posada wechseln. So herzlich und schoen es hier auch war, auf die Dauer wurde es ein bischen anstrengend mit der Bande und es war auch schwer zu verdauen, dass das Trinkgeld was man den Jungs gab teilweise in Crack investiert wurde.

Doch schon kam die naechste Krankheit auf mich zu (Ich nenn es mal Krankheit). Meine Arme, Beine und Huefte waren uebersaet mit komischen roten Punkten die hoellisch juckten. Man sagte mir es seien Bettfloehe und ich solle einfach alle meine Sachen waschen, das Zimmer wechseln und dann sei es gut. Gesagt getan, ich wechselte in ein schoenes Einzelzimmer und wartete darauf dass es vorbeiging. Doch es wurde schlimmer, mein Kopf, mein Ruecken und die Gelenke waren mittlerweile auch befallen und ich hatte so um die 5000 "Stiche" am Koerper. Es machte mich verrueckt, erstens sah es scheiss-haesslich aus und zweitens fuehlte es sich an als ob unter meiner Haut eine Ameisenfamilie dabei ist sich ein neues Reich aufzubauen. AETZEL, KRAETZEL, GEMETZEL, SO STELLE ICH MIR DIE HOELLE VOR.

Langsam wurde es Zeit ins Krankenhaus zu gehen und mal einen richtigen Arzt zu befragen. Im Krankenhaus angekommen bekam ich mit was es hier bedeutet Indigena zu sein. Der Warteraum war voll mit blutenden, stoehnenden und weinenden Mayas die unbedingt schnelle Hilfe brauchten. Das erste was ich dachte war: Das wird ne Weile dauern muessen. Doch anscheinend war ich aufgrund meiner bleichgesichtigkeit ein Mann von groesserer Wichtigkeit. Zu meiner Verwunderung wurde ich sofort in den Behandlungsraum gebeten und umgehend behandelt.

Naja, Behandlungsraum ist wohl der Falsche Begriff. Ich wurde in einem Flur auf eine Trage gelegt und musste dort erstmal zusammen mit anderen, viel schwerer verletzten Patienten, ein paar Minuten warten. Man hatte freien Blick in alle Raeume die von dem Flur aus weggingen, da konnte (musste) man dann mit ansehen wie riesige Fleischwunden genaeht wurden, Rontgenaufnahmen gemacht wurden und Elektroschocks gesetzt wurden. Nicht dass ihr mich falsch versteht, es war durchaus sehr hygienisch doch gewoehnungsbeduerftig war es allemal.
Der 25jaehrige Doktor sah sich die Seuche an die ich auf dem Arm hatte und war sich schnell (fast zu schnell) sicher dass es sich um eine Allergie handelt. Da mein Spanisch fuer ein Arztgespraech noch nicht wirklich reichte war es schwer herauszufinden um welche Allergie es sich handelte (Ich hatte davor noch nie eine Allergie) und der Doktor entschied, mir zwei Cortison-Spritzen zu setzen. Alles klar, Hauptsache du machst irgendetwas um mich aus dieser Juckhoelle zu befreien. Ich legte mich nochmal auf die Bare und sah ein paar Minuten spaeter einen anderen Doktor hereinkommen...mit einem Riesengeraet in der Hand. Was war das? Eine Wal-Harpune? Oder vielleicht eine Schrotflinte? Nein, es war eine Spritze! Und er kam direkt auf mich zu...Es war MEINE Spritze!!! Paranoia kam auf, verwechseln die da irgendwas? Ich dachte: Noch kannst du aufspringen und fluechten, noch 10 Meter bis er bei mir ist. Ich war es ja durch die Impfungen gewoehnt mit Spritzen zugebombt zu werden aber DIESE Spritze war zu viel. Zu Spaet, er stand grinsend neben mir und fragte ob ich der Deutsche mit der Allergie bin. Ja klar und wer bist du? Der Sensemann?
Bis jetzt hatte Daniel noch ruhig daneben gesessen und mich von meiner Juckhoelle abgelenkt doch als er die Harpune sah, stand er augenblicklich auf und verliess mit bleichem Gesicht den Flur.
Alles klar, dann mal los. Der Sensemann machte ein paar Witze ueber Daniel, band mir den Arm ab, wischte kurz mit einem Eiswuerfel (!!!) ueber die Stelle am Arm wo er mir den Schuss geben wollte und setzte an. Bhaaam, die erste Spritze war drin, das Cortison noch lange nicht. Er ruehrte ein bischen mit der Spritze in meiner Vene herum und dann fing er erst an abzudruecken...langsam aber sicher. Und jetzt kam auch der Schmerz, aber wie. Mir wurde schwindelig, ich fuehlte mich betaeubt und fing an zu lachen...da war doch nicht etwa Heroin drin?!?
Alles klar, jetzt der andere Arm. Alles was ich tun konnte war lachen, lauthals, ansonsten haette ich wahrscheinlich geweint ;)
Den Rest des Tages verbrachte ich etwas benebelt und sehr schwach in meinem Bett, es muss so etwa ein halber Liter gewesen sein den ich da gespritzt bekommen habe...

Das Jucken wurde fuer 1-2 Tage besser aber die "Stiche" blieben und nach 3 Tagen ging das Jucken wieder los. Da hatte ich nun eine dicke Dosis Cortison fuer nichts bekommenm, schoene Scheisse. Daniel fuehrte mich zu einem englischsprachigen Arzt den er getroffen hatte und welcher mir netterweise umsonst ein Beratungsgespraech gab. Er fragte mich ueber den Verlauf aus, schaute sich die Stellen etwa zehn Minuten an und sagte dann: "I am 99% sure that you got the scabies, now let me wash my hands, i dont want to get em too". So, endlich konnte ich mir sicher sein was es war. Und es war die schlimmste von allen Moeglichkeiten: "The most itching thing on this planet". Es hoert sich zwar irgendwie an wie eine Krankheit aus dem Mittelalter aber ich hatte DIE KRAETZE.
Mikroskopisch kleine Kraetzmilben setzen sich in deine Hautfurchen und robben darin herum. Ab und zu muessen sie natuerlich auf Stuhlgang und kacken dir dann deine Haut zu. Das fuehrt dann dazu, dass man allergisch auf die Kacke reagiert und sich ueberall am Koerper diese kleinen "Stiche" bilden. Das einzige was man dagegen tun kann ist, sich von Kopf bis Fuss mit einer aggressiven Creme einzuschmieren, sie 24 Stunden einziehen zu lassen und darauf zu hoffen dass alle Kraetzmilben abgetoetet werden.

Wo ich mir die Kraetze geholt hab ist unsicher, es gibt viele Moeglichkeiten, ich gehe mal davon aus, dass ich sie mir im Bett von einem anderen Gast geholt hab. Ein weiterer Grund der dafuer sprach, mal das Haus zu wechseln. Wir suchten uns ein ruhiges, sauberes und wunderschoenes Guesthouse, zogen uns fuer zwei Tage zurueck und holten einiges an Schlaf nach.

Wir hatten im ersten Guesthouse einen Rastamann aus Haiti kennengelernt der uns von seiner WG erzaehlte und uns anbot fuer 400 Pesos die Woche dort zu wohnen. So langsam wurde uns langweilig und es war Zeit, sich mal nach etwas sinnvollerem umzuschauen. Wenn man 4 Wochen lang nichts anderes macht ausser die Natur zu bewundern, rumzulenzen und zu feiern, dann bekommt man richtig Lust auf viel und harte Arbeit. Das was wir ueber die WG hoerten klang sehr interessant und wir entschieden uns dazu, bis zu unserer Weiterreise nach Guatemala in der WG zu wohnen. Zusammen mit Archaeologen und Anthropologen die schon seit knapp 40 Jahren in Mexico arbeiteten, Mayamaedchen die hier Unterricht bekamen und Kuenstlern die seit 20 Jahren von Land zu Land zogen...

Doch darueber wird im naechsten Teil ausfuehrlich berichtet.

Nur zu eurer Orientierung, dieser Bericht geht nur bis zum 19. August, das heisst das wir mit unseren Koepfen jetzt schon wieder ganz woanders sind. Ich krieg das leider nicht so hin dass ihr die Berichte zeitgleich lesen koennt...Sorry for that.

@Iron
Dein Part auf dem Track ist so ziemlich das Beste was ich je von dir gehoert habe. Immer wenn ich an "Schizzenbach und Neurosenburg" denke, hau ich den Track rein...echt Bombe!!! Aber lehn dich ruhig mal zurueck und halt die Finger still, ich bin hier nicht so oft im Netz ;)

@Sandra
Na, jetzt uebertreibs mal nicht. Ich bin doch nicht hierher gefahren um nach einer Ehefrau zu suchen, du koenntest den Begriff "Liebe" noch ein bischen erweitern ;)

Bedingungslose Liebe, damit meine ich:

Die zutiefst herzliche Liebe die einem hier von den Menschen entgegengebracht wird, ohne die Bedingung, dass man sich kennt, dass man etwas kauft/verkauft oder, dass man sich jemals wieder sieht.

Und ausserdem

Die Liebe zum anderen Geschlecht, und zwar ohne die Bedingung dass man danach fuer immer zusammen zieht ;)

@Alle Grammatik-Noergler
Die spanische Tastatur besitzt weder Umlaute noch ein scharfes S...Die Kommastellungen und einige Fluechtigkeitsfehler sind das einzige was ihr mir wirklich anhaengen koennt ;)

@Alle anderen
Danke fuer alles, den Support in den E-Mails, die Ratschlaege und Tipps, die MP3s die uns so oft die gute Laune retten...dafuer dass ihr mit uns seid.

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Que tal? tag:travellerspoint.com,2006-08-25:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=14&entryid=21598 2006-08-26T01:05:50Z 2006-08-25T20:04:23Z Hola que tal? Was laeuft ab im Lande der Teutonen? Ich habe momentan wirklich null Motivation zum schreiben. Wollte nur kurz klarstellen, dass es uns blendend geht, dass das Leben echt eine super Sache ist und, dass es auf der Erde wirklich so etwas wie bedingungslose Liebe gibt... Ach ja, wenn ihr euch unter dem "Subscribe" Button mit eurer E-Mail Addresse eintragt, bekommt ihr automatisch eine Mitteilung wenn es einen neuen Blog Entry gibt....Super Sache oder? Hasta luego :) [img=http://www.travellerspoint.com/photos/65654/Montebello. ... Hola que tal? Was laeuft ab im Lande der Teutonen?
Ich habe momentan wirklich null Motivation zum schreiben. Wollte nur kurz klarstellen, dass es uns blendend geht, dass das Leben echt eine super Sache ist und, dass es auf der Erde wirklich so etwas wie bedingungslose Liebe gibt...

Ach ja, wenn ihr euch unter dem "Subscribe" Button mit eurer E-Mail Addresse eintragt, bekommt ihr automatisch eine Mitteilung wenn es einen neuen Blog Entry gibt....Super Sache oder?

Hasta luego :)

Montebello.JPG

Cañon Sumidero.JPG

El Chiflon.JPG

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Palenque/ El Panchan tag:travellerspoint.com,2006-08-10:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=12&entryid=19498 2006-08-27T03:41:45Z 2006-08-11T00:10:40Z Wir wurden gegen 15 uhr vom Kinderlaerm geweckt der von der Strasse kam. 20 kleine Strolche hatten sich zu einem Baseballspiel auf einer 8 Meter breiten Seitenstrasse versammelt. Als sie uns bemerkten kamen sie neugierig ans Fenster gelaufen, einer strahlender als der andere. Ich rief ihnen "Que Pasa por la calle?" zu und wir hatten 20 neue Freunde. Den Rest des Tages verbrachten wir rumschlendernd zwischen Markt, Strassenfest, Einkaufsstrasse und Guesthouse. Wir kamen an Achterbahnen, vermutlich 30er Baujahr, vorbei, sahen ... Wir wurden gegen 15 uhr vom Kinderlaerm geweckt der von der Strasse kam. 20 kleine Strolche hatten sich zu einem Baseballspiel auf einer 8 Meter breiten Seitenstrasse versammelt. Als sie uns bemerkten kamen sie neugierig ans Fenster gelaufen, einer strahlender als der andere. Ich rief ihnen "Que Pasa por la calle?" zu und wir hatten 20 neue Freunde. Den Rest des Tages verbrachten wir rumschlendernd zwischen Markt, Strassenfest, Einkaufsstrasse und Guesthouse. Wir kamen an Achterbahnen, vermutlich 30er Baujahr, vorbei, sahen auf dem Kuhmarkt Tiere die eine Kreuzung aus Rind, Kamel und Hase gewesen sein muessen (Kuehe mit Hoecker und Hasenohren), hoerten Marktschreier im Lil Jon Style und zwischen Jesus-Ikonen, Che Guevara-Portemonaies und Arian Nations Propaganda-Videos gab es alles erdenkliche.....wir kauften nichts davon.
Es war die erste groessere mexikanische Stadt in der wir waren (Cancun war ja nicht mexikanisch ;)). Hier war viel mehr Gewusel und Laerm auf den Strassen, nix mit rumlenzen, scheinbar keine Siesta, hammerhart schlechte Luft (obwohl sie uns anfangs so gut vorkam), deutlich mehr Armut, extrem viel Polizei (Zu acht auf Pick-Up Trucks, mit einer Ausruestung von der jeder Counter-Strike Spieler traeumt), die Menschen kamen uns, uns gegenueber, feindseliger vor (vor allem Jugendliche) und ueberhaupt lag ueber der Stadt eine aufgeheizte Stimmung, kurz gesagt: Wir hatten nicht vor lange zu bleiben.
Wir hatten von diesem Dschungel-Camp "El Panchan" gehoert welches vor der Stadt bei den Ruinen liegt und entschieden uns dazu noch eine Nacht in der Stadt zu schlafen und dann rauszufahren.

Kurze Anekdote ueber die Nacht: Ca. 01:00 Uhr, Laswagen faehrt vor, Tueren oeffnen sich, irgendein Gemurmel von "Lieferung" und "Cocaina", Garage wird geoeffnet, Pakete werden geladen, kurzes Palava, kippen werden geraucht, Laswagen faehrt weg, kurz danach extremes Gerammel im Nachbarhaus....

Am Naechsten Morgen merkten wir, dass wir nur noch wenig Bargeld hatten (gerade genug fuer ein Fruehstueck) und Daniel lief zur Bank um abzuheben. Ich setz mich vors Haus und rauche ne genuessliche Steh auf Kippe in der Morgensonne. Eine huebsche Latina kommt die Strasse runtergelaufen....whoooow, mal schauen wie hier geflirtet wird: "Buenas Dias Bonita" .....sie laeuft weiter...stoppt...dreht sich um...laechelt mir zu...laeuft weiter....stoppt nochmal...laechelt mir nochmal kurz zu und verschwindet im dem Haus in dem Gestern diese mysterioese Lieferung ankam. Bam, Bam, Bam....mein Herz....hol jetzt bitte nicht deinen Checker raus. Sie kommt wieder raus, alleine...mit Sonnen,-Regenschirm und laeuft...stolziert...ein zweites Mal an mir vorbei...sie strahlt mich an...ich strahl zurueck...wir strahlen zusammen ...sie sagt etwas... das einzige was ich versteh is "spaeter"....oh ja, du goettliche Schoenheit....bring mir Spanisch bei :)
Daniel kommt zurueck, aufgeregt, die Bank will nix rausruecken, scheisse. Ich lauf zur Bank und versuche es mit meiner Karte...Nada, Niente. Wir machten uns keinen grossen Kopf weil wir an einem anderen Automaten noch das Maestro-Card-Zeichen gesehen hatten aber auch dort...Nix geht. Man sagt uns, dass es nur 2 Banken und einen Automat in der Stadt gaebe...leichte Paranoia....und tatsaechlich, auch der letzte Automat rueckt nix raus...was jetzt?
Die Odysee die wir hatten um an Bares zu kommen erstreckte sich ueber Tage und wir mussten eine Nacht im teuersten Hotel der Stadt schlafen weil es das einzige war in dem man mit Kreditkarte zahlen konnte (Abheben konnten wir damit nicht...kein Pin).....Einzige Alternative waere die Strasse gewesen.

Ausblick aus dem 5. Stock im Hotel

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Sniper Palenque.JPG

Die Wolken beschreiben die Stimmung ueber der Stadt

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Sturm Palenque.JPG

Als wir endlich Bares hatten wollten wir nur noch weg aus dieser verfluchten Stadt, auf in den Dschungel...mit Gebruell :)
Wir fuhren ins Cabaña-Resort "El Panchan und freuten uns auf Haengematten, Chillige Cabañas, Traveller-Szene und Natur, Natur, Natur.

Als wir dort ankamen verschlug es uns die Sprache. Irgendwie kams einem doch bekannt vor...ach ja: "Der Palmengarten" ...mal 100 :)
Wir hatten ein uebergechilltes Zimmer mitten im Dschungel. Man sass auf der Veranda und sah Pflanzen, Schmetterlinge, Insekten und Voegel in allen erdenklichen Farben, vor unserm Haus ging eine Ameisenstrasse.....Autobahn....entlang, echt krass die Viecher. Die Gerueche waren so extrem, dass man high davon wurde. Ein paar Moskitos, aber laengst nicht so viele wie erwartet.....Wahnsinn, hier bleiben wir mal ne Woche.

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10 Euro fuer ein Doppelzimmer (Mit Dusche/WC/Licht), umgeben von Dschungel, Wasserfaellen, Restaurants/Musikbars, Musikern und schoenen Frauen aus aller Welt sind wirklich fair.
Ich konnte mich garnicht mehr einkriegen als ich die ganzen Instrumente sah die herumstanden....endlich Jammen.
Leider wurde ich dann krank und konnte das ganze nicht so sehr geniessen.

Die "Coolen Musiker" stellten sich auch leider als verkappte Hippie-Autisten raus die meinten hier ihrem "Inneren Bongo-Karl" freien Lauf lassen zu muessen....Nur Getrommel, keine Instrumente. Da sitzen dann 5 bis 10 Europaeer und trommeln wie wild auf ihre Bongos ein. Nach 5 Minuten denkt man sich: Ja, is ja ganz nett, nach 10 Minuten: Wann hoert das auf? :(, nach ner halben Stunde voellig entnervt (Zumal von der Bar nebenan noch "Dragosta din tei" im Dauerloop herueber droehnte)und nach einer Stunde hat man die Motivation zum Morden. JAAA, IHR SEID SCHNELL...JAAA, IHR SEID LAUT...NEIN, IHR HABT KEINE COOLEN RIDDIMS...JAAA, IHR SEID IN TRANCE...NEIN, WIR NICHT.
An den krampfartigen Verzweiflungsschreien die aus den anderen Huetten kamen merkten wir dass wir nicht die einzigen waren denen es so ging, an schlafen (Und gesund werden) war nicht zu denken. Die Bruellaffen mit ihrem Schrei, der gleichzeitig nach bellenden Hunden, grunzenden Schweinen und King Kong klingt, waeren uns als Einschlafmusik noch deutlich lieber gewesen (Gesehen haben wir leider noch keine, zu hoeren waren sie...aber wie).

In den darauf folgenden Tagen lag ich die meiste Zeit flach oder sass teetrinkend im Restaurant waehrend Daniel nach interessanten Leuten, Kursen und Exkursionen ausschau hielt.
Wir besuchten noch die nahgelegenen Ruinen von Palenque und alleine dafuer hat sich diese kranke, etwas aetzende Woche in Palenque allemal gelohnt. Sie erstreckten sich ueber ein kilometergrosses Gebiet mit unzaehligen Pyramiden, Tempeln und anderen Gebaeuden, Hoefen, Plaetzen, Unterirdischen Gaengen, Wasserfaellen und Wegen. Da konnten die Ruinen von Tulum wirklich nicht mithalten, zumal die in Palenque fast vollstaendig begehbar waren. Die Art und Weise wie sie in die Landschaft gesetzt wurden war sehr beeindruckend. Jeder Berg, jede Ebene, jedes Waldstueck un jeder Wasserfall schien im Design beruecksichtigt und abgestimmt zu sein. Nichts schien einfach unbedacht hineingesetzt. Wir standen lange vor den Statuen und Schriftzeichen die fuer uns absolut nichtssagend waren und trotzdem so wirkten als ob sie eine sehr tiefe und weise Bedeutung haetten.

Hier ein paar Eindruecke

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Nach den Ruinen hatten wir wohl alles gesehen was es hier zu sehen gab und kauften uns am Freitag Tickets fuer die Weiterfahrt nach San Cristobal (Keine Sorge, 5 Euro pro Person ;)), die groesste Stadt im Bundesstaat Chiapas. Mein Fieber und die Crazyness waren einigermassen verflogen und wir freuten uns auf das kuehlere, trockenere Klima in den Bergen. San Cristobal liegt 2100 Meter ueber dem Meeresspiegel und alles was wir davon hoerten war sehr positiv. Stadt der Musik, Stadt der Dichter, Stadt der Kultur, Stadt der Kuenste....nichts wie hin :)
Die Fahrt ging vorbei an kleinen Maya-Doerfern, durch wunderschoene Taeler und Waelder und ueber hohe, steile Paesse bis letzendlich diese Stadt vor uns lag.

San Cristobal.JPG

Man sah der Stadt gleich an, dass hier einiges ging. Die Leute waren hier staedtischer gekleidet, man sah viele Bars, Restaurants, Theaterhauser, Filmhaeuser (Kinos sind wohl etwas anderes) und kultige Laeden mit Yoga,- Reiki,- und "was weiss ich was fuer Kurs" - Angeboten. Wir liessen uns zu dem Guesthouse fahren welches im allmaechtigen Lonely-Planet am sympatischsten rueberkam, gingen ueber die Schwelle und tauchten ein in eine Szene die im naechsten Bericht ausfuehrlich beschrieben wird.

San Cristobal de Las Casas......City of dreams, das ist meine Stadt, hiervon hab ich schon mit 12 getraeumt, ich bin angekommen!

Thanx fuer die ganzen Comments....weiter so

@Carmen und Harald.....*schaem* ;)

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Fahrt nach Palenque/Chiapas tag:travellerspoint.com,2006-08-05:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=11&entryid=19064 2006-08-27T03:06:18Z 2006-08-05T17:08:11Z Nun sitze ich (Benedikt) hier in einer Dschungel-Anlage in der Naehe von Palenque/Chiapas und habe irgendwas zwischen ganz normalem Fieber und toedlichem Denguefieber. Meine Augen halten wenig Licht aus und schmerzen, meine Lymphknoten sind angeschwollen, ich habe Kopfschmerzen, Durchfall und leichte Gelenkschmerzen. Der selbsternannte Doktor an der Bar hat mir gesagt, dass ich noch zwei Tage warten soll bevor ich zum Arzt gehe und nur seine Special-Pillen nehmen soll (Die mexikanische Version von Aspirin, nichts starkes), das kaeme oefter vor.... ... Nun sitze ich (Benedikt) hier in einer Dschungel-Anlage in der Naehe von Palenque/Chiapas und habe irgendwas zwischen ganz normalem Fieber und toedlichem Denguefieber. Meine Augen halten wenig Licht aus und schmerzen, meine Lymphknoten sind angeschwollen, ich habe Kopfschmerzen, Durchfall und leichte Gelenkschmerzen. Der selbsternannte Doktor an der Bar hat mir gesagt, dass ich noch zwei Tage warten soll bevor ich zum Arzt gehe und nur seine Special-Pillen nehmen soll (Die mexikanische Version von Aspirin, nichts starkes), das kaeme oefter vor.... ich vertraue dem Hombre einfach mal aber ich komme dem Wahnsinn teilweise gefaehrlich nahe....irgendwie ein eigenartiges Gefuehl "total druff" zu sein ohne jegliche Drogen genommen zu haben. Ich sitze hier auf der Veranda und starre in den Dschungel....irgendwas bewegt sich doch da hinter der Palme..... Ist es ein Schlumpf?....oder vielleicht ein Einhorn?.....oder ist es sogar Golum?.....hmmmmm, hoechstwahrscheinlich nur mein Kopf ;)

Doch bevor ich naeher auf dieses zweite Paradies unserer Reise eingehe in welchem wir uns jetzt befinden, will ich erstmal erzaehlen wie wir hier hingekommen sind denn das ist definitiv ein Kapitel wert.

Zeitsprung/letzten Sonntag

Wir hatten unsere Bustickets in Tulum schon einen Tag frueher gekauft um sicher zu gehen, dass wir einen Platz bekommen. Wir wunderten uns zwar ein wenig, dass der Bus eine etwas sinnfreie Route ueber Playa Del Carmen (noerdlich von Tulum) nehmen sollte, fragten aber nicht nochmal gross nach, wird schon stimmen...dachten wir uns. Nachdem wir den Tag wie beschrieben rumlenzend in den Strassen (In der Strasse) von Tulum verbrachten, begaben wir uns gegen 19 Uhr zur Busstation um dort bis zur vorraussichtlichen Abfahrt um 21:30 Uhr zu warten. Als der "Checker" um 20:30 einen Bus nach Palenque ueber Chetumal ausrief (suedlich von Tulum), wunderten wir uns warum wir solch ein Umweg-Ticket bekommen hatten und fragten sicherheits halber nochmal nach indem wir unsere Tickets vorzeigten, "Palenque" sagten und dabei ein dummes Gesicht machten. Der "Checker" ueberschuettete uns mit einem Redeschwall von dem wir ungefaehr jedes 20. Wort verstanden und wir standen genauso bloed da wie zuvor. Doch siehe da, ein amerikanischer Aussteiger, der sich wohl zur Lebensaufgabe gemacht hatte planlosen Neuankoemmlingen die Taxituer aufzuhalten, kam herbei gesprungen und bot sich fuer 1 Dollar als Uebersetzer an. Also nochmal derselbe Redeschwall, diesmal mit Uebersetzung. Die Tickets die wir hatten waren ein schlechter Witz. Erstens waren sie erst ab Playa del Carmen gueltig und wir haetten bis dahin nochmal zahlen muessen, zweitens waren sie fuer eine 16 Stunden-Route obwohl man innerhalb von 9 Stunden nach Palenque kommt und drittens haetten wir niemals den Anschluss-Bus in Playa del Carmen bekommen. Mittlerweile war es 21 Uhr und wir standen ohne Hotel und mit ca. 70 Euro weniger in der Dunkelheit. Schoene Scheisse, das. Wir liefen zum Busfahrer des richtigen Busses und baten den Ami den wir immer noch im Schlepptau hatten darum ihm unsere Lage zu erklaeren. Wir hatten Glueck (Ich nenne das jetzt einfach mal so), der Busfahrer war uns wohl gesonnen und bot uns an uns mit zu nehmen.....Fuer ein Trinkgeld was dem Preis der Bustickets etnsprach den wir tags zuvor gezahlt hatten. Fuck it, hauptsache wir kommen endlich vom Fleck. Wir luden unser Hab und Gut in die Ladeklappe, stiegen in einen schlafenden Bus ein und fuhren los. Daniel war so schlau gewesen sich einen Pullover mit zu nehmen (wohl eher mit der Absicht ihn als Kopfkissen zu benutzen) denn die Temperatur im Bus entsprach der Aussentemperatur in Frankfurt an einem regnerischen Wintertag. Daniel zog sich den Pulli an und schlief sofort ein und ich verbrachte die naechsten 4 Stunden bis zum naechsten Zwischenstopp leise vor mich hinfluchend.....bibbernd vor Kaelte.

Waehrend der Fahrt fiel mir auf, dass die Strassen immer schmaeler, hubbeliger und steiler wurden und dass der Bus hin und wieder ein paar hundert Meter zuruecksetzen musste um entgegenkommende Laswagen vorbeifahren zu lassen und als es hell wurde waren wir in einer anderen Welt. Tiefgruen gesaettigte Wiesen, weidende Kuehe, dichte duestere Waelder und im Hintergrund Berge, keine Tourie-Resorts mehr, dafuer doppelt soviel Militaerpraesenz. Wir waren im Bundesstaat Chiapas. Die Landschaft war wirklich unbeschreiblich schoen.

Wiese.JPG

Um 7:30 in der frueh kamen wir in Palenque an und setzten uns erstmal in eine der vielen Chicken-Grills, tranken eine Coke zum Fruehstueck und betrachteten das morgentliche Treiben auf der Strasse. Maya-Frauen in Tracht die alle moeglichen gewebten Taschen, Tuecher, Schmuck und andere Waren anboten, Kinderhorden von denen ulkigerweise manche angezogen waren wie arabische Rentner in der City-Passage von Dietzenbach, Marktschreier, alle 2 Meter ein kleiner Eis,- Suessigkeiten,- Hotdog,- Pollo (Chicken)- oder Guertel-Stand, oft von Kindern Gefuehrt die nicht aelter waren als 10, wie erwartet weitaus weniger Bleichgesichter und im Hintergrund die Berge. Die Luftfeuchtigkeit war leider genau so hoch wie am Meer und es war auch nicht viel kuehler. Wir suchten uns ein kleines, sehr billiges Guesthouse in einer Seitenstrasse und schliefen erstmal bis 15 Uhr.

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Rumlenzen in Tulum tag:travellerspoint.com,2006-07-30:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=9&entryid=18506 2006-07-30T21:59:14Z 2006-07-30T19:42:32Z Hola, que tal? Wir haben jetzt, nachdem ich meinen Pass abgeholt hab, noch 2 Tage in einem sehr schoenen und ruhigen Hostel in Tulum-Pueblo (City) verbracht welches von 2 Eunuchen gefuehrt wurde......Nein wirklich, es muessen Eunuchen gewesen sein..... Es ist nicht wirklich viel passiert in diesen 2 Tagen, wir trafen die beiden "Bornheim-Schweden" noch ein drittes mal....genauso zufaellig wie davor. Eigentlich wollten sie auch schon laengst woanders sein. Diesmal hatte der eine noch seine finnisch-peruanische Schwester dabei.....bis jetzt definitiv ... Hola, que tal?

Wir haben jetzt, nachdem ich meinen Pass abgeholt hab, noch 2 Tage in einem sehr schoenen und ruhigen Hostel in Tulum-Pueblo (City) verbracht welches von 2 Eunuchen gefuehrt wurde......Nein wirklich, es muessen Eunuchen gewesen sein.....

Es ist nicht wirklich viel passiert in diesen 2 Tagen, wir trafen die beiden "Bornheim-Schweden" noch ein drittes mal....genauso zufaellig wie davor. Eigentlich wollten sie auch schon laengst woanders sein. Diesmal hatte der eine noch seine finnisch-peruanische Schwester dabei.....bis jetzt definitiv die umwerfendste Frau auf unserm Trip....Leider hatte sie noch ihren kanadischen Freund dabei :(.... welcher der Chef von einem Amerikanischen Tauchlehrer war den wir 2 Tage zuvor in Mahahual getroffen haben....klein ist sie, die Welt.

Wir nutzten die Zeit um unsre Sachen zu waschen ("Mysterioeser- Weise" fehlten einige Kleidungsstuecke) und ein bischen rumzuschlendern. Das erste mal bekamen wir wirklich mit was hier Siesta heisst. Hier wird zwischen 12 und 17 uhr so unbeschreiblich excessiv rumgelenzt.....weltklasse, das. Jeder der uns kennt weiss jetzt wie wohl wir uns hier fuehlen ;) Der Metzger baumelte zwischen riesengrossen Frischfleisch-Stuecken auf seiner Haengematte und wurde so ein Teil von ihnen, ein herrliches Bild. David, fuer dich und deine Kamera ist das hier ein Paradies, du koenntest dich gar nicht retten vor guten Motiven.

X-Treme Rumlenzing

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Jetzt verbringen wir noch einen Tag auf den Strassen von Tulum und nehmen heute Abend den Bus nach Palenque/Chiapas wo wir uns was suchen wollen wo wir etwas laenger bleiben koennen. Chiapas ist auch nicht mal halb so teuer, was ganz gut ist denn wir muessen schaun dass wir mit unserem Geld auskommen. Das Geld ist auch unter anderem ein Grund warum wir Belize auslassen, dort soll es noch teurer sein als Yukatan/Quintana Roo/Campeche. Die Preise hier variieren sehr stark. Uebernachtungen sind realtiv billig aber die Supermaerkte, Restaurants, Taxis, Buesse und Eintrittspreise kommen den Preisen in Deutschland ziemlich nah, was daran liegt dass hier immernoch sehr viele Touris unterwegs sind. Und ein Bleichgesicht hat prinzipiell doppelt so viel zu zahlen wie ein Einheimischer. Das mit dem Handeln will auch gelernt sein, wir ham uns definitiv schon ein paarmal uebelst uebern Tisch ziehen lassen, mittlerweile sind wir aber schon etwas abgehaertet.

Uns stehen nun in Chiapas Berge, Dschungel, Wasserfaelle, Affen, Maya-Doerfer und weniger Bleichgesichter bevor....bin sehr gespannt. Es kann gut sein dass es dort mit dem Internet nicht ganz so leicht wird und ich habe auch ehrlich gesagt Lust mal fuer 1-2 Wochen ohne Internet auszukommen....das zieht einen irgendwie immer wieder in die heimatliche Welt zurueck. Macht euch also keine Sorgen wenn die Eintraege ein bischen rarer werden.

Verzeiht mir die schlechte Qualitaet der Fotos, mehr ist mit der Kamera leider nicht zu machen, Daniel hat zwar eine sehr gute dabei aber irgendwie kriegen wir von ihr die Fotos nicht auf den PC. Aight then, machts gut und passt auf euch auf :)

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Mahahual tag:travellerspoint.com,2006-07-28:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=8&entryid=18286 2006-08-12T18:45:47Z 2006-07-28T18:08:13Z Die letzten Tage in Tulum gingen so weiter wie beschrieben, wir besuchten noch die nahgelegenen Ruinen von Tulum die leider sehr ueberfuellt waren. Aber schon sehr beeindruckend wenn man daran denkt dass das alles vor knapp 2000 Jahren gebaut wurde. Sie sind sehr gut erhalten und man kann sich gut vorstellen wie sich damals das Leben abgespielt haben koennte. Am Abend trafen wir noch zufaellig die beiden "Bornheim-Schweden" wieder und goennten uns in einem argentinischen Restauran ... Die letzten Tage in Tulum gingen so weiter wie beschrieben, wir besuchten noch die nahgelegenen Ruinen von Tulum die leider sehr ueberfuellt waren. Aber schon sehr beeindruckend wenn man daran denkt dass das alles vor knapp 2000 Jahren gebaut wurde. Sie sind sehr gut erhalten und man kann sich gut vorstellen wie sich damals das Leben abgespielt haben koennte.

Ruinen Tulum.JPG

Am Abend trafen wir noch zufaellig die beiden "Bornheim-Schweden" wieder und goennten uns in einem argentinischen Restaurant das wahrscheinlich beste Rinder-Filet der Welt. Am naechsten Morgen machten wir uns dann weiter in Richtung Mahahual (knapp 200 Kilometer suedlich), in der Erwartung etwas aehnliches vorzufinden. Wir mussten in einer Stadt "in the middle of nowhere" umsteigen und dort vier Stunden auf die Weiterfahrt warten.

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Eine kleiner staubiger Ort voller spielender Kinder, rumlenzenden Hombres, flirtenden Chicas und jede Menge Strassenkoeter. Dort schien die Zeit wirklich stehengeblieben zu sein. Die Stimmung die ueber der Stadt lag war irgenwie aussergewoehnlich, schwer zu beschreiben.

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Auf der Weiterfahrt nach Mahahual kamen wir durch ein paar Checkpoints an denen Horden von gelangweilten Soldaten rumstanden, an Grashalmen kauten und boese dreinschauten....das Gewehr natuerlich gezueckt als ob Krieg waer. Doch ein freundliches "Buenas Dias" und die Gesichter erhellten sich.

Wir kamen etwa um 19 Uhr an (um 19:30 wirds hier schlagartig dunkel) und hatten keine Lust lange nach einem Hotel zu suchen also hielten wir uns an den "Lonely Planet" und liessen uns zum "Hotel Coco Ha" fahren. Von wegen Hotel. Wir wurden von einer uebergut gelaunten und endlos lachenden Dame empfangen, die Rezeptionsdame, Wachdienst und Stimmungsmacher in einem war. Sie zeigte uns das Zimmer (Holzverschlag in denen in Filmen Geiseln festgehalten werden) und langsam wussten wir warum die Impfungen und das Moskitospray keine schlechte Idee waren. Die Huette war direkt an einer staubigen Strasse auf der sich den ganzen Tag ueber dreckige und raeudige Hunde die Freude gaben, der Gestank war unertraeglich und wir merkten dass unsere Huette direkt neben der Toilette stand.... innerhalb von 10 Minuten hatte man an die 30 Moskitostiche. Allmaehlich merkten wir warum der Platz so billig war, 50 Meter weiter war eine Open-Air Disco die eine halbe Stunde nachdem wir ankamen anfing den schlimmsten Euro-Trash-Trance zu spielen den wir je gehoert hatten.... unsre Huette bebte.....das hiess aber nicht dass in der Disco irgendwie die grosse Party ging, grade mal 10 Leute hatten sich dothin verirrt, die Lautsaerke haette aber auch fuer 10 Tausend gereicht. Wir merkten dass es sehr einfach war ohne Schluessel in die Huette einzusteigen, die Maenner waren irgendwie alle sehr verschnupft und hektisch und langsam war uns etwas mulmig zumute.

Hier ein kleiner Eindruck, sieht auf dem Foto weitaus idyllischer aus als es war, die Bude dahinter war uebrigens das Hotel.

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Ich fragte die "Alles-in-einem-Frau" ob es irgendwo so etwas wie Schliessfaecher gaebe und sie lachte nur laut und sagte dass sie eine Abmachung mit den Geistern hat......hmmm, na dann is ja cool :) Sie war echt aussergewoehnlich, ihre Sprache war das Lachen und sie schien nicht ganz von dieser Welt, wir konnten uns nicht so recht entscheiden ob es ein Engel oder ein Teufel war der in ihr steckte.....

Die Stadt Mahahual war jedoch recht schoen, direkt am Meer gelegen und mit Schneeweissem Sand der die ganze Stadt ueberdeckte. So stelle ich mir Jamaicanische Staedte vor, Bobbys Einfluss auf das ganze war auch nicht zu uebersehen/zu ueberhoeren. Touristen schien es nicht so viele zu geben, ein paar Aussteiger und eine Tauchgruppe......doch als wir am naechsten Morgen aufwachten und ein bischen rumliefen sahen wir auf einmal nur noch Amerikaner die in Golfbuggys und Polohemden die Promenade entlang fuhren. Als unsere Sicht aufs Meer von einem Riesengrossen Kreuzfahrtschiff verdeckt wurde wussten wir aus welchem Nest sie gekrochen kamen. Die bleiben tagsueber hier, kaufen sich komische Souvenirs, saufen sich mit Corona voll, lassen sich uebern Tisch ziehen und gehen abends wieder zurueck in ihr Luxusghetto. War schon witzig anzuschauen.

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Leider merkte ich am Abend davor dass mein Pass fehlt dehalb muessen wir nochmal zurueck nach Tulum wo er an der Rezeption auf mich wartet.....irgendwie hatte ich schon so ein komisches Gefuehl als die Chica von der Rezeption so schelmisch sagte "hope to see ya soon"......naja, dann muessen wir halt fuer einen Tag zuerueck ins Paradies aber wir waeren hier eh nicht laenger geblieben. Wir werden Belize wohl erstmal auslassen und ueber Chiapas nach Guatemala reinfahren. Das Geld geht hier in Mexico doch schneller weg als gedacht, die Busreisen, das Essen, Taxis durch den Dschungel (dort will man nicht laufen) , Eintritt fuer die Ruinen, Bier.....naja, laeppert sich schon.

OK, das wars erstmal....spaeter stell ich mal ein paar Fotos rein, is ne laengere Prozedur bei den Rechnern hier. Machts gut und @ Harald: Deine Travell-Tipps und Berichte sind Gold wert :)

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Papaya Playa/Tulum tag:travellerspoint.com,2006-07-26:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=7&entryid=18126 2006-08-12T18:29:58Z 2006-07-26T16:14:00Z Es sind jetzt seit unserer Ankunft in Mexico gerade mal drei Tage vergangen und wir sind schon mitten im Paradies gelandet. Wie schon beschrieben sind wir am Busbahnhof in Tuolum gleich auf eine Mexicanerin gestossen die auch auf der Suche nach einer Cabaña am Meer war. Wir fuhren mit dem Taxi etwa 2 Kilometer aus der Stadt rausw, richtung Kueste und wussten gleich als wir ankamen: Hier bleiben wir. Unsere Cabaña ist 10 Meter vom Strand entfernt, wir schauen durchs ... Es sind jetzt seit unserer Ankunft in Mexico gerade mal drei Tage vergangen und wir sind schon mitten im Paradies gelandet. Wie schon beschrieben sind wir am Busbahnhof in Tuolum gleich auf eine Mexicanerin gestossen die auch auf der Suche nach einer Cabaña am Meer war. Wir fuhren mit dem Taxi etwa 2 Kilometer aus der Stadt rausw, richtung Kueste und wussten gleich als wir ankamen: Hier bleiben wir. Unsere Cabaña ist 10 Meter vom Strand entfernt, wir schauen durchs Fenster direkt auf die Karibische Kueste. Die Anlage hier ist sehr ruhig und sauber, 20 Meter weiter gibt es ein Restaurant, Bars, Strandterrassen, Pavillons mit Haengematten, Masseusen die einen verwoehnen und Kajaks (umsonst).......very chilled out das ganze.

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Dadurch dass nur zahlende Gaeste aufs Gelaende duerfen entstand sehr schnell eine kleine Community und wir sassen schnell mit Mexicanern, Franzosen, Israelis, Oesterreichern und Schweizern zusammen und tranken Bier und Longdrinks. Das Meer hier ist sehr Postkarten-verdaechtig und klar wie Leitungswasser. Der Sand ist so fein wie Mehl und ueberall Kokospalmen, Kakteen und andere schoene Gewaechse. Auch die Tierwelt laesst nix zu wuenschen uebrig. Pelikane die 5 Meter von einem entfernt ins Wasser schiessen und sich Fische schnappen, Riesige Leguane, Gekkos, ueber 1 Meter grosse, Eier legende Riesenschildkroeten und natuerlich Krebse, Fische und sonstige Meeeresbewohner in allen Farben und Groessen. Mit Moskitos ham wir noch ueberhaupt keine Probleme, dafuer hatten wir schon eine Tarantel in unserer Huette(Koerpergroesse 4 Zentimeter, mit Beinen etwa 12), ein Skorpion und viele viele Kaefer und anderes Krabbelzeugs. Da ist man schon froh dass man ein Moskitonetz hat, die Vorstellung mit einer Tarantel im Bett zu schlafen ist dann doch nicht soooo toll.

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Ansonsten gewoehnt man sich schnell an die ganzen Viecher. 50 Meter Landeinwaerts faengt der Dschungel an wo es natuerlich noch viel mehr davon gibt......Panther zum Beispiel, aber in den Genuss kamen wir noch nicht.
Es ist unglaublich.....man wacht auf, richtet sich auf und schaut aufs Meer. Die frische Meersebrise sorgt dafuer dass einem nicht allzu heiss wird und zum Fruehstueck schneidet man sich ne Avocado auf und benutzt zum dippen mit Nachos.......das wir dieses Leben schon nach 3 Tagen bekommen haetten wir dann doch nicht erwartet. Es dauert eine Weile bis man rafft dass das alles real ist und man keine Arte-Reisedoku schaut. Die Angestellten hier in der Anlage sind ueberfreundlich und lesen einem jeden Wunsch von den Lippen ab. Die Chicas sind ohne Ausnahme Model-verdaechtig (leider sind vioele mit Freunjd unterwegs) und der Preis ist mit 20 Dollar die Nacht auch noch stemmbar. Die Stadt Tulum ist nicht so sehr schoen und auf die Dauer ein bischen anstrengend weil jeder versucht ein bischen Geld an einem zu verdienen aber das war uns ja von vornherein klar. Unser Sicherheitsgefuehl ist besser als in Frankfurt (das schlimmste was einem passieren kann ist dass man etgwas aus der Tasche gezogen bekommt ohne es zu merken).
Der Nachthimmel ist dermassen umwerfend, das Essen ist sehr gut (Tortillas, Bohnenbrei, alle moeglichen Salate und Fruechte, Fisch und dazu alle moeglichen, sehr scharfen Dips).....kurz gesagt, alles Perfekt. Das einzige was hier in irgendeiner Weise negativ ist ist, dass der Sand an der Sonnencreme kleben bleibt.....aber das ist am Nieder-Rodener Badesee auch nicht anders ;)

Ausblick von unserer Cabaña aufs Meer

Blick aufs Meer Tulum.JPG

Aussicht Papaya Playa.JPG

Und unsere Cabaña von Innen

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Wir werden wohl noch bis Freitag hier bleiben (je laenger man bleibt, desto billigher wirds, ham den Preis schon ein bischen runtergehandelt) und uns dann wahrscheinlich weiter in richtung Belize bewegen. Wir ueberlegen aber auch noch ob wir stattdessen ins Innenland nach Chiapas fahren sollen weil es dort sehr schoen sein soll und Belize soll sehr teuer sein.....auch mit Rassismus gibt es dort anscheinend Probleme fuer Gringos wie uns.
Das Sprachproblem ist noch so eine Sache. Man kann sich leider nur mit Touris ausgiebig unterhalten (Franzoesisch und Englisch) denn English-Speaker sind sehr unbeliebt bei den Mexicanern deswegen muessen wir so schnell wie moeglich Spanisch lernen, den Standart-Shizzm kann man schon (Essen bestellen, Begruessungen und so) aber auf die Dauer ist das ein bischen frustrierend wenn man sich nicht richtig mity den Menschen unterhalten kann. Aber ich denke dass geht schnell vorbei, Spanisch scheint sehr leicht zu sein. Bis jetzt hab ich aber mehr franzoesich geredet, hier gibts jede Menge Amigos aus dem Nachbarland. Daniel schlaegt sich mit Englisch durch.
Die Uhrzeit ist hier etwas voellig fremdes, ich habe z.B seit 3 Tagen nicht mehr auf die Uhr geschaut und man kommt automatisch in einen, dem Wetter angepassten, Tagesrhytmus.
6 Uhr aufstehen, ins Meer schwimmen gehen, duschen, Fruehstuecken, Strand, schwimmen, etwas lesen und relaxen, dann Mittagessen, 2-3 Stunden Siesta, dann wieder schwimmen, vielleicht nochmal in die Stadt gehen, danach Abendessen und zwischen 10 und 12 total ausgepowert schlafen gehen......ausser man war bei der Partnersuche erfolgreich ;)
Zwischendurch natuerlich jede Menge Unterhaltungen mit Menschen aus aller Welt. Ja, so koennte es ruhig bleiben......das Leben :)

Wir beide verstehen uns blendend, jeder faehrt so ein bischen seinen eigenen Flash.....Daniel is voll am aufbluehen und freut sich lautstark ueber alles was er sieht.....auf mich wirkt das ganze sehr beruhigend bin anscheinend eher der Stille Geniesser....mein Akku muss noch aufgeladen werden ;)

Danke uebrigens fuer die vielen lieben Comments, freut uns wirklich sehr..... O Stanyon aus Botswana (Muhahaha....U da man): Beweg deinen lausigen Hintern hier rueber aber schnell, du wuerdest ausflippen. Hey Anja, schoen von dir zu hoeren :) ich versuch das mit den E-Mails zu verbessern....Patrick und Sun, keep pushin ya music-thing....ich will was von euch hoeren wenn ich zurueck bin :)

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Cancun tag:travellerspoint.com,2006-07-25:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=6&entryid=18038 2006-07-30T22:11:53Z 2006-07-25T18:11:14Z So, jetzt hab ich Zeit mal nen etwas ausfuehrlicheren Bericht zu schreiben da der Daniel heute den ganzen Tag auf nem Tauchgang ist, wir sind zwar schon 150 Kilometer suedlich von Cancun in Tulum aber ich hol den Cancun-Bericht erstmal nach. Die drei Tage die wir in Cancun verbracht haben waren gut zum akklimatisieren, das Klima hat einen schon erstmal ziemlich fertig gemacht und die ersten zwei Tage ham wir hauptsaechlich im Hotel verbracht. Nach einem ausfuehrlichen Fruehstueck fuhren wir erstmal ... So, jetzt hab ich Zeit mal nen etwas ausfuehrlicheren Bericht zu schreiben da der Daniel heute den ganzen Tag auf nem Tauchgang ist, wir sind zwar schon 150 Kilometer suedlich von Cancun in Tulum aber ich hol den Cancun-Bericht erstmal nach.

Die drei Tage die wir in Cancun verbracht haben waren gut zum akklimatisieren, das Klima hat einen schon erstmal ziemlich fertig gemacht und die ersten zwei Tage ham wir hauptsaechlich im Hotel verbracht. Nach einem ausfuehrlichen Fruehstueck fuhren wir erstmal in die Zona Hotelera um uns dort ein bischen umzuschauen. Abgesehen davon dass es ganz schoen war mal wieder am Meer zu sein war es dort nicht sehr spannend. Alles voller Checkern die einem alle moeglichen Drogen anboten oder versuchten uns in einen der vielen Clubs zu schleppen. Hat mich schon sehr an Lloret de Mar errinert. Wir setzten uns unter den Sonnenschirm und bestellten 2 Corona, bekamen aber 6 die wir natuerlich auch zahlen mussten :)

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Kurz danach zog ein Unwetter auf und wir stellten uns mit ein paar Mexicanern und einem Lehrer aus San Francisco unter einer Baustelle unter, verteilten unsere Coronas, rauchten ein paar ruhige Zigaretten und unterhielten uns ueber die Ursachen fuer Hitlers "Erfolg", Osteuropaeische Sprachen, wie gerne wir mal mit George W. Bush ein Bier trinken wuerden jedoch auch wie ungern wir die Weltmacht in seinen Haenden sehen, dem tuerkischen Massaker an Armeniern, die amerikanische Jugend und Segeln auf der Nord,- und Ostseesee....das was halt so geredet wird wenn Deutsche und Amis zusammentreffen.... Die Mexicaner standen nur dabei, tranken genuesslich ihr Bier und freuten sich dass man schon 2-3 Woerter auf Spanisch konnte :)
Am Nachmittag schauten wir uns noch Downtown an wo wir uns schon mehr in Mexico fuehlten weil sich dort ausser uns keine anderen Touristen hin verirrt hatten aber es war sehr hektisch und dreckig. Viel Gewusel auf den Strassen und Barenuckle Fights zwischen kleinen Jungen denen man ansah dass sie keinen wirklich Spass daran hatten sich gegenseitig die Fresse zu polieren. Mein Kopf spielte wegen dem Wetter auch etwas verrueckt und ich hatte das komische Gefuehl dass sich mein Gehirn langsam in einen Schwamm verwandelt und ich war die ganze Zeit kurz vor der Bewusstlosigkeit. Wir wollten eigentlich nur schnell raus aus Cancun. Wir trafen noch zwei Schweden von denen wir dachten es seien Deutsche, der eine hatte ein "Bornheim" T-Shirt an. Sie waren kurz davor noch in Frankfurt und ham die WM gefeiert, komischerweise waren sie eingefleischte Deutschland-Fans und zeigten uns Fotos vom Achtelfinale gegen Schweden wo sie mit Deutschland Fahnen, Trikots und Bemalungen feierten....sehr locker die beiden. Abends hatten wir eine kleine Sauf-Competition mit ihnen die wir zu ihrer Verwunderung verloren, sie waren wirklich trinkfest....sie konnten uns viel ueber Sued,-und Central-Amerika erzaehlen und uns ein paar Verhaltens-Tipps geben. Ueber Cancun gibts sonst nicht viel zu erzaehlen.....war ne Standart Touri-Stadt und wir waren froh am naechsten Tag den Bus nach Tulum zu nehmen von wo wir hoerten dass es dort sehr schoen sei. Wir fuhren zwei Stunden an der Kueste entlang, durch kleine staubige Staedte und an Hotel-Resorts vorbei und sahen endlich auch mal etwas von der Natur.....so eine Art Vor-Regenwald. In Tulum angekommen taten wir uns mit einer sehr netten Mexicanerin aus Mexico-City zusammen die uns zu dem Cabaña-Hotel fuehrt wo wir jetzt erstmal bis Freitag bleiben werden.

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Flug und Ankunft in Cancun tag:travellerspoint.com,2006-07-21:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=5&entryid=17645 2006-08-16T18:39:19Z 2006-07-22T02:10:35Z Wir sind heil im Hotel in Cancun angekommen. Der Hinflug war etwas schraeg, irgendwie hatten wir beide ein komisches Gefuehl als wir im Flieger sassen.....was machen wir hier eigentlich? warum fahren wir nich einfach 2 Wochen nach Bodrum??? Der Zwischenstopp in Atlanta hat uns dann den Rest gegeben. Wir mussten uns 2 1/2 Std. von unfreundlichen Amis rumkommandieren lassen und durch 4!!! Kontrollen durch, nur um in die Transit-Zone zu gelangen. Dort angekommen, dachten wir natuerlich: "ersma eine rauchen"......Dafuer mussten ... Wir sind heil im Hotel in Cancun angekommen. Der Hinflug war etwas schraeg, irgendwie hatten wir beide ein komisches Gefuehl als wir im Flieger sassen.....was machen wir hier eigentlich? warum fahren wir nich einfach 2 Wochen nach Bodrum??? Der Zwischenstopp in Atlanta hat uns dann den Rest gegeben. Wir mussten uns 2 1/2 Std. von unfreundlichen Amis rumkommandieren lassen und durch 4!!! Kontrollen durch, nur um in die Transit-Zone zu gelangen. Dort angekommen, dachten wir natuerlich: "ersma eine rauchen"......Dafuer mussten wir 2 Kilometer laufen um in einen Raum (oder besser Kabuff) zu gelangen indem man seine eigene Hand nicht sehen konnte weil er viel zu klein war und viel zu viele Menschen viel zu viele Zigarretten rauchten......disgusting!!! Nachdem wir 6 Dollar Wechselgebuehr zahlen mussten, ein ekelhaftes Sandwich fuer 6 Dollar assen, keine Verbindung zum Hotel bekamen, uns von irgendner Service-Tussi anfahren lassen mussten (unsre Frage wo und wann unser Flieger geht war ihr anscheinend zu bloed) und nirgendwo ein paar Dollar in Kleingeld wechseln konnten (selbst als wir was kauften) beschlossen wir dass die Amis ein ignorantes Pack sind die man nicht mehr weiter besuchen brauch. Nun mussten wir noch 2 Stunden auf unseren Flug nach Cancun warten welcher mit einstùendiger Verspaetung abflog.... wir warn beide mittlerweile extrem muede und demotiviert.

Wir kamen um etwa 23 uhr in Cancun an (5 minuten und wir warn durch alle Kontrollen durch). Als wir aus dem Flughafen heraus traten liefen wir erstmal gegen eine Wand aus Luftfeuchtigkeit, fremden Geruechen und Checkern die uns ein Taxi vermitteln wollten. Fuer 400 Pesos (ca. 40 Dollar!!!) kamen wir dann problemlos zum Hotel, kleiner Plausch mim Taxifahrer ueber dekadente Amis, unschoenen Fussball spielende Italiener und den Minderstlohn in Deutschland :) Der Kollege war extrem latscho....wir haetten das ganze zwar auch fuer weitaus billiger bekommen koennen (Bus, Gemeinschaftstaxi oder weniger vertrauenserweckendes Taxi) aber nach dem ganzen Stress wollten wir einfach nur noch schlafen.

Das Hotel ist weitaus besser als wir uns ertráumten, wir haben Swimming Pool eine Hi-Tech Klimaanlage (mit Fernbedienung, Uhrzeit und Wecker) und sogar Deutsche Welle und 20 Ami-Sender. Witzig, sie scheinen auf deutsche Krimiserien zu stehen, hier lief Tatort mit Untertiteln und ein paar andere deutsche Serien die bei uns keiner mehr kennt :) Viele Eindruecke von Mexiko hatten wir noch nicht (ausser dass die Menschen hier extrem freundlich und irgendwie putzig sind) weils schon zappenduster war und wir uns direkt pennen legten.....aber das sollte sich am naechsten Tag aendern, ich sag nur soviel: La Vida Loca :).
Das wars feurs erste....der Rest kommt morgen, hier gibs nur ein PC im Hotel und der Hombre neben mir wird ungeduldig :)

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10, 9, 8, 7...... tag:travellerspoint.com,2006-07-10:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=3&entryid=16650 2006-07-18T01:21:42Z 2006-07-10T14:00:06Z Nun ist die WM vorbei und in Deutschland beginnt wieder die alte Routine welcher wir für eine lange Zeit entfliehen wollen. Die Prognose, dass wir als Weltmeister abheben, hat sich leider nicht bestätigt aber mit dem dritten Platz kommt man klar. Weitaus schlimmer ist die Tatsache, dass der Pokal jetzt in der Hand von Schauspielern, Schiebern, Muttersöhnchen, Pizzalieferanten und Gattuso ist..... ;) naja, irgendwie ham sie's verdient aber bitter ist's schon.... Noch 10 Tage bis zum Abflug, so langsam steigt ... Nun ist die WM vorbei und in Deutschland beginnt wieder die alte Routine welcher wir für eine lange Zeit entfliehen wollen.
Die Prognose, dass wir als Weltmeister abheben, hat sich leider nicht bestätigt aber mit dem dritten Platz kommt man klar. Weitaus schlimmer ist die Tatsache, dass der Pokal jetzt in der Hand von Schauspielern, Schiebern, Muttersöhnchen, Pizzalieferanten und Gattuso ist..... ;) naja, irgendwie ham sie's verdient aber bitter ist's schon....

Noch 10 Tage bis zum Abflug, so langsam steigt die Aufregung und man denkt sich oft: "Damn, wir machen das ja wirklich!".....so ganz glauben kann mans noch nicht. Aber die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen. Alle Impfungen gemacht, Flüge sind gezahlt, Hotel in Cancun gebucht, Krankenversicherung gecheckt, Rucksack, Schuhe, Lonely Planet Reiseführer, Medikamente und ein freier Kopf, es kann losgehn. 10,9,8,7,6.......

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Medellin, Medellin, wir fahrn nach Medellin :) tag:travellerspoint.com,2006-07-03:/blog/?domain=trippin2&thisblog_entryid=1&entryid=15993 2006-07-03T20:02:46Z 2006-07-03T19:56:02Z So, wir ham hier mal ein Travel-Blog geöffnet um euch auf unserer Reise auf dem laufenden zu halten. Es sind jetzt noch 18 Tage bis zum Abflug nach Cancun/Mexico. Die letzten 2 Wochen verbringen wir mit "X-treme WM-Watching" und kurz danach gehts als Weltmeister nach Central,- und Lateinamerika....Weltklasse, sie werden uns lieben :) Hier is der Plan: Ankunft in Cancun/Mexico, dort 3-4 Tage besoffene Amis auslachen und dann schnell ab nach Süden, an der Karibikküste Mexicos entlang nach Belize. Dort von Insel ... So, wir ham hier mal ein Travel-Blog geöffnet um euch auf unserer Reise auf dem laufenden zu halten.

Es sind jetzt noch 18 Tage bis zum Abflug nach Cancun/Mexico. Die letzten 2 Wochen verbringen wir mit "X-treme WM-Watching" und kurz danach gehts als Weltmeister nach Central,- und Lateinamerika....Weltklasse, sie werden uns lieben :)

Hier is der Plan:

Ankunft in Cancun/Mexico, dort 3-4 Tage besoffene Amis auslachen und dann schnell ab nach Süden, an der Karibikküste Mexicos entlang nach Belize. Dort von Insel zu Insel hoppen und dabei ordentlich einen tauchen. Nachdem wir dann 2-3 Wochen hauptsächlich im Meer verbracht haben wollen wir uns ins Innenland begeben und uns in Guatemala eine Sprachschule suchen und ein bischen spanisch pauken. Von dort aus eine Arbeit als Volunteer-Worker suchen und ein paar Monate in Guatemala verbringen. Nebenbei ein paar Vulkanwanderungen, Maya-Pyramiden, Dschungelaction und ähnliche Gimmicks. Von Guatemala aus fahren wir dann durch Honduras nach Nicaragua, hüppen wahlweise in den Pazific oder in einen der unendlichen Seen und ab weiter nach Costa Rica wo wahrscheinlich erstmal mind. 2 Wochen Erholung angesagt sind.

Was danach mit uns geschieht wissen wir noch nicht genau, auf unserer to do-liste stehen: Die Karibikküste Kolumbiens, Sylvester in Medellin/Kolumbien, Naturschutzpark in Ecuador und Inka Trail nach Machu Pichu/Peru....all we know is: Wir müssen für den Rückflug rechtzeitig in Lima sein.

Bin mal gespannt wieviel wir von dem Plan einhalten können, aber wir ham 6 Monate Zeit, müsste zu schaffen sein.

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